Sowieso ist der Einsatz des Polfilters im (extrem)Weitwinkelbereich, wo die Vignettierungen tendenziell natürlich eher auftreten oft fragwürdig bzw. seltenst sinnvoll, da der polarisiserte Anteil des Lichtes sich dann nicht mehr über den gesamten Bildwinkel erstreckt und der Himmel bzw. das ganze Bild inhomogen wird.
Beim Extremweitwinkel bekommt man dann teilweise nur noch einen verlaufenen, dunklen Fleck im Himmel.
Weiter besitzen viele der sogenannaten Slimfilter vorne kein Gewinde mehr, womit sich ein normaler Deckel nicht mehr ausfestzen lässt. Ich habe auch einen solchen Filter und mich nervt das Teil einfach nur.
Die genau so flachen Polfilter mit Fróntgewinde gibt es heutztage meines Wissens nicht mehr.
Mit dem 18er, wofür ich den Filter damals gakauft hatte, habe ich dann auch kein vernünftiges, polgefiltertes Bild hinbekommen, so dass ich ihn damit eigentlich nie mehr benutzt hatte. OK, jetzt habe ich das Objectiv nicht mehr, da ich fast keinen Einsatzbereich dafür hatte. Besonders bei Berglandschaften ist mE alles über 90° Bildwinkel in 99% der Fälle Contraproduktiv.
Extremweitwinkel und Fischaugen sind einfach Spezielobjective für entsprechende Einsatzgebiete. (Innenaufnahmen, Actionsport, Meteorologie, Karikatur... Landschaft sehr selten)
Weiter würde ich bei der Belichtungsmessung mit Polfilter aufpassen, damit die Wirkung durch die Automatic nicht teilweise, fälschlicher Weise wegkorrigiert wird. Die partielle Abdunklung ist ja gewollt.
Korrekt wäre eigentlich ohne Filter zu messen und danach erst aufschrauben und unanbhängig von der Drehstellung des Filters im komplett manuellen Modus ca. 1,5 Blenden zuzugeben. Dann reicht auch ein linearer Filter
Ansonsten ist es eben wie immer, vom Billigfilter zum Highendmodell mit Multivergütung und Abdichtung nach Käsemann liegen preisliche Welten.
Überflüssig ist sowas aber nicht generell. Bei mir ist ein 20 Jahre alter Olympusfilter und ein wenige Jahre alter Hoya Filter bereits faktisch defekt, da sich die Folie wellt. Vermutlich ist der ständige Einsatz bei Witterung irgendwann zuviel gewesen.