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Kapazitätsberechnung bei Seilbahnen

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
@Ram: Ich glaub trincerone hat das etwas anders gemeint! Während der Fahrt ist es den Leuten in einem 4er ziemlich egal, ob der Abstand zum nächsten Sessel 15 oder 30 Meter ist. Und für's Einsteigen gibt's ja Lösungen - siehe Double Embarquement oder man erfindet was ganz anderes. Rein technisch dürfte ein 4er also auch locker auf 3500 p/h aufgebohrt werden können. Bleibt also nur die Frage, was das ganze dann sicherheitstechnisch bedeutet und ob sowas jemals genehmigt wird.
 
Irgendwann merken das aber auch Leihen, wenn der Einstieg nicht reibungslos läuft.

Das Sicherheitstechnische ist das wichtigste. Und das ist doch das Maß der Dinge.
 
Also ein normaler Einstieg ist bei einer 2.880er 4KSB schon verdammt schnell - kaum ist jemand durch und die schranke zu, schon geht sie wieder auf.

So eine Bahn gibt's ja am Hochzeiger in Jerzens.

Wenn man sich überlegt, bei einer 8KSB, wäre der Einstieg genauso schnell, wären das 5.760 p/h !! Und davon sind wir ja noch weit entfernt (dzt. 4.000 p/h maximum) ...

Andererseits könnte man mittels Double-Embarquement eine 2.880er 4KSB theoretisch auf's doppelte "aufbohren". Braucht dann aber auch 2 Ausstiege, weil sonst stapeln sich die Leute oben :)
 
hm also ich hatte mit 2880 noch nie Probleme, ausser halt die Kinder, welche sich an den Einstiegsschranken einklemmen :twisted:
 
@Admin: Bei solchen Raketen ist wenigstens der Begriff "Sportbahn" gerechtfertigt :D

Interessant: die "größte" 8KSB hat momentan genau die gleiche Förderleistung wie die größte 6KSB (4000 p/h, die 6KSB allerdings mit Double Embarquement).
 
In Frankreich steht noch ein 8ter der im Endausbau 4800 p/h haben kann.
 
trincerone schrieb:
So funktioniert auch Double Embarquement: der Sesselabstand bleibt gleich, aber man gibt den Leuten mehr Zeit zum Einsteigen und erhofft sich dadurch die effektive Förderleistung dichter an die theoretisch mögliche zu bringen. Im Endeffekt ist natürlich nicht der Doppeleinstieg, sonder die längere Verweildauer der Sessel inder Station für das Mehr an Einstiegszeit verantwortlich, aber mit dem Doubleembarquement wird's genutzt).
das gibts jetz aber nicht ganz...
der sesselabstand ist bei double embarquement (auf der strecke) viel geringer. in der station ist der abstand zwar gleich wie bei jeder normalen 6KSB, nur dass er ja doppelt ist. im endeffekt hat manauch nicht wesentlich mehr zeit zum einsteigen sonst könnte man nie 4000 pers./h erreichen :!:
 
Beim" double embarquement" werden aber zwei Sessel gleichzeitig befüllt.
 
Hat die 8 KSB Tommeuses in Tignes jetzt 4000 p/h oder 4500 p/h?

Der Sesselabstand beim Double embarquement ist sicherlich geringer und man hat auch tatsächlich mehr Zeit zum Einsteigen als bei einer 2880er-4 KSB.
 
Tommeuses hat 3600 p/h (Endausbau: 4700 p/h)
 
Ja mein Fehler, klar ist der Sesselabstand geringer, genau so wird ja die Erhöhung erreicht. Sorry.

Im Ding ist das genau das, was ich meinte, nur auf die Spitze getrieben. Einsteigen können die Leute so langsam wie sie nur wollen. Das ist ne Frage der Anzahl Sessel in der Station und der Organisation des Einstiegs (z.B. Boppeleinstieg oder von mir aus auch Triple um es auf die Spitze zu treiben). Das würde den Einstiegskomfort nicht verschlechtern und die Kapazität enorm erhöhen. Sicherheitsbedenken sehe ich keine: wie dicht die Sessel auf Strecke hängen kann dem Benutzer erstmal egal sein, wenn ein und Ausstieg anständig organisiert sind (Zeit und PLatz). Statisch und dynamisch (als ingeneur-technisch), hast bei einem 4er mit doppelter Sesseldichte faktisch das gleiche Gewicht am Seil, wie bei einem normalen 8er. Das Gewicht ist sogar besser (gleichmäßiger verteilt) und die Spur muss nicht so breit sein. Find ich soweit alles unbedenklich bzw. sogar vorteilhast.

