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Kitzbühel fordert Liftbau auf Bichlalm
Zu wenig Einfluss auf die Entscheidungen der Bergbahn AG Kitzbühel beklagen Kitzbühels Stadtväter. Der Vorstand beruft sich auf das Aktienrecht.
"Die Stadtgemeinde Kitzbühel ist Hauptaktionär. Sie hat bei der Bergbahn AG aber offensichtlich am wenigsten, der Vorstand dafür am meisten zu sagen." Reinhard Wohlfahrtsstätter, SP-Gemeinderat und Mitglied des Aufsichtsrates der Bergbahn AG Kitzbühel, war bei der jüngsten Gemeinderatssitzung empört. "Bei wichtigen Entscheidungen wird über uns drübergefahren."
Als bezeichnendes Beispiel für seinen Vorwurf nannte Wohlfahrtsstätter die Verzögerungen hinsichtlich des Liftneubaues auf die Bichlalm, der vom Gemeinderat zur Erhaltung des Naherholungsgebiets einstimmig gewünscht wird.
Projekt verzögert
"Seit dem Grundsatzbeschluss hat der Bergbahn-Vorstand die Stadtgemeinde nur mit fadenscheinigen Projekten vertröstet", behauptete Wohlfahrtsstätter.
"Stimmt nicht", heißt es seitens der Bergbahn, ein Konzept sei in Arbeit. Man halte sich bei Entscheidungen außerdem korrekt an das Aktienrecht. "Kein Aktionär, und das betrifft auch den Hauptaktionär, darf demnach bevorzugt werden", weist Bergbahn-Vorstand Georg Hechenberger die Vorwürfe zurück.
Um künftig mehr Druck auf die Bergbahn AG ausüben zu können, einigten sich die Mandatare deshalb auf mehr Koordination.
Mehr Druck
Die im Aufsichtsrat sitzenden Gemeinderäte werden vor ihren Zusammenkünften deshalb die Anliegen der Stadt mit Bürgermeister Klaus Winkler abstimmen und ihm über die Vorgänge berichten. Denn der Kitzbüheler Bürgermeister ist ebenso wie sein Jochberger Amtskollege im Aufsichtsrat nicht vertreten.
Ob diese Maßnahmen den Liftbau auf die Bichlalm beschleunigen können, ist offen. Wie Bachler-Schwiegersohn Walter Hopfner bestätigt, haben die Erben von Andrä Bachler Klage gegen die Bergbahn AG eingebracht. "Ich bin sicher, dass wir vor Gericht gewinnen, aber das Vorhaben kann um Jahre verzögert werden. Und dann ist der Bichlalmlift vergessen."
Kitzbühel: Bichlalm Stück für Stück im Abseits
Die Bergbahn AG wolle eine Straße errichten, behauptet nun die Familie Bachler.
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Susi Bachler und Walter Hopfner zeigen fassungslos die alten Liftbügel.
Bild: Fusser
"Wenn die Familie Bachler/Hopfner den Rechtsstreit gegen die Bergbahn AG Kitzbühel nicht gewinnt, sehe ich schwarz für den Bichlalmlift." Angesichts der jüngsten Aktionärsvollversammlung treibt es dem Kitzbüheler Bürgermeister Klaus Winkler die Zornesröte ins Gesicht: "Der Vorstand hat erstmals klipp und klar gesagt, dass ein Liftbau für ihn nicht in Frage kommt."
Seit der Betrieb des alten Einser-Sessellifts, Jahrgang 1958, wegen einer ausgelaufenen Konzession im Vorjahr eingestellt wurde, ist es ruhig geworden im einstigen Vorzeige-Wanderparadies Bichlalm. Die Erben des Liftpioniers Andrä Bachler und die Stadtgemeinde Kitzbühel kämpfen deshalb für einen neuen Lift - bisher vergebens.
