• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Kapazität von Schleppliften

Die Folgezeiten sind meiner Meinung nach in Richtlinien/Gesetzen festgelegt, daraus folgt dann die maximale Förderleistung.
 
Natürlich ist es immer ein Unterschied zwischen der Kapazität, die vom Skigebiet angegeben wird, und der tatsächlichen. Ich bin aber schon mit Tellerliften gefahren, bei denen die Kapazität höher angeschlagen ist. Bei Poma-Stangenschleppern (kuppelbar) habe ich schon 1000p/h gelesen, bei einem Von Roll-Tellerlift 900 p/h. Das scheint mir aber wirklich nahe an der Grenze zu sein, beim Einstieg hat man nicht viel Zeit.
 
Das maximum einer SL ist 1440p/h . Bei einer Doppelanlage bringt das 2880 p/h (Hintertuxer Gletscher zB)

Einer 4(K)SB mit sesselfolgezeit 5s=
3600/5 = 720
720 x 4 = 2880 p/h

Das heisst, wenn beide Anlagen maximal ausgebaut sind und der Schlepplift eine doppelanlage ist, befördern beide Lifte 2880 p/h.

Sehr richtig. Deshalb habe ich für Österreich statistisch nachgewiesen, dass 4-KSB nur in wenigen Ausnahmefällen die klassischen Doppel-SLte ersetzt haben. Mit ein Grund für den Siegeszug der 6-KSB ist eben die Möglichkeit mit der Förderleistung von mehr als 2880 p/h eine Doppel-SL-Anlage auch kapazitätsmäßig zu übertrumpfen. Und 6-KSB haben bislang sehr viele Doppel-SLte ersetzt.
 
In der Sellarunde hab ich auch einige Teller-SL gesehen, die an der Talstation mit 900 p/h angegeben wurden ...

Emilius: Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass es sonderlich viele 6KSBs mit 2.800 oder mehr p/h gibt? Was sagt deine Statistik, wieviel der vom Doppel-SL zu 6KSB "umgebauten" Lifte haben tatsächlich eine gleich hohe oder höhere Förderleistung?
 
Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass es sonderlich viele 6KSBs mit 2.800 oder mehr p/h gibt?

Bei mir in der Datenbank habe ich 517 CLD-6 aufgelistet.
2800p/h oder mehr schaffen dabei immerhin 256 Anlagen, oder 49.5%

Bei einem SL mit 1440p/h braucht man dann aber auch ein paar Stützen mehr um eine niedrige Seilführung zu erreichen, da das Bügelseil halt sehr kurz sein muss.
5 Sekunden für das abrollen vom Bügelsei + wegfahren das die hinterten Platz haben + einreihen für die nächsten 2 Personen ist schon extrem kurz.
 
starli schrieb:
In der Sellarunde hab ich auch einige Teller-SL gesehen, die an der Talstation mit 900 p/h angegeben wurden ...

Richtig denn nach der Leitnerreferenzliste hatten die Hochleistungstellerlifte 900 p/h was einer Gehängefolgezeit von nur 4 Sekunden entspricht. Allerdings bringt man die Leute in nen Tellerschlepper auch rascher rein.
Die praktische Grenze liegt lt. Auskunft des Liftwartes am ehemaligen Kalcheralmtellerschleppers bei knapp über 1000 p/h. Dies war ein, an Wochenenden hochfrequentierter Diesellift noch ohne Selbstbedienung (heute ne 4-er SB) wo er soviel Stoff gab das die Gäste grad noch irgendwie reinkamen.
Sowas geht allerdings nur mit genug Raum an der Ausstiegsstelle, niedriger Seilführung mit kurzen Gehängeseilen sowie zuerst breitem und sich erst gegen Ende stark verjüngendem Einfahrtsbereich denn dann fangen erfahrungsgemäß die Leute an zu drängeln und wenn der Liftwart dann auch noch hektisch tut funzt´s so eben......:wink:
 
Petz schrieb:
Sowas geht allerdings nur mit genug Raum an der Ausstiegsstelle, niedriger Seilführung mit kurzen Gehängeseilen

.. oder höherer Geschwindigkeit. Was spräche denn dagegen, einen Seil-Teller-Lift mit 4 m/s zu fahren, wie einen Stangen-Teller auch? Ob das Gehänge nun eingekuppelt wird oder nicht, ist vom Standpunkt des Fahrers her egal, der Katapult-Start liegt ja beim Stangen-SL nicht am Einkuppeln, sondern am Ausfahren der Stange, und da wär's ja wurscht ob dieses "Verbindungsstück" nun Seil oder Stange ist ...
 
