Alpi
Nebelhorn (2224m)
Streit um Skigebiet spaltet Gemeindevertretung
Mit einem Eklat hat am Montag die Gemeindevertretungs-Sitzung in Kaprun (Pinzgau) geendet: Alle ÖVP-Mandatare haben die Gemeindestube verlassen. Anlass war der Streit um die Zukunft des Skigebiets Maiskogel.
Ausgliedern in eigene Gesellschaft?
Es geht darum, ob das Skigebiet aus der Kapruner Gletscherbahnen AG in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden soll oder nicht: Die ÖVP und die Gletscherbahnen sind dafür, die SPÖ mit Bürgermeister Norbert Karlsböck ist dagegen.
Die Gletscherbahnen haben das Skigebiet Maiskogel 1990 übernommen - jetzt wollen sie es wieder loshaben. Für den Bürgermeister kommt das aber nicht in Frage.
Gletscherbahnen sollen "Vision vorantreiben"
"Der Maiskogel ist als Skigebiet eine wunderbare Ergänzung zum Kitzsteinhorn", sagt Karlsböck, "Als Vision die Verbindung beider Skigebiete - und diese Vision und die Weiterentwicklung beider Skigebiete ist für uns Kernaufgabe. Und die soll die Gletscherbahnen AG weiter vorantreiben."
Entscheidung auf Hauptversammlung?
Durch das Verhalten der ÖVP-Mandatare sei nun eine Entscheidung der Gemeinde verhindert worden, ergänzt der Bürgermeister. Doch er sei zuversichtlich, dass doch eine Lösung zustande komme.
Denn am Donnerstag ist Aktionärs-Hauptversammlung der Gletscherbahnen Kaprun AG. Die Gemeinde Kaprun ist ein Großaktionär der Gletscherbahnen.
von orf.at