Antrag abgelehnt
Alle Bemühungen der Stadtgemeinde - sie hält immerhin 49,8 Prozent der Aktien - das Vorhaben voranzutreiben, scheiterten. "Unsere Forderungen als Hauptaktionär werden vom Vorstand und Aufsichtsrat schlichtweg ignoriert", macht Winkler seinem Ärger Luft. Zumal sein Antrag um Aufnahme des Vorhabens in das Investitionsprogramm 2007 von Aufsichtsratsvorsitzendem Horst Wendling abgeschmettert worden sei.
Susi Bachler, eine der Erben von Andrä Bachler, will die Einhaltung des Kaufvertrages, der 1972 zwischen ihrem Vater und der BergbahnAG abgeschlossen worden ist, vor Gericht erkämpfen: In dem Schriftstück verpflichtete sich das Unternehmen, die dauerhafte Versorgung der Betriebe auf der Bichlalm mit einer maschinellen Aufstiegshilfe zu gewährleisten.
Vorschlag Shuttledienst
Für Ärger unter den Bachler-Erben sorgt nun die von der BergbahnAG angebotene Vergleichslösung, die den Bau einer Straße auf die Bichlalm und die Einrichtung eines Shuttledienstes vorsieht. "Das lehnen wir auf jeden Fall ab", sind Susi Bachler und ihr Schwager Walter Hopfner fassungslos.
Wenig aufschlussreich ist die Erklärung von Aufsichtsratsvorsitzendem Horst Wendling gegenüber der TT: Der Aufsichtsrat habe sich einstimmig für die Erschließung der Bichlalm ausgesprochen. Ob in Form einer Gondelbahn oder Straße sei aber offen.
Der Vorstand der Bergbahn AG Kitzbühel will die Argumente und Vorwürfe übrigens weder bestätigen noch zurückweisen. Georg Hechenberger: "Wir befinden uns in einem schwebenden Verfahren. Und in einem solchen ist es nicht üblich, öffentlich Stellungnahmen abzugeben." Wenngleich ihn der öffentliche Vorstoß verwundere. "Uns wurde versichert, dass man unsere Vorschläge überdenken will."
Bichlalm
Taxi-Shuttle vom und zum Wandergebiet Bichlalm
Am Samstag den 8. Juli 2006 startet die Bergbahn AG Kitzbühel einen Taxi-Shuttleservice vom und zum Wandergebiet Bichlalm:
Täglich um 16:00 und um 18:00 Uhr ist Abfahrt beim Gasthof Oberaigen zur Talstation der Hornbahn. Für alle Gäste mit einem gültigen Ticket der Bergbahn AG Kitzbühel ist dieser Shuttle-Dienst kostenlos, für alle anderen beträgt der Kostenbeitrag € 4,--.
Vormittags um 10:00 Uhr startet das Bichlalm-Taxi beim Buswendeplatz am Klosterfeldparkplatz (nähe Hahnenkammbahn) zum Gasthof Oberaigen; die Kosten dafür betragen ebenfalls € 4,--.
Der Berggasthof Bichlalm ist täglich geöffnet. Die Wirtsleute Kumpitsch freuen sich auf Ihren Besuch! Kühlende Erfrischung bietet auch in diesem Jahr das Kneippbecken auf der Bichlalm. Selbstverständlich empfiehlt sich auch eine Einkehr im Traditionsgasthof Oberaigen.
Die Wanderklassiker „Horn-Bichlalm“ oder „Bichlalm-Wildpark“ sind somit wieder leichter zu bewältigen. (Betriebzeit Hornbahnen: täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr). Der Shuttleservice zur Bichlalm wird vorerst bis Ende August in Betrieb sein.
Kein Lift mehr auf Kitzbühler Bichlalm: Wanderer bleiben aus
"Unsere Südberge werden sich ohne Lift zu Tode beruhigen", warnen die Hüttenwirte vom Kitzbüheler Horn über die Bichlalm bis zur Auracher Wildalm.
Seit die BergbahnAG Kitzbühel den Betrieb des alten Bichlalmlifts eingestellt hat, ist es ruhig geworden im einstigen Vorzeige-Wanderparadies auf der Sonnenseite von Kitzbühel. "Ohne Lift stirbt die Bichlalm im Sommer aus", befürchtet Susi Bachler, Besitzerin des gleichnamigen Berggasthofs.
