• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Kapazitätsberechnung bei Seilbahnen

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
bei Umlaufbahnen immer die Gesamtförderleistung Berg und Tal, das müsste eigentlich jedem logischen Menschen auffallen, wenn er rechnen könnte:
Ich kann nicht rechnen :D , aber es wäre mir noch nie in den Sinn gekommen bei einer Umlaufbahn die Förderleistung aus Berg und Talfahrt zu berechnen.
Abgesehen davon ist die Förderleistung ein sehr wichtige Masseinheit. In der Schweiz ist es durchaus möglich, dass bei einem Neubau /Umbau wegen der Förderleistung Einsprache erhoben wird !
Ich nehme an, dass die Förderleistung auch juristisch definiert worden ist.

Hier ist auch noch eine Rechnung :D
Wie kann eine Pendelbahn mit zwei 125er Kabinen eine Förderleistung von 1200 pers/h haben ???
 
^^
Entweder Du musst es mir vorrechnen oder Du hast auf-/ abgerundet :D
Ich kann beim besten Willen nicht exakt 1200 pers/h erreichen.
 
Es freut mich, dass ich in meiner "Dummheit" nicht ganz allein dastehe. Ich gebe ja zu, bei meinen Zweifeln an Petzi vergessen zu haben, dass man auch 900 Pers. talwärts transportieren kann pro Stunde (alte Schattberg-PB), daraus jedoch einen kapazitätsmäßigen Vorteil von PBs gegenüber der gemeinen EUB ableiten zu wollen bzw. die Hersteller des kollektiven Betrugs im hundertfachen Fall (oder wie viel ihr wollt) überführen zu wollen halte ich für eine reichlich perfide Argumentation.
 
TPD schrieb:
^^
Entweder Du musst es mir vorrechnen oder Du hast auf-/ abgerundet :D
Ich kann beim besten Willen nicht exakt 1200 pers/h erreichen.
^^Je nach dem wie Lang wie Leute zum Aussteigen haben! :wink:
 
Es war so: Petzi sagt: Kap Schattberg-PB = 1800. Ich: Glaube ich nicht. Nach seiner Berechnung, mit Berg- und Talbeförderung geht es sich aus. Da ich an Talbeförderung nicht gedacht hatte (warum nur???), saß ich auf der Leitung.
 
@Marius
Alles Klar :wink:


@MM
^^Je nach dem wie Lang wie Leute zum Aussteigen haben!
Stimmt.
Aber trotzdem kann man nicht exakt 1200 pers/h mit zwei 125er Kabinen erreichen. Oder mache ich da einen Überlegungsfehler :?
 
Doch rein rechnerisch geht es genau 1200p/h zu schaffen! Nur wenn man das dann in der Praxin anscahut steht die Gondeln nach dem ablaufen der Stunde irgend wo auf der Strecke.
Bei den EUB übrigens auch.
Das ist dass was k2k vorher gemeint hat mit dem Schönheisfehler.
 
^^
Das ist wieder einmal ein schönes Beispiel wo Theorie und Praxis nicht übereinstimmt :lach:
 
ein weiteres beispiel: Obertauern Doppelsesselbahnen
Gamsleiten 1, Hundskogel haben eine beförderungsleistung von 1440
Der Sonnenlift 1 hat 1441!!! wie geht das bei einer DSB
 
Ist doch alles ganz einfach. Man darf nur zwei Sachen nicht vergessen:
- Bei einer Umlaufbahn hat die erreichbare Kapazität prinzipiell nichts mit der Streckenlänge zu tun - bei einer PB dagegen sehr.
- Sämtliche angegebenen Förderleistungen sind immer pro Stunde in eine Richtung. Anderes würde keinen Sinn machen - die Förderleistung ist in jede Richtung immer gleich, unabhängig vom Bahntyp.

Die Rechnung funktioniert natürlich auch.
Beispiel: Leitner 6KSB Möserbahn, Fellhorn. (Ausführliche techn. Daten im Web)
Geg.: v = 5 m/s
s = 936 m (schräge Bahnlänge)
#Fahrbetriebsmittel = 56

Zunächst die Fahrtdauer:

t = s : v = 936 m : (5 m/s) = 187,2 s. Steht so auch auf der HP.

Daraus läßt sich die ungefähre Sesselfolge berechnen. Leider nur ungefähr, da sich ja immer ein paar Sessel in der Station befinden.

Sesselfolge = Fahrtdauer : (~ 0.5 * #Fahrbetriebsmittel) = 187,2 s : 28 = 6,69 s. In Wirklichkeit wegen obiger Ungenauigkeit: 7,2 s. (Dieser Wert steht auf der HP. Wollte nur zeigen, daß man mit ein wenig rechnen auch eine gute Näherung bekommen kann.)

Damit ist die Förderleistung natürlich ein Kinderspiel:

Förderleistung = (60 : 7,2s) * 60 * 6 = 3000 p/h
q.e.d. :D
 
^^ Da merkt man die soliden mathematischen Grundlagenkenntnisse - wie wärs mit nem Induktionsbeweis?:D
 
Die Förderleistung bidirektional zu berechenen wäre ein asoluter Unfug, da es immer eine stärker frequentierte richtung gibt. Auch wenn die Bahn für eine reguläre Talbeförderung ausgelegt ist, so bringt das nur was wenn man die Tendenzen berücksichtigt (Morgens: Auf Abends:Ab)

Die tatsächliche FL lässt sich wie in den vorangegangenen Beispielen ziemlich einfach mit einer "Milchmädchenrechnung" feststellen und es werden sich die gängigen Werte bestätigen.

