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Kritik an gekühltem Wasser

Werna76 schrieb:
Vielleicht sollten die Wagrainer mal kritisch hinterfragen ob es für ihre Höhenlage wirtschaftlich sinnvoll ist Schulschikurse im November anzubieten.

Gut, wieviel kostet heutzutage ein Skikurs für Eltern? Einiges - daher ist es nicht verwunderlich, dass die Eltern die Schulen teils drauf drängen, in Zeiten auszuweichen, wo es eben günstiger ist. Dann hat man noch das Problem mit den Prüfungen - also weicht man möglichst in Zeiten aus, wo man keine Prüfungen hat - vor Weihnachten ist die zweite Staffel der Schularbeiten vorbei und die dritte fern... Und sowas kommt raus. Hätten wir Schnee, hätten wir diese Diskussion nicht.

@ 3303: Komfortwahn: den hast du überall! Hat dein Auto eine Klimaanlage? Früher wären wir locker ohne eine ausgekommen, aber wir haben sie eben. Oder ein Auto über 100 PS? Eigentlich kommt man mit 70 auch ans Ziel... usw... Man darf imo. nicht nur auf den angeblichen Komfortwahn in Skigebieten kritisieren, sondern muss den ganzen Komfortwahn der heutigen Gesellschaft hinterfragen. Nur das findet eben nicht wirklich statt.
ich gebe übrigens zu: ich habe ein Auto über 100 PS und eine Klimaanlage auch.

MFG Dachstein
 
Ich denke die Umweltschützer wie die Skigebietsbetreiber sollten sich nicht zu wichtig nehmen.

Im übrigen ist der Skitourismus keine klassische Cash Cow. Die Cash Cow erfordert nämlich nach der klassischen BCG Matrix nur geringe Investitionen.
 
Dachstein schrieb:
GMD schrieb:
Aber typisch: Anstelle über die Leute zu wettern, die ihren Einkauf von der Ecke mit dem Auto heimfahren, anstelle zu Fuß, wird nicht gewettert,

Genau. Ausserdem schadet Bewegung nichts. Gibt aber noch was beim Einkaufen, wo die Leute nicht nachdenken. Heute hab ich Trauben aus Brasilien gesehen. :stupid: Das ist genauso widersinnig wie frische Spargeln aus Mexiko oder Knoblauch aus Argentinien. Aber wir gleiten in die Klimadiskussion ab .....
 
Ich denke gerade hundertfünfzig Jahre zurück, die bettelarmen Bergbauern in Lech und Zermatt, die sich über erste Hoteliers aufregten. :-D

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Das einzige was man an diesem Thread wunderschön sehen kann ist, dass keiner an seiner Verhaltensweise etwas ändern möchten, stattdessen zeigt jeder mit dem Finger auf andere und sagt sich: "Die Anderen sind doch genauso schlimm oder sogar schlimmer, da sollen doch erstmal DIE sich ändern"
Freunde so wird das nix!
 
@molotov
Dann fang doch Du an und mach keinen Wintersport mehr. Damit ist der Umwelt am beisten geholfen. :versteck:
 
Das einzige was man an diesem Thread wunderschön sehen kann ist, dass keiner an seiner Verhaltensweise etwas ändern möchten, stattdessen zeigt jeder mit dem Finger auf andere und sagt sich: "Die Anderen sind doch genauso schlimm oder sogar schlimmer, da sollen doch erstmal DIE sich ändern"

Ja, das ist wohl das große Problem. (Ich kann mich da selbst natürlich auch nicht ausnehmen). Im Prinzip leben wir in den Industrielndern derzeit ALLE mit einem Material und Energieverbrauch der weit über dem liegt was vernünftig wäre...
 
Fangen wir nochmal vorne beim Thema an. Kühlbecken für das Beschneiungswasser gibt es doch schon fast so lange wie Beschneiungsanlagen selber. Dies ist mit grösster Wahrscheinlichkeit auch der jetzt wieder mit Kritik an die Öffentlichkeit getretenen Organisation und Person bekannt. Es wurde also im Grunde nichts anderes erzählt als eine seit den frühen 80er Jahren weit verbreitete Tatsache, nur wurde versucht diese Tatsache als quasi Neuigkeit und letzter Schrei allen nicht Insidern einfach mal so als neuesten Frevel an der Natur aufzutischen.

