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Konstruktionsfehlerkorrektur ???

Petz

Mount Everest (8850m)
Wo und wer weiß ich nicht aber wäre gespannt ob jemand eine andere Erklärung für die zwei Horizontalrollen auf der einen Stützenseite hat.
 
In der Tat eine ungewoehnliche Anordnung. Auf den ersten Blick verwirrt auch die Einseitigkeit dieser Kontruktion, jedoch waere ein paralleles Arrangement auf dem Gegenseil (wegen der Klemmen der Fahrbetriebsmittel) nicht moeglich.

Mir fallen hierzu zwei Erklaerungsansaetze ein:
1) Konstruktiver Schutz - zumindest eines Seiles - gegen starken Seitenwind. Der Windsack koennte mit ein Indiz dafuer sein, dass Wind mit "im Spiel" ist.
2) Korrektur zur Sicherstellung einer fluchtenden Seilfuehrung, falls Stuetze mit "schwimmendem" Fundament (Gletscher?) versehen ist?
 
Wo und Wer:

Das ist die DSB Kropfen - Kapell am Hochjoch in Vorarlberg

Auf der Panoramakarte die Parallelanlage zur zweiten Sektion der PB:

cc27669346.jpg


Warum wurden diese Rollen "schief" angebracht?:

Die Bahn ist eine Girak Bahn, welche mal umgebaut wurde. Der Seilscheibendurchmesser an der Bergstation ist größer als der an der Talstation. Deshalb diese Kurve.
Als Konstruktionsfehler würde ich es also nicht bezeichnen.
Diese Seilscheibenungleichheiten wurden also um den Verschleiß zu minimieren durch die schrägen Rollenbatterien an der letzten Stütze vor der Bergstation ausgeglichen.

Wenn Ihr wollt poste ich euch noch n paar Bilder von der Bahn ...

Sonst noch Fragen?
 
übrigens:
Wer was für "komische" DSB Konstruktionen übrig hat ... AB ANS HOCHJOCH so lange die Bahnen noch stehen:

1. DSB Kropfen: "KurvenDSB" mit Schrägen Rollen (Parallelanlage im Panorama zur PB 2. Sektion

2. DSB Silbertal: FIXE DSB mit Bubbles, die erste fixgeklemmte Bahn mit Bubbles von Doppelmayr. Ein MUSS für den Seilbahnfan

3. Kurven DSB Grasjoch: Eine ewig lange Anlage, welche auf etwa der Hälfte der Strecke ne (Bachmann?!?) Kurve hatte. Eine KurvenDSB wäre eigentlich auf der Trasse nicht nötig, man hat das damals aus "Prestigegründen" gebaut. Zwischenzeitlich wurde die Anlage mehrmals leicht beschädigt, nachdem Lawinen abgegangen sind.

4. DSB mit Mittelstation (2 Tal 1 Bergstation, Beidseitige Beförderung bergwärts!). das ganze 2 MAL!

alle DSB (ausser der DSB Kropfen) sind mit Brückenantrieb angetrieben
 
Aha, ja bitte mal ein paar mehr Pics. Wo ist denn die Bergstation, links oder rechts von Petz seinem Bild? Falls sie links davon waere, muesste es doch eigentlich anders herum sein, also dass die Seilscheibe der Bergstation kleiner ist...

Interessant, dass so etwas in Realitaet ausgefuehrt wird.
 
Bergstation ist in der Tat links vom Bild.

hab leider keine Bilder von der Bergstation, allerdings findet ihr die techn. Daten hier: http://www.seilbahntechnik.net/lifte/3111/daten.htm

des weiteren werde ich Charly informieren dass er mal hier reinschauen soll (unser mann am Hochjoch ;))

noch einige Bilder vom Hochjoch, copyright bei Jens, aufgenommen am 15.03.2004:

Blick aufs Kapell:
2004-vorarlberg%20123.jpg

links DSB Sennigrat (mittelstation) Bildmitte rechts DSB Kropfen (um die es hier eigntl. geht) welche auch durch die Bergstation der Gondeln durchfährt!

2004-vorarlberg%20133.jpg

Kurve DSB Grasjoch

2004-vorarlberg%20150.jpg

Silbertal - Kapellbahn mit BUBBLES

2004-vorarlberg%20151.jpg

dito
 

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Die DSB Grasjoch hat keine Bachmann Kurve, sondern ein Zwirbelkurve und waagrechte Rollen.
 
Also mal ne weitere Frage, die so auch zum Thema passt! wie machen es die Liftbauer überhaupt? Ich wundere mich dass es immer alles so gut passt, zm Beispiel, die richtigen ausrichtungenen der Fundamente bzw. deren eingelassenen Schrauben, wäre da was falsch würde doch später die ganze Stütze versetzt zur Fahrspur oder eben die Robas nicht parallel zum Seil verlaufen?! was gibts da für ne Technik, um sicherzustellen das es genau passt?
 
Was glaubst denn Du was da für Normen gelten? das ist hammerhart. Auch bei Straßen und so. Da gehts um Millimeter. Denk Dir mal das vor 150 Jahren Tunnel gebaut wurden, die sich genau getroffen haben, trotz Distanzen von mehreren Kilometern.

Das ist ist alles eine Frage der Vermessungstechnik. Klar, Du musst eine Leistungsstarke Vermessungstechnik haben, sonst könntest Du die meisten Bauwerke der letzten 200 Jahre vergessen.

Aber ich hab mich auch schon oft gewundert, dass es vor 150 Jahren möglich war Bahnstrecken zu bauen, die eine bestimmte Steigung nicht überschritten, bestimmte Kurvenradien einhielten und Tunnels, die von zwei Seiten gebohrt wurden und sich dennoch genau trafen. Was die Vermessungstechnik da geleistet hat, ist echt enorm.
 
da muss ich dir zustimmen! hab mir eben überlegt, wie die das vermessn, ich mein nen Hang mit Felsnasen vermessen ist mit nem Niveliergerät ja wohl ne menge arbeit :lol:
Aber vielleicht gibtz da ja auch schon irgendwas über Sattelit...kein plan...aber es gibt ja noch menschliche Nachlässigkeit, denn schon die Schalung muss ja perfekt sitzen damit dann wenn man die Schablone fürs einlassen der Schrauben drauflegen auch wirklich alles stimmt!
 
Satellit ist sicher viel zu ungenau. Bin kein Vermessungstechniker, aber da hat sich sicher seit den Schweizer Bahnen des 19. Jahrhunderts gar nicht mal so viel im Grundsatz geändert. Ich weiß es nicht genau, aber ich denk mal, dass es meistens nach wie vor optische Verfahren sind. Gibt aber wohl andere hier, die es genau wissen.

Geschlampt wird sicher dann eher mal draußen auf der Montage. Aber so ein bisschen kann man die Rollenbatterien auch sicher justieren... ;)
 
optische verfahren, nivelliergerät mit laser und dann musst halt entweder auf der felskante punkte setzen oder einfach ablenken, bzw spiegeln damit du zur gewünschten position kommst. oder du machsts über n 3 - wege system, is aber ziemlich umständlich, ich schau mal ob ich ne gscheite erklärung zammengschrieben krieg.
 
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