Der Kreuzschober ist quasi der Hausberg von Mürzzuschlag. Im Winter führt dort eine beliebte Skitour hinauf, die oftmals mit pistenähnlichen Abfahrtsverhältnissen aufwarten kann. In einer alten Wanderkarte ist im Bereich des Kaarls beim Seppbauer ein Lift eingezeichnet:
Eine rätselhafte Sache: Weit oben am Berg eine Einzelanlage? Nicht auf einer öffentlichen Straße erreichbar? Ob das tatsächlich ein Skilift war? Etwas oberhalb befindet sich die Kaarlhütte, aber eben auch ein gutes Stück entfernt. Passt also auch nicht so richtig dort dazu.
Ich kenne die Skitourenroute aus eigener Erfahrung, ein Lift ist mir aber damals nicht aufgefallen. Im Zuge einer Wanderung auf den Kreuzschober (im Februar, leider offenbar das neue Normal...) bot es sich an, von der Kaarlhütte hinunter ein Stück abzusteigen und der Sache auf den Grund zu gehen.
Am Fuße einer auffälligen Schneise, die durchaus eine ehemalige Piste sein könnte, war eine private Hütte (eher ein Haus) zu sehen, aktuell aber geschlossen bzw. nicht bewohnt.
Von dort etwa müsste ein Lift gestartet haben, wenn es ihn denn gab. Also marschierte ich beherzt den durchaus steilen, mit angefrorenem Schnee teilweise bedeckten Hang hinunter. Vis a Vis zeigte sich das Stuhleck:
Beim Haus angekommen, sah ich wenige Meter weiter eine Holzhütte. Es machte sich Euphorie breit:
Was ragt denn da durch die Wand?
Eindeutig! Hier gab es einen Schilift!
Ich würde sagen, es handelt sich um einen Stemag Pendellift.
Auch das Schild auf der Tür gibt einen Hinweis:
Ich hab mich daran gehalten...
Die Hütte ist gut und ordentlich verschlossen. Man kann vereinzelt durch Ritzen schauen, ich möchte aus Respekt vor den Eigentümern aber nichts Konkretes vom Inhalt erzählen. Nur soviel: Ja, es gab Skibetrieb!
Blick die Trasse hinauf:
Hatte das etwas mit dem Lift zu tun?
Hier noch Bilder von der Abfahrt:
Das war alles Andere als ein Anfängerhang, hier haben sich ein paar ambitionierte Leute ein kleines privates Skigebiet errichtet! Ein Plausch mit unserer Quartiergeberin bestätigte das. Grob in den Siebziger/Achtziger Jahren wurde der Schlepper als Privatlift betrieben. Die Zufahrt war nur über eine Forststraße möglich und nicht öffentlich. Von der Bergstation habe ich nichts gesehen, bei einem Pendellift bleibt da halt meist nicht viel übrig. Abgesehen davon gebot die fortgeschrittene Tageszeit den Aufbruch, ich musste ja wieder rauf zur Kaarlhütte und Richtung Hönigsberg hinunter.
Eine rätselhafte Sache: Weit oben am Berg eine Einzelanlage? Nicht auf einer öffentlichen Straße erreichbar? Ob das tatsächlich ein Skilift war? Etwas oberhalb befindet sich die Kaarlhütte, aber eben auch ein gutes Stück entfernt. Passt also auch nicht so richtig dort dazu.
Ich kenne die Skitourenroute aus eigener Erfahrung, ein Lift ist mir aber damals nicht aufgefallen. Im Zuge einer Wanderung auf den Kreuzschober (im Februar, leider offenbar das neue Normal...) bot es sich an, von der Kaarlhütte hinunter ein Stück abzusteigen und der Sache auf den Grund zu gehen.
Am Fuße einer auffälligen Schneise, die durchaus eine ehemalige Piste sein könnte, war eine private Hütte (eher ein Haus) zu sehen, aktuell aber geschlossen bzw. nicht bewohnt.
Von dort etwa müsste ein Lift gestartet haben, wenn es ihn denn gab. Also marschierte ich beherzt den durchaus steilen, mit angefrorenem Schnee teilweise bedeckten Hang hinunter. Vis a Vis zeigte sich das Stuhleck:
Beim Haus angekommen, sah ich wenige Meter weiter eine Holzhütte. Es machte sich Euphorie breit:
Was ragt denn da durch die Wand?
Eindeutig! Hier gab es einen Schilift!
Ich würde sagen, es handelt sich um einen Stemag Pendellift.
Auch das Schild auf der Tür gibt einen Hinweis:
Ich hab mich daran gehalten...
Die Hütte ist gut und ordentlich verschlossen. Man kann vereinzelt durch Ritzen schauen, ich möchte aus Respekt vor den Eigentümern aber nichts Konkretes vom Inhalt erzählen. Nur soviel: Ja, es gab Skibetrieb!
Blick die Trasse hinauf:
Hatte das etwas mit dem Lift zu tun?
Hier noch Bilder von der Abfahrt:
Das war alles Andere als ein Anfängerhang, hier haben sich ein paar ambitionierte Leute ein kleines privates Skigebiet errichtet! Ein Plausch mit unserer Quartiergeberin bestätigte das. Grob in den Siebziger/Achtziger Jahren wurde der Schlepper als Privatlift betrieben. Die Zufahrt war nur über eine Forststraße möglich und nicht öffentlich. Von der Bergstation habe ich nichts gesehen, bei einem Pendellift bleibt da halt meist nicht viel übrig. Abgesehen davon gebot die fortgeschrittene Tageszeit den Aufbruch, ich musste ja wieder rauf zur Kaarlhütte und Richtung Hönigsberg hinunter.