Das Problem liegt an der Gehängeumlenkung bei den normalen Liften.
Da sind durch die Fliehkräfte schon grenzen gesetzt.
Bei unserem abgreissenen Rossalm2 Schlepper hatten wir eine 3meter Scheibe und konnten Problemlos die vollen 3,5 meter Fahren.
Wenn ich unseren Scheiblberglift auf 3,5 meter laufen lassen fliegen dir die Gehänge mit sammt Bügel fast um die Ohren.
Und wenn ich unseren Rossalm1 mit 4 meter (im betrieb nicht zulässig) laufen lasse, dann besteht die gefahr einer Seilentgleisung durch Einfädelnde gehänge.
Wie das bei Stangenliften ist kann ich nicht sagen.
Aber ich denke meine Erlärung leuchtet ein.
 
Nachdem die alten Leitners alles Kurzbügler waren hätte man auch mit 6 m/sec fahren können soferne die Klemmen durch die Fliehkräfte nicht möglicherweise den Umlenkscheibenbordring nach oben verbogen hätten.

Beim Kalcheralmlift war die Geschwindigkeit nicht besonders hoch denn bei 1000 P/h fuhr der nur mit knapp 2,5 m/sec sondern die Förderleistung wurde über kurze Gehängeabstände erreicht.
 
Kann man die Probleme bei der Umlenkung nicht mit einer Führungsschiene oder so beheben?
 
Stellt sich einfach die Frage ob sich das Gehänge bei einer hohen Geschwindigkeit wirklich in die Führung einfädelt oder ob es irgendwo hängen bleibt ?
 
Sehr gefährlich ist es bei der Auslaufrollenbatterie, da dort durch das Pendeln die Gehänge an den Seilfängern sehr leicht Anschlagen und auch einen schönen Schaden anrichten können. Das haben wir schon durch eigene versuche festgestellt.

Das nächste Problem ist bei hohen Geschwindigkeiten um die Umlenk und Antriebsscheiben der Liftbügel, den es dann auch herausziehen kann.
Da lässt sich zwar im gehänge die Federspannung erhöhen, was aber auch wieder etliche Nachteile mit sich bringt.

Also umsonst sind die meisten Schlepper nicht auf max.3,5 zugelassen.
 
Ja 6 m / sec, aber nur mit einem Wahnsinns Bügelabstand, stellt euch mal vor, es fällt jemand ausm Lift, so schnell könnt ma den normal gar net abstellen. Vor allem an nicht einsehbaren Stellen... nee, ich denk mal, schnelle Lifte nur mit Tellergehängen. Da falln doch weniger Leut ausm Lift. Und das mit der Umlenkscheibe, am Bernadeinlift in Garmisch iss es scho fast an der Grenze, daß ma ohne Hilfe einsteigen kann. Und die Umlenscheibe iss eh schon ziemlich weit vom Einstieg entfernt. Mehr dürfte der Bürgel nimmer ummananda schaukeln... da könnt mas höchstens so machen, eine Startpiste mit ner Ampel, daß ma den Liftbügel quasi beim runterfahrn einholt. So in der Art wie ein Fließbandeinstieg. Daß es sowas noch net gibt...wär ne Erfindung wert. Oder es gibt sowas, und ich habs noch net gesehn...
 
... ist das mit dem "Entgleisen" der Grund, warum die Stangen-SL oft eine fliegende Bergstation haben? Weil die dann dynamisch mitgeht und so einen Teil der Fliehkräfte auffängt/abfedert?
 