Es kam die Frage ob das mit dem frühen Beschneien denn sein müsse: Die Antwort lautet ja. Beschneit würde ja so oder so, da man nicht alle Flächen gleichzeitig beschneien kann und mitte Dezember sollte der gröste Teil des Gebietes befahrbar sein. An der Tatsache dass man mit bereits fertig beschneiten Flächen versucht geld zu verdienen kann ich nichts verwerfliches finden. Sicher war das in der Form mit dem Betrieb auf der untersten Sektion nicht so geplant wie es rauskam, aber wenn es auch in Wagrain über einen längeren Zeitraum eine Inversionslage hatte wurde halt unten beschneit statt oben und basta.

Es kam die Feststellung dass der Alpenraum im Winter nur mit Schnee funktioniert und es sonst eine massive Arbeitslosigkeit in den Alpentälern geben würde: Ja wenn es denn nur dass wäre. Der grösste teil des von den Touristem aus dem Flachland in die Alpen gebrachten Geldes fliesst über kurz oder lang wieder ins Flachland zurück. Kommt nun nichts mehr in die Alpen hoch fliesst von dort auch nichts mehr zurück, ausser der Menschen für die aber jetzt schon kein Platz ist. Es kommt ab noch schlimmer. Sämtliche Hersteller von Seilbahnen, Steuerungen, Schneeerzeugern, Pisdtengeräten u.v.a. schliessen oder entlassen massenweise Personal. Ausser demac in Wolkenstein fällt mir jetzt grad kein Hersteller ein wo in einem Alpental produziert.
Ich weis nicht ob es so gut wäre den Skibetrieb im Alpenraum einzustellen und damit im Flachland ein paar Hunderttausend Arbeitslose zu produzieren.

In diesem Sinne wäre ich für: Leben und leben lassen.

Danke
 
Ausserdem sollte man das ganze mal in Relation zu anderen Urlaubs/Freizeit-Aktivitäten setzen.

Wenn nun alle Wintersportler nicht mehr Wintersport machen würden, sondern statt dessen im Winter nach Australien, in die Karibik oder sonstwo hin fliegen - wäre das von der Öko-Bilanz her besser?

Natürlich könnte man sagen, es werden alle Energie-Intensiven Freizeitbeschäftigungen abgeschafft - die Leute sollen halt Wandern/Radfahren (aber bitte von zuhause aus) - aber will man das?

Anderes Beispiel wäre beheizte Freibäder - hier wird auch jede Menge Energie "verschwendet". Ich möchte grob schätzen, dass das sogar mehr ist (pro Personen-Tag gerechnet) also für Skibetrieb.
Also: Alle Beheizten Freibäder schließen?

Sicher, die Wintersportindustrie ist ein grosser Verbraucher - aber es nutzen ja auch eine sehr große Anzahl von Leuten.

Hier müsste man die Energieaufwände umgerechnet auf Personen-Tage betrachten.

Natürlich sollte darauf geachtet werden, das Energie nicht unnütz verschwendet wird - aber das ist etwas übertrieben.

Gruß, Jens
 
Im Winter dank Beheizung geöffnete Freibäder finde ich schon einen Blödsinn!
 
Wombat schrieb:
@molotov
Dann fang doch Du an und mach keinen Wintersport mehr. Damit ist der Umwelt am beisten geholfen. :versteck:
Ich fahre momentan nicht zum Skifahren, in meinem Saisongebiet Bregenzerwald wird deutlich weniger beschneit bzw. gar nicht.
Ich fordere doch auch gar keinen Vollausstieg aus der Beschneiung, nur bin ich gegen manchen Exzess... Das ist wie beim Autofahren, Maß halten hilft doch auch schon, warum dauernd auf 180 beschleuningen, wenn man ein paar hundert Meter wieder eingebremst wird, dann besser gemütlich mit 130 oder 140 gleiten, Rückzug ein Haufen Sprit gespart ohne dass es wehtut...
 
GMD schrieb:
Im Winter dank Beheizung geöffnete Freibäder finde ich schon einen Blödsinn!
Genauso wie Speiseeis mit Temperaturen von unter 0 Grad im Hochsommer ist umweltpolitisch vollkommen inakzeptabel!

Als Hamburger denke ich, dass Skifahren ausschließlich den Alpenbewohnern vorenthalten werden sollte, da allein der Energieaufwand zur Reise unverantwortlich ist!
Ebenso ist ein Münchener am Strand ja schon mehr als perverse Vorstellung. Und starli als Innsbrucker auf der Fähre nach Norwegen sollte prinzipiell schon auf eine Ebene mit Schurkenstaaten wie Iran und Nordkorea gestellt werden!
 
Das ganze "moderne" Leben ist Energieverschwendung!

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