Den Bericht von diesem Berg hat es im Alpinforum garantiert noch nicht gegeben. OK, wenigstens nicht von mir
, da unsere erste und bisher einzige Besteigung schon 19 Jahre zurück liegt, lange bevor ich wusste dass es jemals sowas wie Internet oder gar AF als nicht wegzudenkedne Bestandteile meines Lebens geben wird.
Kurze Infos zum Kamm der Koschuta/Košuta: klick ! Das Gebirge selbst liegt immer irgendwie 'im Schatten' der umliegenden Berge, sowohl vom Norden wie auch vom Süden her wird es durch höhere und/oder markantere Berge verdeckt. Dementsprechend ist Koschuta von beiden Seiten eher wenig besucht, obwohl etliche markierte Wege sowohl von der slowenischen wie auch von der kärntner Seite hinaufgehen.
Zu Beginn ein Foto von unserer Stol - Tour 2011, Koschuta ist eingekreist, der Koschutnikturm (der höchste Gipfel in Kamm) ist der erste Zacken von links:
Am Mittwoch waren wir noch am Venet, Donnerstag + Freitag musste ich mich dann in Büro ausruhen
, am Samstag sind wir dann auf den Koschutnikturm gegangen. Das Wetter war OK, von der Temperatur her gerade noch grenzwertig - im Tal knapp unter 30, das ist für mich die Höchsttemperatur für 'normale' Bergtouren zwischen 1500 und 2500m. Wenn es heisser wird, gehts nur noch ins Freibad (oder evtl. auf richtige Hochgebirgstouren im 3000er Bereich).
Anfahrt: Maribor - Bleiburg - Sele/Zell, etwa 2 Stunden. Die ersten beiden Fotos habe ich wegen besserer Lichtverhältnisse am Nachmittag gemacht - das Dorf Sele / Zell liegt in einem idyllischen Hochtal, das in Ost-West-Richtung verläuft, etwa 950 m hoch. Es ist übrigens die Gemeinde mit dem höchsten Anteil der slowenischsprechenden Bevölkerung (89%) in Kärnten und dementsprechend unterentwickelt ... bestimmt nur Zufall?
Unser Ziel ist der linke Gipfel:
Von Zell kann man auf auf einer soliden Schotterstrasse bis zum 1300 m hoch gelegenen Koschutahaus hinauffahren, wo man die 5 Euro Maut bezahlen muss. Die Wirtin sprach kein Wort slowenisch und auch schlecht deutsch mit osteuropäischem Akzent ... das habe ich hier wirklich nicht erwartet
:
Der Aufstieg geht zuerst durch den Wald ... :
... dann über Schotter ... :
... noch mehr Schotter:
Da wir gerade 3 Tage zuvor von unserer Nauders - Woche zurückgekehrt sind, war das Kontrast noch deutlicher: dort sanfte Grasberge und Almen wo Kühe fast auf 3000er hinaufkommen
, hier sind wir gut 1000m niedriger und trotzdem wirkt alles extrem hochalpin, felsig, steinig. Der Klettersteig, wo wir hinaufgestiegen sind, befindet sich übrigens in der Rinne rechts vom Gipfel (NW - Rinne):
Der Spass beginnt:
Ich kenne in den Bergen von Mai bis Oktober eh nur eine Bekleidung (Shorts + T-Shirt), aber wenn auch Mausi so bekleidet war, muss es wirklich warm gewesen sein
:
Von den 3 Klettersteigen in diesem Sommer war es definitiv der schwierigste, Mangart ist eh leicht, im Vergleich zum Piz Trovat ist Koschuta zwar vergleichbar gut mit dem Seil gesichert, aber die Kärntner waren mit Trittstiften sparsamer, so muss man an manchen Stellen schon verdammt schauen wohin man den Fuss stellen soll
(sich am Seil brutal hochziehen finde ich erstens unschön und zweitens bin ich dazu viel zu schwach):
Kaum zu glauben - 1993 sind wir hier ohne jede Sicherung hinaufgegengen (habe ich extra im Album nachgeschaut
) ... nein danke, heute nicht mehr:
Kurzer Blick zurück:
Gegen Ende wird der Weg zusehends leichter:
Noch ein Blick nach unten auf die Nordseite:
Der Kamm ist erreicht. Gut sichtwar der Unterschied zwischen der fast senkrechten Nordwand und der zwar auch steilen, aber immerhin grasbewachsenen Südseite:
Gipfel erreicht!
Die Fernsicht war wieder mal schlecht, gerade das man das Tal und den Obir Richtung NO sehen konnte:
Irgendwo im Norden sollte Ferlach sein und dahinten Klagenfurt ... theoretisch:
Runter sich wir dann über die angeblich leichtere Nordost - Rinne ... einfach zum vergessen: steinig, brüchig, schlecht markiert. Zu flach zum Klettern und zu steil zum gehen, einige Stellen durch eine Kette (!) gesichert. So könnte ich mir das Bergsteigen abgewöhnen ... :
Wenn man die Rinne hinter sich gelassen hat, kann man wirklich tief durchatmen ... :
... da kann selbst ein kurzer Gegenanstieg einem die Freude nicht mehr nehmen
:
Noch ein Rückblick:
In der Mulde vor uns trennen sich die Wege zum NW - Klettersteig und zum NO - Weg:
Fazit: schön ist er schon, der Berg ... :
... trotzdem glaube ich nicht, dass wir so schnell wieder dort hinaufklettern werden. Der Klettersteig ist zwar ganz cool, aber der Abstieg ist ein Desaster. Einige sind lieber am Klettersteig abgestiegen, das ist IMO aber auch nicht ganz einfach. Und auf die slowenische Seite absteigen, da kommt man ja am anderen Ende der Welt
runter. Naja, wieder mal was dazugelernt!
