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Teammitglied
Quelle: ORFKlösterle: Snowboarder stürzte über Wasserfall ab
Im Schigebiet Sonnenkopf ist ein 19-Jähriger von der Piste abgekommen. Er überlebte eine Odyssee über mehrere Wasserfälle mit schweren Verletzungen. Erst nach neun Stunden erreichte er die Talstation.
Schüler verlor seine Schigruppe
Gleich bei der ersten Abfahrt um 11 Uhr verlor er den Anschluss an seine Gruppe. Er verließ die Piste und fuhr im Tiefschnee ins Dorf ab. Dabei verirrte er sich und geriet ins Vermalentobel, das mit steilen Felsflanken durchsetzt ist. Er schnallte sein Board ab, ging zu Fuß den Bachlauf entlang und erreichte einen 25 Meter hohen ersten Wasserfall.
Ins eiskalte Wasser gestürzt
Weil ihm der Weg zurück - nach Angaben der Polizei - vermutlich zu mühsam schien, wagte er sich näher an die Felskante heran. Schließlich verlor er den Halt und stürzte über den Wasserfall ab.
Er verletzte sich am Kopf, an der Schulter und am rechten Bein. Mit großer Mühe gelang es ihm dennoch durch ein weiteres Loch in der Eisdecke das rettende Ufer zu erreichen. Völlig durchnässt, unterkühlt und schwer verletzt, setzte er seinen Weg durchs Tobel fort.
Zweiter Wasserfall umklettert
Sein Snowboard musste er im Wasserbecken zurücklassen. Vor einem zweiten, höheren Wasserfall von 35 Metern gelang es dem Burschen mit großer Anstrengung über die Steilflanke des Tobels aufzusteigen und den Wasserfall und steile Felsabsätzen zu umklettern.
Nach einem äußerst gefährlichen und extrem beschwerlichen Abstieg im Wald am Rand des Vermalentobels erreichte er - unterkühlt und von den Verletzungen und Strapazen gezeichnet -nach 20 Uhr die Talstation der Sonnenkopfbahn.
Der Snowboarder erlitt mehrere schwere Verletzungen und wurde nach der Erstbehandlung im Landeskrankenhaus Bludenz in das Landesunfallkrankenhaus Feldkirch eingeliefert.
Große Suche war im Gange
Seine Begleiter hatten gegen 16 Uhr eine Abgängigkeitsanzeige erstattet.
Das Liftpersonal war zu einer Suchaktion - auch mit dem Hubschrauber des Innenminsteriums -aufgebrochen.
Gegen 18 Uhr erfolgte die Alarmierung der Bergrettung, der Hundestaffel und der Alpinpolizei. Insgesamt beteiligten sich 55 Einsatzkräfte an der Suche.