• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Kartellbusse für Doppelmayr

Pilatus

Disteghil Sar (7885m)
Registriert
30. Nov. 2005
Beiträge
7.960
Reaktionspunkte
702
Kartellbusse für Doppelmayr

Wien. – Der Oberste Gerichtshof in
Österreich hat eine Kartellbusse gegen
fünf Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller
in Höhe von insgesamt 75,4 Mio.
Euro bestätigt. Die Bussen sind damit
rechtskräftig. Das Oberlandesgericht
Wien als Kartellgericht hatte im Dezember
2007 die Unternehmen Otis
GmbH (18,2 Mio. Euro), Kone AG
(22,5 Mio. Euro), Schindler Aufzüge
und Fahrtreppen GmbH (25 Mio.
Euro) und Haushahn Aufzüge GmbH
(6 Mio. Euro) sowie die Wolfurter Firma
Doppelmayr Aufzüge AG mit 3,7
Mio. Euro.wegen Absprachen über die
Aufteilung von Projekten, Preise und
weitere sensible Marktinformationen
verknurrt. Die Absprachen betrafen
Einbau,Wartung und Modernisierung
von Aufzügen und Fahrtreppen. Das
Verfahren war im September 2005
vom deutschen ThyssenKrupp-Konzern
in Gang gebracht worden, der dafür
Straffreiheit erhielt.
Schon im Februar 2007 waren
Schindler, ThyssenKrupp, Otis, Kone
und die Mitsubishi Elevator Europe
BV von der EU-Kommission wegen
ähnlicher Absprachen mit total 992,3
Mio. Euro gebüsst worden. Schindler
sollte umgerechnet 234 Mio. Franken
übernehmen, hat das Verdikt aber angefochten.
Ein Entscheid in diesem
Fall wird nicht vor 2009 erwartet. (ap)

Quelle: http://www.bmf-ag.ch/media/wirtschaft_regional_151108.pdf
 
Das betrifft aber nicht den Seilbahnhersteller Doppelmayr. Der hat seinen Lift- und Rolltreppenbereich schon vor einiger Zeit an Schindler verkauft.
 
GMD schrieb:
Das betrifft aber nicht den Seilbahnhersteller Doppelmayr. Der hat seinen Lift- und Rolltreppenbereich schon vor einiger Zeit an Schindler verkauft.

Aber man produziert immernoch unter dem Namen Doppelmayr in Wolfuhrt? Fände ich ja ziemlich komisch. Denn in einem Fall wie diesem kann das ja sehr imageschädigend wirken, ohne das die bekannte Firma Doppelmayr etwas damit zu tun hat...

Edit: www.doppelmayr-aufzuege.at Also wenn die Firma nichtsmehr mit dem Seilbahndoppelmayr zu tun hat, dann weiss ich auch nicht mehr. Das Logo ist wohl Beweis genug ;D
 
Buße mit doppel "S" anstatt mit "ß" zu schreiben tut aber weh....
 
piotre22 schrieb:
Buße mit doppel "S" anstatt mit "ß" zu schreiben tut aber weh....

Für den Klugscheisser :roll: : In der Schweiz (und natürlich Lichtenstein :wink: ) wird kein Eszett verwendet. Seit den 1930er Jahren wird dieses Zeichen in den Schulen nicht mehr gelernt und 2006 wurde es im amtlichen Schriftverkehr offiziell abgeschafft. Natürlich kann jeder Schweizer das Eszett trotzdem lesen da es in zahlreichen Printmedien vorkommt - das Eszett ist im Volksmund als "Doppel-S" (entsprechend seiner "Übersetzung" -> "ss") bekannt.
 
Doppelmayraufzüge ist komplett getrennt von Doppelmayr Seilbahnen, und gehört soweit ich weiss komplett zum schweizer Unternehmen Schindleraufzüge (bin mir aber nicht 1005tig sicher).

Mit dem Bußgeld ist Doppelmayr Aufzüge betroffen.
 
Pilatus schrieb:
piotre22 schrieb:
Buße mit doppel "S" anstatt mit "ß" zu schreiben tut aber weh....

Für den Klugscheisser :roll: : In der Schweiz (und natürlich Lichtenstein :wink: ) wird kein Eszett verwendet. Seit den 1930er Jahren wird dieses Zeichen in den Schulen nicht mehr gelernt und 2006 wurde es im amtlichen Schriftverkehr offiziell abgeschafft. Natürlich kann jeder Schweizer das Eszett trotzdem lesen da es in zahlreichen Printmedien vorkommt - das Eszett ist im Volksmund als "Doppel-S" (entsprechend seiner "Übersetzung" -> "ss") bekannt.

Ok, das wusste ich so nicht...Busse sind für mich die Dinger die mindestens 4 Räder haben und Personen von A nach B transportieren, oder die Busse in einem PC
Bei uns ist es halt so, wenn der Vokal vor dem ss/ß lang ausgesprochen wird, kommt das "ß" und wenn er kurz gesprochen wird "ss"
 
Ja, DM-Aufzüge wurde 2003 vollständig von Schindler übernommen.

Aber man produziert immernoch unter dem Namen Doppelmayr in Wolfuhrt? Fände ich ja ziemlich komisch. Denn in einem Fall wie diesem kann das ja sehr imageschädigend wirken, ohne das die bekannte Firma Doppelmayr etwas damit zu tun hat...
War ja bei Von Roll auch nicht anders.
 
Naja, ich glaube es wurden mehr oder weniger nur noch die Anlagen mit Von Roll angeschrieben, deren Aufträge von unter Von Roll geholt wurden?! Und 2003-2008 ist doch eine ganz schöne Zeit - ich dachte diese Markenzeichen seien geschützt. Wie kann also eine fremde Firma einfach dieses Logo so lange behalten?! Unkontrollierbare Imageschädigungen sind ja schon fast unvermeidbar.
 
Es ist sicher klar dass Schindler die DM-Aufzüge nicht wegen dem Know-How gekauft hat. Sondern die wollten einen Konkurrenten ausschalten bzw. verhindern dass ein anderer Konkurrent den Betrieb kauft.

Darum gibt es folgende Möglichkeiten:

- Schindler wollte den Betrieb vollständig im eigenen Unternehmen integrieren. Doch irgendwie hatte das Kartellamt etwas dagegen und nun wird er halt als eigenständige Tochter-Firma weiter geführt.
Da eine Umbenennung des Unternehmens sicher den Verkaufspreis gedrückt hätte, musste wohl oder übel auch der Name verkauft werden.
- Schindler hat es wirklich nur auf den Namen abgesehen, da DM-Aufzüge in Tirol und Voralberg einen guten Ruf hat. Damit der Deal zustande kam (Schindler hat das beste Kaufangebot eingereicht) musste DM halt auch den Namen inklusive Logo verkaufen.

Dass durch den Verkauf des Namens ein Imageproblem entstehen könnte ist klar. Doch dieses Risiko ist gegenseitig ! Angenommen DM baut einen Mist, dann hat auch Schindler indirekt ein Problem.
Nun eine Kartellbusse oder irgend eine Steuergeschichte hat wohl keine grossen Auswirkungen auf das Image. Schlimmer wäre ein Unfall wegen eines Konstruktionsfehlers. Aber so was kann sich wohl weder Schindler noch DM erlauben. Von dem her war es sicher besser DM-Aufzüge an Schindler zu verkaufen anstatt an einen unbekannten Chinesen, der in Europa Fuss fassen wollte.
 
Zurück
Oben