Klare Umsatzeinbußen
Ein Lokalaugenschein gibt ihr Recht: "Im Winter konnten wir von den Tourengehern leben, aber jetzt haben wir nur noch zwischen zehn und 15 Gäste pro Tag - und das auch nur bei Schönwetter", schildert Wirt Hannes Kumpitsch auf Anfrage der TT.
Betroffen sind auch die Berghütten entlang der beliebten Wanderroute vom Kitzbüheler Horn bis zur Auracher Wildalm. Die Anzahl der Wanderer habe in diesem Sommer rapid abgenommen, das beklagt Wildalmwirt Ferdl Weiß: "Früher stammte 60 bis 70 Prozent des Sommer-Umsatzes nur von Gästen, die von der Bichlalm zu mir wanderten." Die Gründe liegen auf der Hand: "Für unsere Gäste oder auch Familien mit kleinen Kindern sind Auf- und Abstieg konditionell zu anspruchsvoll", ist er sich mit Alpenhaus-Wirt Franz Reisch einig.
Zu wenig Auslastung
Doch für die Bergbahn AG zählt vor allem die Wirtschaftlichkeit: Vorstand Georg Hechenberger hat in der Vergangenheit bekanntlich mehrmals darauf hingewiesen, dass der Bichlalmlift im Auslastungsvergleich der 54 Kitzbüheler Anlagen den letzten Platz einnimmt.
Abhilfe in der Liftmisere soll in diesem Sommer ein provisorischer Shuttledienst der BergbahnAG schaffen. Täglich um 16 Uhr und 18 Uhr startet die Abfahrt vom Gasthof Oberaigen zum Parkplatz der Hornbahn. Um 10 Uhr vormittags kann das Bichlalm-Taxi vom Klosterfeldparkplatz genützt werden. Die Kosten betragen jeweils 4 Euro, für Gäste mit gültigen Bergbahn-Tickets ist die Fahrt kostenlos.
In den vergangenen Tagen sorgten Gerüchte über weitere russische Avancen in Kitzbühel für Diskussionsstoff. So sollen Investoren Interesse an einem Liftprojekt auf die Bichlalm angemeldet haben. Der alte Lift wurde Ende 2005 von der Bergbahn AG Kitzbühel eingestellt. Bergbahnen-Vorstand Georg Hechenberger will sich zu den Gerüchten in der Gamsstadt nicht äußern. "Weil auch ein Gerichtsverfahren mit den Erben des Liftpioniers anhängig ist", sagte er gegenüber der TT.
Von Peter Nindler
23.01.2007
Quelle: TTKitzbühel: Ende des Bichlalm-Liftstreits in Sicht
Vom Golfplatz Eichenheim soll angeblich ein Lift auf die Bichlalm errichtet werden. Die Bergbahn AG Kitzbühel dementiert. In der Gamsstadt pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Russische Investoren sollen sich für ein Liftprojekt auf die Bichlalm interessieren. Glaubt man den Gerüchten, soll die Talstation am Golfplatz Eichenheim errichtet werden und die Lifttrasse über den Golfplatz zur bestehenden Talstation des alten, vor gut eineinhalb Jahren stillgelegten Bichlalmlifts führen. Konkrete Planungen für das Projekt sollen angeblich laufen.
Keine Informationen
Die Bergbahn AG Kitzbühel will diese Gerüchte nicht kommentieren. "Mit derartigen Plänen sind wir bis jetzt noch nicht konfrontiert worden", stellt Vorstand Georg Hechenberger auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung klar. Ob der Bau einer Lifttrasse über den Golfplatz überhaupt rechtlich realisierbar sei, weiß er nicht. Hechenberger: "Wir überprüfen das nicht, weil dazu keine Notwendigkeit besteht." Auch Susi Bachler, Tochter des Bichlalm-Liftpioniers Andreas Bachler und - im Falle eines Liftneubaus - eine der betroffenen Grundeigentümer, weiß dazu nicht mehr. "Mit mir hat nie jemand darüber gesprochen."
