C. Gentil
Großer Müggelberg (115m)
- Registriert
- 20. Nov. 2002
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Was es nicht alles gab!
Der wohl kurioseste Skilift, der in der Schweiz im Einsatz war, war mit Bestimmtheit derjenige nach dem System von August Wullschleger von der gleichnamigen Firma aus Olten. Der Witz an diesem Lift war, dass die dreieckförmigen Stützen nicht fest im Boden verankert waren, sondern auf Kufen standen, mit dem Förderseil fest verbunden waren und somit die umlaufende Fahrt mitmachten! Eigentliche Schleppgehänge kannte diese Konstruktion nicht; vielmehr übernahmen die umlaufenden Masten deren Funktion, so dass sich die Fahrgäste daran festhalten und so in die Höhe befördern lassen konnten. Die Idee an der ganzen Sache war, dass sich der Lift einfach den veränderlichen Schneehöhen anpassen sollte. Dazu mussten nur die Umlenkstationen höhenverstellbar ausgeführt werden, der Rest erledigte sich von selbst. Diese Lösung eignete sich vor allem für nicht allzu lange Strecken in einem Gelände, das mehr oder weniger gleichmässig ansteigt. Ausserdem konnte die ganze Anlage am Ende des Winters weggeräumt werden. Die Skiliftkonstruktion nach Wullschleger wurde 1939 in Flühli im Entlebuch in die Praxis umgesetzt und soll auch ganz zufriedenstellend funktioniert haben. Dass sich dieses System längerfristig trotzdem nicht durchsetzen konnte, bedarf aus heutiger Sicht sicher keiner weiteren Erklärungen!
Für alle, die es etwas genauer wissen möchten, lässt sich die entsprechende Patentschrift mit den dazugehörenden Skizzen (PDF-Dateien) runterladen unter:
http://www.espacenet.ch/espacenetplus/forms/basicsearch.htm
Einfach folg. Nummer im Feld "Publication Number" eingeben und "search" drücken: CH193821
Die Firma Wullschleger baute aber auch erfolgreichere Anlagen, so z.B. 1939 die Luftseilbahn Champéry-Planachaux, die bis 1987 fast unverändert in Betrieb war.
C. Gentil
http://www.seilbahn-nostalgie.ch
Der wohl kurioseste Skilift, der in der Schweiz im Einsatz war, war mit Bestimmtheit derjenige nach dem System von August Wullschleger von der gleichnamigen Firma aus Olten. Der Witz an diesem Lift war, dass die dreieckförmigen Stützen nicht fest im Boden verankert waren, sondern auf Kufen standen, mit dem Förderseil fest verbunden waren und somit die umlaufende Fahrt mitmachten! Eigentliche Schleppgehänge kannte diese Konstruktion nicht; vielmehr übernahmen die umlaufenden Masten deren Funktion, so dass sich die Fahrgäste daran festhalten und so in die Höhe befördern lassen konnten. Die Idee an der ganzen Sache war, dass sich der Lift einfach den veränderlichen Schneehöhen anpassen sollte. Dazu mussten nur die Umlenkstationen höhenverstellbar ausgeführt werden, der Rest erledigte sich von selbst. Diese Lösung eignete sich vor allem für nicht allzu lange Strecken in einem Gelände, das mehr oder weniger gleichmässig ansteigt. Ausserdem konnte die ganze Anlage am Ende des Winters weggeräumt werden. Die Skiliftkonstruktion nach Wullschleger wurde 1939 in Flühli im Entlebuch in die Praxis umgesetzt und soll auch ganz zufriedenstellend funktioniert haben. Dass sich dieses System längerfristig trotzdem nicht durchsetzen konnte, bedarf aus heutiger Sicht sicher keiner weiteren Erklärungen!
Für alle, die es etwas genauer wissen möchten, lässt sich die entsprechende Patentschrift mit den dazugehörenden Skizzen (PDF-Dateien) runterladen unter:
http://www.espacenet.ch/espacenetplus/forms/basicsearch.htm
Einfach folg. Nummer im Feld "Publication Number" eingeben und "search" drücken: CH193821
Die Firma Wullschleger baute aber auch erfolgreichere Anlagen, so z.B. 1939 die Luftseilbahn Champéry-Planachaux, die bis 1987 fast unverändert in Betrieb war.
C. Gentil
http://www.seilbahn-nostalgie.ch