Bei den Stangen Schleppern kenn ich mich überhaupt nicht aus.
Ich weiß nur, dass die fliegende Umlenkung bei einem Doppelmayr Typ0 Tellerlift von einem bekannten von mir in Inzell solch gewaltigen Probleme verursachte, dass er die Umlenkstation vor 2 Jahren auf eine feststehende Scheibe umrüsten ließ.
Er hatte dort Seilentgleisungen en masse.
Einen Scheibenüberschlag hatte er auch schon, und auch deswegen einen kapitalen Seilschaden.
 
ist das mit dem "Entgleisen" der Grund, warum die Stangen-SL oft eine fliegende Bergstation haben? Weil die dann dynamisch mitgeht und so einen Teil der Fliehkräfte auffängt/abfedert?
Denke eher dass die "Gummischläuche" hinter der Seilscheibe die Kräfte abfedern.
Die fliegenden Stationen wurden vermutlich eher aus Kostengründen gebaut.
Und wie Seilbahner schon erwähnt hat, wurden diese Bergstationen in den letzten Jahren oft durch eine fixe Station ersetzt.
 
Also diese ``fliegenden ``Umlenkscheiben hab ich nur bei Tellerliften in Erinnerung, einzige mir bekannte bei Doppelbügelliften war am alten Gatterllift in Fieberbrunn. Die hing da mitten in der Luft.
 
seilbahner schrieb:
Das nächste Problem ist bei hohen Geschwindigkeiten um die Umlenk und Antriebsscheiben der Liftbügel, den es dann auch herausziehen kann.
Da lässt sich zwar im Gehänge die Federspannung erhöhen, was aber auch wieder etliche Nachteile mit sich bringt.

Bei den Selbstanbüglern sicher und das auch weil diese zum Unterschied zu den alten Kurzbüglern keinen Führungsring mehr weiter unten an der Liftbügelstange haben.
Beim ehemaligen Kesselwandjochlift in Meran2000 mit DM - Selbstanbüglergehängen aber mit Marchisioklemmen ausgerüstet zog es bei den Niederhaltern (wegen der hohen Marchisioauflaufzungen) und beim Scheibenumlauf jeden Bügel etwas raus was zur Folge hatte das gegen Ende der Saison bei etlichen Gehängen das Bügelseil am Bügelkopf abgerissen war und sich die Bügel in der Talstation stapelten.
Allerdings ließ ihn Liftwart Paolo immer am oberen Ende der Geschwindigkeitsskala rennen; nachdem dies eigentlich mal ein Kombilift war hatte der nen ziemlichen Affenzahn drauf; bedingt durch die gelenkigen Auflaufzungen, welche bei der Niederhalterobadurchfahrt unter den größeren und relativ schweren Rollen seilschwingungsbedingt vom Seil abhoben sah so aus als würde ein Vogel am Seil flattern und das erzeugte Klimpergeräusch übertönte alle anderen Geräusche.....

Fliegende Stationen können die Gehängefliehkräfte sicher nicht abmildern und führen eher zu zusätzlichen Problemen wenn es aus irgendwelchen Gründen zu Seilschwingungen kommt.

Theoretisch wären Seitenführungsschienen im Umlenkscheibenbereich denkbar, einige alte Sesselbahnen hatten die bevor man zur Vertikalführung der Sessel den oberen Umlenkscheibenbordring verwendete bzw. die Innenseite der Klemmen so gestaltete das sie in Verbindung mit der Umlenkscheibenfütterungsform die vertikale Stabilisierung übernahmen.
Bei einem Selbstanbügler müßte man aber zwei Führungsschienen anbringen denn eine wäre für das Gehänge und die zweite für den Bügel vorzusehen um ne sichere Wirkung zu erzielen.
 
@Petz, weißt Du das Tempo des alten Liftes?
 
sehr interessant dieses Thema.
kann dazu nur sagen, dass man, wenn man Schlepplifte so auslastet wie auf dem Bild, die Kapazitaet um einiges nach oben schrauben koennte :wink:
 

Anhänge

  • Unbenannt.JPG
    Unbenannt.JPG
    99,3 KB · Aufrufe: 1.393
Zurück
Oben