Das Ding ist, dass ich kapazitätstechnisch einen Gedankenfehler gemacht hab: im Vierersessel kommt es zwar viel öfter vor, dass nur ein Platz nicht belegt ist als im 8er (d.h. 3 Leute im 4er gibt's häufiger als 7 Leute im 8er). ABER: ihr habt natürlich völlig recht, dass man das natürlich reltiv betrachten muss, und da kann man schon sagen, dass vielleicht 3 imd 4er gleich häufig ist wie 6 im 8er, aber schon 2 im Vierer gibt es viel öfter als nur 4 im 8er (sprich halbvolle 4er Sessel gibt's mehr als halbvolle 8er Sessel). Insonfern wir der 8er dann doch besser ausgenutzt als der 4er, ich hab mich von der Tatsache, dass im 8er oft mehr Plätze frei sind, jedoch im Verhältnis trotzdem prozentual mehr belegt ist als im 4er aufs Kreuz legen lassen.

:oops:
 
naja, 2 leute im vierer... wiederrum eine frage der organisation.
wenn ich das beispiel obertauern erwähnen darf:
bei hoher frequentierung kommen 2 im 4er so gut wie nie vor. grund: einzelfahrer überholspur. man glaubt gar nicht wie viel sich das bringt. dadurch sitzen sowieso immer mindestens 3 im 4er, meistens 4. ich wäre dafür, dass man einzelfahrer überholspuren nicht nur auf einer seite, sondern auf beiden seiten des zuganges macht.
 
Hab noch eine meiner Meinung nach interessante Frage zur Kapazitätsberechnung:

Wie kommt man zum Beispiel bei einer 6KSB auf eine maximale Förderleistung von 2357 Personen pro Stunde (war nur ein Beispiel; Jägeralp Express Schröcken, Daten aus dem DM International 2004; Seite 75)

:kapierichnicht:

Und das ist bei weitem nicht die einzige Bahn, die eine "komische" Förderleistung hat. Kann mir das jemand erklären - wird da vielleicht mit einer Durchschnitsbesetzung der Sessel gerechnet?? :gruebel:
 
Der Sesselabstand ist bei 2357 pers/h :

9,16 s - 45,82 m

das Teile ich mal durch die Schrägelänge:
komme ich auf 31.99 -> 32 Fahrzeuge je Seite
MAcht gesammt 64 Fahrzeuge. 3 noch im Tal, 3 Berg macht:

Sesselanzahl und weitere Daten: 8)
http://www.seilbahntechnik.net/lifte/512/daten.htm


Wärend ein 2400 pers/h Lift:

9 s - 45 m

32,57 Sessel je Seite macht 66 gesamt. wieder nehmen wir 3 Tal, 3 Berg an. Das macht dann 72 Fahrzeuge gerundet.
^^ und damit ist die Förderleistung auch etwas höher als 2400.


Wenn ich mich nicht verrechnet hab. :)
 
Danke für die ausführliche und vor allem verständliche Erklärung!! :dankeschoen:

Das heißt also, eine Sesselbahn mit Nenn-Förderleistung von 2400 p/h hat in Wirklichkeit auch ein wenig mehr Kapazität als diese 2400??
 
Das kan nsein muß aber nicht.

Es kommt halt auf den Abstand der Fahrzeuge an.
Und auf manchen Strecken kommt halt von der Bahnlänge eine bestimmte Sesselanzahl vielleicht nicht hin.

Du kannst ja nicht halbe Personen oder Sessel ans Seil hängen.
Daher rundet man.

So gibt es Lifte mit 2401 Personen oder auch nur mit 2357 Personen.


Das Beispiel was ich gerechnet habe bezieht sich auf die Bahn in Warth.
Bei der Bahn wäre es also mehr Förderleistung als 2400.
 
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