Der Orf berichtet:
Skigebiet diese Saison erst vier Tage in Betrieb
Für das beliebte und stadtnahe Familienskigebiet Gaißau-Hintersee (Flachgau) entwickelt sich der schneearme Winter zu einer finanziellen Katastrophe. Wegen Schneemangels konnte erst an vier Tagen in dieser Saison aufgesperrt werden.
Zu wenig Schnee, um zu präparieren
Schön langsam macht sich im Skigebiet der Spielbergalm in Krispl-Gaißbau mit der Skischaukel nach Hintersee Verzweiflung breit. Erst an vier Tagen war ein Teil der insgesamt neun Sesselbahnen und Schlepplifte in Betrieb.
Zurzeit liegen zwar einige Zentimeter des kostenbaren Weiß auf den Almböden und Pisten, doch die Menge reicht nicht aus, um für den Pistenbetrieb präparieren zu können. Schneekanonen gibt es in dem Gebiet nicht.
Hoffnung auf Neuschnee am Wochenende
"Der Sturm hat letztes Wochenende auf den Kanten und am Gipfel oben leider den ganzen Schnee verblasen. Momentan haben wir noch keinen Liftbetrieb", sagt Betriebsleiter Martin Wallmann, "Und ich hoffe doch, dass kommendes Wochenende Neuschnee kommt - 30 bis 40 Zentimeter, damit wir zumindest einmal präparieren können."
Diese Neuschneemenge ist notwendig, um in der kommenden Semesterferienwoche der Wiener und Niederösterreicher aufsperren zu können.
Umsatzeinbuße von einer Million Euro
Die Saisonkräfte der Seilbahnen wurden bisher nicht eingestellt, das Stammpersonal ist entweder auf Urlaub oder mit Aufräumarbeiten nach dem jüngsten Sturm beschäftigt, ergänzt Wallmann.
Er stellt sich auch grundsätzlichere Fragen: "Wenn das jetzt wirklich zur Gewohnheit wird, dass man in den Weihnachtsferien ohne Kunstschnee auf keinen Fall Liftbetrieb hat, dann wird's für Gaißau-Hintersee in Zukunft sicher fraglich werden, ob's nicht doch einmal zum Zusperren wird."
Im Vergleich zur vergangenen Wintersaison hat die Liftgesellschaft bisher rund eine Million Euro an Umsatz eingebüßt.
Notbetrieb bei Hüttenwirten
Auch für die Hüttenwirte im Skigebiet ist die Sitation alles andere als einfach: "Wir machen für die Wanderer und Tourengeher, die jetzt unterwegs sind, auf. Man versucht's halt und hofft, dass das nicht der einzige Winter ist. Ein Jahr wird's hoffentlich gehen", sagt Josef Ziller von der Spielbergalm-Hütte.
Den Umsatzverlust beziffert Hüttenwirt Josef Ziller von der Spielbergalm mit Hunderttausend Euro. Die Lechner-Hütte hat noch nicht aufgesperrt. Die zu Saisonbeginn engagierten Saisonkräfte mussten die Wirtsleute wieder nach Hause schicken.