Kurze Infos zum Kamm der Koschuta/Košuta: klick ! Das Gebirge selbst liegt immer irgendwie 'im Schatten' der umliegenden Berge, sowohl vom Norden wie auch vom Süden her wird es durch höhere und/oder markantere Berge verdeckt. Dementsprechend ist Koschuta von beiden Seiten eher wenig besucht, obwohl etliche markierte Wege sowohl von der slowenischen wie auch von der kärntner Seite hinaufgehen.
Zu Beginn ein Foto von unserer Stol - Tour 2011, Koschuta ist eingekreist, der Koschutnikturm (der höchste Gipfel in Kamm) ist der erste Zacken von links:
Am Mittwoch waren wir noch am Venet, Donnerstag + Freitag musste ich mich dann in Büro ausruhen
Anfahrt: Maribor - Bleiburg - Sele/Zell, etwa 2 Stunden. Die ersten beiden Fotos habe ich wegen besserer Lichtverhältnisse am Nachmittag gemacht - das Dorf Sele / Zell liegt in einem idyllischen Hochtal, das in Ost-West-Richtung verläuft, etwa 950 m hoch. Es ist übrigens die Gemeinde mit dem höchsten Anteil der slowenischsprechenden Bevölkerung (89%) in Kärnten und dementsprechend unterentwickelt ... bestimmt nur Zufall?
Unser Ziel ist der linke Gipfel:
Von Zell kann man auf auf einer soliden Schotterstrasse bis zum 1300 m hoch gelegenen Koschutahaus hinauffahren, wo man die 5 Euro Maut bezahlen muss. Die Wirtin sprach kein Wort slowenisch und auch schlecht deutsch mit osteuropäischem Akzent ... das habe ich hier wirklich nicht erwartet
Der Aufstieg geht zuerst durch den Wald ... :
... dann über Schotter ... :
... noch mehr Schotter:
Da wir gerade 3 Tage zuvor von unserer Nauders - Woche zurückgekehrt sind, war das Kontrast noch deutlicher: dort sanfte Grasberge und Almen wo Kühe fast auf 3000er hinaufkommen
Der Spass beginnt:
Ich kenne in den Bergen von Mai bis Oktober eh nur eine Bekleidung (Shorts + T-Shirt), aber wenn auch Mausi so bekleidet war, muss es wirklich warm gewesen sein
Von den 3 Klettersteigen in diesem Sommer war es definitiv der schwierigste, Mangart ist eh leicht, im Vergleich zum Piz Trovat ist Koschuta zwar vergleichbar gut mit dem Seil gesichert, aber die Kärntner waren mit Trittstiften sparsamer, so muss man an manchen Stellen schon verdammt schauen wohin man den Fuss stellen soll
Kaum zu glauben - 1993 sind wir hier ohne jede Sicherung hinaufgegengen (habe ich extra im Album nachgeschaut
Kurzer Blick zurück:
Gegen Ende wird der Weg zusehends leichter:
Noch ein Blick nach unten auf die Nordseite:
Der Kamm ist erreicht. Gut sichtwar der Unterschied zwischen der fast senkrechten Nordwand und der zwar auch steilen, aber immerhin grasbewachsenen Südseite:
Gipfel erreicht!
Die Fernsicht war wieder mal schlecht, gerade das man das Tal und den Obir Richtung NO sehen konnte:
Irgendwo im Norden sollte Ferlach sein und dahinten Klagenfurt ... theoretisch:
Runter sich wir dann über die angeblich leichtere Nordost - Rinne ... einfach zum vergessen: steinig, brüchig, schlecht markiert. Zu flach zum Klettern und zu steil zum gehen, einige Stellen durch eine Kette (!) gesichert. So könnte ich mir das Bergsteigen abgewöhnen ... :
Wenn man die Rinne hinter sich gelassen hat, kann man wirklich tief durchatmen ... :
... da kann selbst ein kurzer Gegenanstieg einem die Freude nicht mehr nehmen
Noch ein Rückblick:
In der Mulde vor uns trennen sich die Wege zum NW - Klettersteig und zum NO - Weg:
Fazit: schön ist er schon, der Berg ... :
... trotzdem glaube ich nicht, dass wir so schnell wieder dort hinaufklettern werden. Der Klettersteig ist zwar ganz cool, aber der Abstieg ist ein Desaster. Einige sind lieber am Klettersteig abgestiegen, das ist IMO aber auch nicht ganz einfach. Und auf die slowenische Seite absteigen, da kommt man ja am anderen Ende der Welt