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Kreta // 16. - 30. Oktober 2025

Kreta // 16. - 30. Oktober 2025

Ich war nach vier Jahren Pause wieder mal auf Kreta. Das Wetter war wirklich gut. 14 Tage gutes Wetter, praktisch kein Regen und viel Sonne. Glück gehabt. Und dieses Mal haben wir den Osten der Insel besucht: Neuland für uns, obwohl das bereits der sechste Aufenthalt auf der grössten der griechischen Inseln war. Kurzfazit: der Osten, insbesondere der äusserste Nordosten ist sehr reizvoll. Gut gefallen haben uns die Gegend rund um Mochlos sowie Kato Zakros ganz im Osten.

Extrem, wie seit unserem letzten Besuch (2021) das Preisniveau auf der ganzen Insel in die Höhe geschnellt ist. Das bezieht sich in erster Linie auf die Gastronomie, welche den Preishebel ziemlich stark nach oben gedrückt hat. Im Norden der Insel, so unser Eindruck, sind die Preise generell höher als im Süden. Natürlich kein Vergleich zur Schweiz, aber das ist ja auch nicht das Thema. Ein Schnäppchen war hingegen das Mietauto: 250 Franken für zwei Wochen für einen guten Mittelklassewagen ist echt top. Die Fahrweise auf der Insel empfinde ich als ausgesprochen relaxed, und das Gros der Strassen auf Kreta ist mittlerweile recht gut ausgebaut.

Für einen Besuch des ehemaligen kretischen Skigebiets auf dem Hoch-Plateau der Ida-Ebene, das in den 1990er-Jahren in Betrieb war, hat es leider wieder nicht gereicht. Bzw. ich allein hätte das schon gemacht, aber meine bessere Hälfte eben nicht unbedingt. Das kleine Skigebiet rund um die höchste Erhebung Kretas, den 2456 Meter hohen Psiloritis oder Timios Stavros, war in gewissen Wintern gut mit Schnee versorgt. Von Harzwinter gibt es dazu hier im Forum einen interessanten Bericht.

Auf unserem Roadtrip sind wir übrigens diversen Lost Places begegnet. So etwa dem Dyonisos Villa östlich von Sitia (siehe auch die Fotos unten vom Resort mit den farbigen Häusern). Das ist so ein halber Lost Place. Mitte der 1990er-Jahre erbaut, ging das Resort bereits ein paar Jahre später pleite. Jetzt wohnen noch etwa fünf Leute dort, der Rest vergammelt. Schade, dass wir nicht den Mut hatten, uns dort etwas genauer umzusehen.

Ich werde den Bericht Stück für Stück an- und bereichern und mit deutlich mehr Inhalt füllen. Allerlei Interessantes wird dabei sein: So etwa der neue, riesige Flughafen bei Kastelli, der derzeit voll im Bau ist und der den uralten, teilweise völlig maroden bisherigen Hauptflughafen in Heraklion aber Februar 2027 ersetzen soll. Die Bautätigkeit ist schon weit fortgeschritten. Bin extra hingefahren, um ein paar Bilder zu schiessen;-)

Erstmal ein paar Bilder...

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An dieser Stelle gibts einen kleinen Exkurs zum im Entstehen sich befindlichen neuen Grossflughafen von Kreta. Dieser wird/soll den Flughafen Heraklion ablösen. Im Moment wird wie wild die Autobahn von Heraklion in Richtung Osten auf vier Spuren ausgebaut. Das Teilstück zwischen der Küste und dem auf einer Hochebene gelegenen Flughafen in der Nähe des Städtchens Kastelli ist schon recht weit fortgeschritten. Fahrzeit zwischen Heraklion und dem neuen Airport ist mit circa 25 Minuten veranschlagt. Eröffnung soll Februar 2027 sein.

Der neue Flughafen kommt in einer Hochebene mit Olivenbäumen ohne Ende zu liegen. Wie gesagt, ist das riesige Gelände ein alter Militär-Flughafen. Dieser soll offenbar auch noch in deutlich reduzierter Form weiterbestehen.

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to be continued...
 
ATV schrieb:
Ich war mehrfach in Xerokampos südlich von Kato Zakros.
Das ist tatsächlich eine sehr besondere Ecke (am Ende) der Welt, die ich bislang nur im Oktober/November besucht habe und da praktisch niemanden angetroffen habe. Herrlich!
 
intermezzo schrieb:
Charmant war es teilweise auch in gastronomischer Hinsicht. Aber wirklich nur teilweise. Mit der Zeit wurden wir der griechischen bzw. kretischen Küche etwas überdrüssig. Ein paar nette Momente gab es aber schon auch...
Ja, leider muss man ein wenig mehr Suchaufwand betreiben, um wirklich überzeugende Kulinarik zu finden.
 
grafovich schrieb:
Ja, leider muss man ein wenig mehr Suchaufwand betreiben, um wirklich überzeugende Kulinarik zu finden.

In der Tat. Es gibt haufenweise Tavernen oder Restaurants, die eine Bewertung von mehr als 4.5 auf Google haben. Vor Ort zeigt sich dann aber, dass die meisten nie und nimmer solch eine hohe Bewertungsnote verdient haben. Das ist schon sehr speziell. Also eigentlich sind die alle für die Tonne. Ist mir bis jetzt nur auf Kreta so extrem aufgefallen. Im Vergleich mit Sizilien haben gefühlt auf Kreta alle gastronomischen Betriebe eine Note mehr als 4. Das ist bizarr, ganz abgesehen davon, dass Bewertungs-Plattformen mit der nötigen Vorsicht zu geniessen sind...
 
intermezzo schrieb:
In der Tat. Es gibt haufenweise Tavernen oder Restaurants, die eine Bewertung von mehr als 4.5 auf Google haben. Vor Ort zeigt sich dann aber, dass die meisten nie und nimmer solch eine hohe Bewertungsnote verdient haben. Das ist schon sehr speziell. Also eigentlich sind die alle für die Tonne. Ist mir bis jetzt nur auf Kreta so extrem aufgefallen. Im Vergleich mit Sizilien haben gefühlt auf Kreta alle gastronomischen Betriebe eine Note mehr als 4. Das ist bizarr, ganz abgesehen davon, dass Bewertungs-Plattformen mit der nötigen Vorsicht zu geniessen sind...
Mein Eindruck ist, dass der durchschnittliche Kreta-Urlauber aus irgendwelchen Gründen auch einfach geringere Ansprüche im Hinblick auf hochwertiges Essen und Trinken hat. Mein diesbezügliches Low-Light ist immer noch, als uns in einer zugegebenermaßen recht pittoresken Taverne ein Urlauber am Nebentisch in den höchsten Tönen lobend empfahl, den Cappuccino zu nehmen. Dieser stellte sich dann als aus Instantpulver erstellte ungenießbare Plörre heraus.
 
grafovich schrieb:
Das ist tatsächlich eine sehr besondere Ecke (am Ende) der Welt, die ich bislang nur im Oktober/November besucht habe und da praktisch niemanden angetroffen habe. Herrlich!
Im August und September ist auch nix los.

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04.09.2019
 
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