Faktum ist nur, dass die Erben von Liftpionier Andreas Bachler seit geraumer Zeit um einen Neubau des Bichlalmlifts kämpfen. Wie berichtet, hat die Bergbahn AG Kitzbühel den 1958 errichteten Einser-Sessellift von Andreas Bachler 1972 gekauft. Seit das Seilbahnunternehmen vor gut einem Jahr den Betrieb des betagten Lifts nach einem vernichtenden feuerpolizeilichen Gutachten und dem Auslaufen der Konzession eingestellt hat, tobt ein Rechtsstreit.
Bachlers Erben pochen auf die Einhaltung des Kaufvertrags, der einst zwischen Bachler und der Bergbahn AG abgeschlossen worden ist. In dem Schriftstück hat sich das Seilbahnunternehmen bekanntlich verpflichtet, die dauerhafte Versorgung des Berggasthofs Bichlalm mit einer maschinellen Aufstiegshilfe zu gewährleisten.
Zeugen sagen aus
Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, aber ein Ende ist nach der Einvernahme des letzten Zeugen Ende Februar in Sicht. Das Urteil wird Anfang März erwartet.
Quelle: TTKitzbühel: Neubau des Bichlalmlifts ist weiter auf Eis gelegt
Im Bichlalm-Rechtsstreit zwischen der Familie Bachler und der Bergbahn AG Kitzbühel hat das Gericht entschieden. Der Bergbahnchef hält sich bedeckt.
Das Gericht hat entschieden: In dem zwischen der Familie Bachler und der Bergbahn AG Kitzbühel ausgetragenen Rechtsstreit liegt das Ersturteil vor, das bestätigt Bergbahn-Vorstand Manfred Filzer auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung.
Über den Inhalt des Urteils hält sich der Bergbahnchef allerdings bedeckt. Filzer dazu: "Kein Kommentar." Dem Vernehmen nach hat sich das Gericht aber zugunsten der Familie Bachler entschieden, wenngleich der Rechtsstreit damit noch nicht beendet ist. "Eine Berufung ist bereits in Vorbereitung", verrät Bergbahnvorstand Filzer.
Das Kitzbüheler Seilbahnunternehmen hat den Betrieb des alten Einser-Sessellifts, Baujahr 1958, bekanntlich aufgrund einer ausgelaufenen Konzession Ende des Jahres 2005 eingestellt. Davor wurden dem Liftrelikt in einem Gutachten gravierende sicherheitstechnische und feuerpolizeiliche Mängel bescheinigt.
Pochen auf Vertrag
Die Erben des Kitzbüheler Liftpionier Andreas Bachler wollen aber , wie berichtet, in einem Rechtsverfahren die Wiederaufnahme des Liftbetriebs bzw. einen Neubau des Lifts vor Gericht erkämpfen.
Sie pochen auf die Einhaltung des Kaufvertrags, der 1972 zwischen Andreas Bachler und der Bergbahn AG Kitzbühel abgeschlossen worden ist. In dem Schriftstück hat sich die Bergbahn AG einst verpflichtet, die dauerhafte Versorgung der Betriebe auf der Bichlalm mit einer maschinellen Aufstiegshilfe zu gewährleisten.
Susi Bachler, Tochter von Lifterrichter Andreas Bachler, war für eine Stellungnahme übrigens nicht erreichbar.
Engstelle entschärft
Für die Entschärfung der Engstelle an der Mittelstation Oberaigen - einer der gravierenden Punkte auf der feuerpolizeilichen Mängelliste - hat Tirols oberster Raumplaner Karl Spörr eine Lösung gefunden: Das zwischen der Lifthütte und dem Berggasthof Oberaigen bestehende Gebäudemittelstück und die gegenüberliegende, nur durch die Zufahrt getrennte Hütte sollen abgerissen werden.
"Die Summe der beiden Bauvolumen ergibt 300 Kubikmeter", erläuterte Spörr im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. "Ein Gebäude in dieser Größenordnung könnte links versetzt vom Berggasthof Oberaigen errichtet werden."
Was wiederum bedeutet, dass die bestehende Lifttrasse bei einem Neubau nicht verändert werden muss.
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