Die fördertechnische Grundauslegung hingegen läuft nach der selben richtlinie wie jene die bei der fördertechnischen Auslegung für Aufzüge und Fahrtreppen angewandt wird. Hierbei wird sogar noch etwas pessimistischer vorgegangen weil man mit keinem 100% Füllungsgrad rechnet. - Was auch in der Realität zutrifft. In den seltetnsten Fällen erreicht man 5min durchgängig voll besetzte Kabinen.
 
Ja stimmt! Man unterscheidet:
-Absolute Förderleistung 100%
-Effektive Förderleistung 1...99%
 
Meier Michael schrieb:
OK jetzt stimmts. Hier nochmals ein Beispeil damits etwas neuer ist eine Garaventa Bahn.

Bahn: 6EUB Alpe Fracch-Confin Basso San Bernardino /CH
Baujahr: 1993
Länge: 1165m
Kabinen: 57 Stück a 6 Personen
Fahrzeit: 3.95Min
Förderleistung: 2000p/h

1165m*2=2330m
2330m/57=40.80m
40.80m/5m/s=8.1sek
1h=60min=3600sek
3600/8.1=444.444
444.444*6=2666.666P/h und Richtung.

Sind sogar mehr! :roll:
Man kann ja noch rechnen oder?

Nen kleinen Fehler hat deine Rechnerei bei Umlaufbahnen. Deshalb kommst du auch auf höhere theoretische Förderleistungen als die angegebenen: Du rechnest Längex2 / Anzahl Fahrbetriebsmittel als Abstand der Fahrbetriebsmittel. In den Stationen hängen die Fahrbetriebsmittel ja dichter aufgrund der geringeren Fördergeschwindigkeit. Auf der Strecke befinden sich somit weniger Fahrbetriebsmittel. Ich würde 4-8 Fahrbetriebsmittel abziehen (als in den Stationen beschäftigt) und dann deine Rechnung anwenden. Dann kommst wohl ziemlich genau hin.
 
Anonymous schrieb:
glaubs Du wirklich dass alle 9,2 Sekunden eine Bahn die Stationsausfahrt sieht? das heisst auch ca. 10 Sekunden zum einsteigen sonst bleibens nicht 12 Kabinen in den Stationen wow das ist was für eine alte Omi! Also 18 Sekunden Einsteigezeit hät ich dir geglaubt und dann noch Beschleunigung; Verzögerung, dann haben wir gleich die doppelte Zeit! Und die halbe Förderleistung! Glaubs mir Michi das ist seit 20 Jahren mein Job und ich nenne Dir gerne Vertreter von Leitner, Doppelmayr usw. die meine Ausführungen bestätigen. Oder warum glaubst Du dass der Porsche Konzern als Haupteigentümer der Schmittenhöhebahn immer noch auf die Pendelbahn setzt und man sich über die entschuldige bitte "dummen" Saalbacher Nachbarn zu Tode lacht - man hat bereits mit Areitbahn und Zeller Stadtbahn genug Arbeit, auch wenn die nur im Winter laufen.

Grüsse

Petzi

Also gerade in Österriech sind 10 sec Fahrbetriebsmitelabstand bei EUB weit verbreitet. Ich stopp das hobbymäßig immer aus Langeweile mit der Uhr. Das heißt, einige 6EUB machen in Österriech locker 2000p/h pro Richtung.
 
Ich hab da so ne Faustregel mit der man in etwa die kapatität einer EUB abschätzen kann. Man nimmt die Anzahl Passagiere pro Gondel und Rechnet die durch 2. Also bei 4EUB ist die Kapatizät praktisch gleich hoch wie bei einer 2SB. Bei einer 8EUB gleich wie bei einer 4SB, Immer fix. :wink: Geht recht gut.
4EUB = 1000p/h - 1200p/h
DSB =1000p/h - 1200p/h
Die Kapazität wird kleiner je älter Das Baujahr ist. Sowohl bei der DSB als auch der 4EUB.

Müsste so immer Recht gut Stimmen. :roll:
 
Komisch: Ich les immer wieder, dass Leute glauben, ne KSB hätte ne höhrere Förderleistung als ne SB. Völliger Quatsch!!
Die Sesselfolgezeit (und nur auf die kommt es an!) ist bei ner KSB 6-8 sec (in Ausnahmefällen - komischerweise gerade bei recht alten KSB auch mal 5 sec.) Die Sesselfolgezeit bei ner SB ist meist 5-6 sec. Wie bitte schön soll die KSB mehr Leute hochschaufeln?
Die SB verkürzt sogar die Warteschlangen im Vergleich zur KSB!! Wie das? Ganz einfach: Die SB hat auf Grund der geringeren Fahrgeschwindigkeit einen geringeren Sesselabstand und somit logischerweise mehr Sessel. Damit sind mehr Skifahrer in den Sesseln "gebunden". Diese Skifahrer können ned gleichzeitig in der Schlange stehen. *g* Auf der Piste ist die gleiche Zahl Skiläufer, da die SB im gleichen Abstan nen Sessel ober ablädt (bei gleicher Sesselfolgezeit wie die KSB).
Deshalb ist es gerade bei kurzen Bahnen Quatsch ne KSB hinzustellen. Höhere Kosten und längere Schlange. Ne sinnvolle Grenze liegt m.E. bei etwa 700m Bahnlänge.
Höhere Kaps. bei KSB ergeben sich möglicherweise höchstens bei Double Embarquement. Aber da kenn ich die bestimmungen ned so genau und weiß ned wie weit man die Sesselfolgezeit runterschrauben kann.
 
Zurück
Oben