miki schrieb:
Zwar ein reißerischer Titel, den man eher in der Krone erwarten würde als im ORF, der Inhalt ist aber trotzdem interessant, mit vielen Fakten und Grafiken von ZAMG, z. B. Tage mit Schneedecke in Landeshauptstädten seit 1961:
https://orf.at/stories/3294980/
Was sich sehr interessant finde, dass in
allen 9 Hauptstädten der Bundesländer Österreichs es pro Winter meistens nur noch 2 oder 3 Eistage gibt, d.h. Tage, in denen zwischen 0 Uhr und 24 Uhr die Höchsttemperatur permanent unter 0 Grad liegt.
Mittlerweile gibt es selbst in Innsbruck inzwischen auch schon Winter, die nicht einen einzigen Eistag haben, woraus folgt, dass selbst gefallener Schnee sofort wieder taut.
Als ich am 31.12.2006 in der Wildschönau Silvester gefeiert habe, sind wir in Auffach bis zur Mittelstation der Schatzbergbahn zu Fuß gegangen. Kein Schnee weit und breit, kein Skifahrer. Die Skifahrer fuhren damals nur auf der 2. Sektion der Schatzbergbahn; auf der 1. Sektion der Schatzbergbahn waren nur Wanderer und Spaziergänger unterwegs.
Während der Skisport in Deutschland keine Zukunft mehr hat (aktuell ist selbst auf dem Zugspitzplatt nur ein einziger Lift in Betrieb) wird die Zukunft in Österreich zweigeteilt sein.
Den einen Weg bezeichne ich als Kufsteiner Lösung und den anderen Weg bezeichne ich als Hintertuxer Lösung.
Mit fortschreitender Klimaerwärmung werden etwa 50 % aller Skigebiete in Österreich schließen.
Egal, ob Ski Welt Brixental, Wildschönau, Kitzbühel, Fieberbrunn, Imst usw. Diese Täler werden sich für die Kufsteiner Lösung entscheiden (müssen), d.h. der Skisport wird eingestellt und man steigt auf den ganzjährigen Sommertourismus um.
Die höhergelegenen Skigebiete werden die Hintertuxer Lösung wählen, bei der der Skisport in reduzierter Form erhalten bleibt, d.h. man wird noch zwischen Anfang Dezember und Ende März Skifahren können, aber von April bis Oktober wird man den Sommertourismus ausbauen und im November wird die Seilbahnrevision durchgeführt.
Nachdem die letzte Klimakonferenz schon wieder gescheitert ist und man zudem feststellen muss, dass von den vertraglich vereinbarten Zusagen - wenn überhaupt - höchstens nur die Hälfte eingehalten wird, wird sich die Welt global um 4 Grad erwärmen und der Alpenraum um etwa 6 Grad.
Die Topskigebiete wie Zermatt, Saas Fee, Hintertux, Stubaier Gletscher, Val d´Isere werden künftig noch von Dezember bis März Skisport anbieten und der Rest steigt aus dem Skisport aus und bietet andere Attraktionen an wie Alpin Coaster, Hängeseilbrücken, Kinderspielplätze an Bergstationen, Wanderwege, Weitwanderwege, geologische Lehrpfade, Kinofilme, Aussichtstürme, Fahrradwege, Kletterfelsen, Höhlenbesichtigungen und die ehemaligen Beschneiungsseen werden als Badeseen genutzt. Die Schneekanonen werden alle abgebaut und die Pistenraupen verschwinden.
Aber auch die Hintertuxer Lösung wird ganz massiv den Sommertourismus ausbauen und irgendwann wird auch in Hintertux der Sommertourismus den Wintertourismus vom Marktanteil her übertreffen ohne ihn ganz zu verdrängen.
Die Seilbahnen werden auf die Bedürfnisse der Sommertouristen umgebaut und abgeändert, d.h. alle Skilifte verschwinden, es gibt weniger Sessellifte, dafür aber mehr 10er Gondelbahnen oder Pendelbahnen.