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Kurzvisite am Stubaier Gletscher 22.7.22

Mit einem lädierten inneren Seitenband am Knie kann man so halbwegs bergauf gehen, nicht aber bergab. Für letzteres gibt es zum Glück Seilbahnen. Somit bot es sich mir an, auch doppelt motiviert durch die segnende Hitze derzeit, kurz ins Stubaital reinzufahren, um das Bahnangebot am Talende überwiegend regenerativ zu nutzen. Fazit: Trotz Schmerz ein feiner improvisierter Tag.























































































 
grausam, wenn ich da an die 90er zurückdenke.
 
Hässliche Bilder! Danke!

Katastrophentourismus mal vor der Haustür :cry:
 
Was da Dein behandelnder Orthopäde dazu sagen würde....
 
Wem geht's denn schlechter, dem Gletscher oder dem Seitenband?

Und wie hast du dein Seitenband lädiert?
 
Also: mir gefällts!

Wie gewohnt eindrückliche Bilder, natürlich auch treffend und zielsicher inszeniert, komponiert und arrangiert.

Tja, da kann man nur festhalten: Sommerski adieu.

Andererseits: Dieser krude technoide „Alpen-Chic“ hat definitiv etwas, vor allem noch, wenn das Ganze mit „when was the last time you were Hasenmeistered, pardon Jägermeistered?“ garniert wird... auch darf ein Glazialmesser nicht fehlen!

PS: eine Frage habe ich noch zum königlichen Schnitzel. Ist das Loch links oben ein Gletschersee? Oder gar ein Toteisfeld mit Panade;-)?
 
Warum sind denn bei dem Schlepper an jeder Stütze Depots/Vermattung und dazwischen nicht?

Kenne mich mit der sommerlichen "Aufbewahrung" ehrlich gesagt nicht aus. Ist mir nur auf den Bildern aufgefallen.
 
Besten Dank!

An der Gipfelbahn verabschiedet sich der Ziehweg.
Gleich wie am Dachstein hat man von einem Schlepper die ganze Trasse foliert und warum schiebt man Schnee zu dem Ausstieg des Eisjochschleppers?

https://dachstein.panomax.com/

Als Gletschervergleich und am Schladminger ist die Trasse vom Gletscher so hoch wie die Stützen selber. Der See wird größer und das gleiche Trauerbild.
 
loennermo schrieb:
Warum sind denn bei dem Schlepper an jeder Stütze Depots/Vermattung und dazwischen nicht?

Weil man verhindern will dass die Stützenfundamente auftauen.
 
wenn ich 35 Jahre jünger wäre würde ich jetzt ungläubig fragen: „Und da konnte man echt im Sommer Ski fahren? Du veräppelst mich doch, oder?“
 
valdebagnes schrieb:
wenn ich 35 Jahre jünger wäre würde ich jetzt ungläubig fragen: „Und da konnte man echt im Sommer Ski fahren? Du veräppelst mich doch, oder?“
Ich bin zwar nur 24 Jahre jünger, aber bis wann gab es denn richtigen Sommerskibetrieb bis Juli/August?
 
bis 2002 konnte man im Stubai im Sommer noch offiziell skifahren...

Ich habe schon geschaut, Schneeberichte hier im Forum gehen nur bis 2007 zurück,
aber es gibt sicher hier im Forum ein paar Mitglieder die noch Bilder aus dieser Zeit haben... :D

Inoffiziell konnte man sogar in 2020 im August auf dem Stubaier Gletscher noch skifahren... :mrgreen:

https://www.lukasruetz.at/2020/08/05-08-2020-stubaier-gletscher-sommerskitour/
 
Das Loch im Schnitzel, das ist eine ganz zentrale existentielle Fragestellung, die ich trotz eingehender Analyse auch nicht anzatzmässig beantworten kann. Es war einfach da, aber wieso? Man kann es einfach nicht nicht bemerken
Hatte das Urprungstier dieses Loch bereits in sich verbaut? Wurde das Loch in der Küche mit einem speziellen Instrument hergestellt? Fragen über Fragen, aber ich fürchte, wir kommen nicht weiter! :-)

Glazialmesser und Jägermeister: Es finden sehr viele mehr oder minder interessante Gegenstände (freundlich ausgedrückt), nahezu unendlich viele, im wegtauenden Gletschereis. Wobei dieses mal so richtig spannendes nicht dabei war.

Eigentlich wollte ich ja Spuren des allerersten Schleppliftes dort suchen, der ja ursprünglich vom sog. Gamsgarten zum Eisjoch führte. Vom obere Abschnitt stehen, wenn ich nicht irre, noch Teile der Gittermasten, die jetzt eine Stromleitung tragen. Parallel zum noch funktionierenden Schlepplift mit seiner tiefergelegten bergseitigen Umlenkstation.

Ich meine mich zu erinnert, dass ich den (gedoppelten) Lift im Jahr vor seinem Ersatz mit der KSB noch gefahren bin.

Insgesamt, und nur so kann man es sehen, ist das "Gletscherskigebiet" für das Tal bis hinab nach Schönberg der zentral lenkende industrielle Wirtschaftsbetrieb. Die Restgletscher wirken denen heute allenfalls als störend, verursachen diese doch wiederkehrende Kostenbelastungen zur quasi jährlichen Geländekorrektur. Das wird wohl hingenommen, ein Konzert an Baumaschinen modellieren heute unablässig hochalpine Fels- und Geröllhänge scheinbar wie im Sandkastenspiel.
Die schweren gelben Maschinen sind heute erstaunlich leistungsfähig geworden, jedenfalls im Vgl. zur Sommerski-Pionierzeit in den 1970er.

Ob die sichtbar hohen Aufwendungen für Investitionen und operative Betriebsführung dieses immer komplexer werdenden Systems insgesamt langfristig haltbar sein werden? Da kann man schon ein Fragezeichen setzen. Auch ein Karstadt-Quelle war mal In..
So mein Eindruck vom dort herumspazieren im Sommer...
 
Grossartige Bilder grotesker Schönheit und perfekt komponiert, so dass es keiner erkärenden Kommentare bedarf....
Ob es den Schaulustigen da oben wohl bewusst ist, wie es dort noch vor wenigen Dekaden ausgesehen hat und was sie verpasst haben?

Mein erster Besuch am Stubaier muss im Sommer 88/89 gewesen sein, eben um diese Zeit herum. Direkt nach dem Austieg aus der Eisgratbahn musste man erst einmal eine mehrere Meter steile Schneeböschung erklimmen um zum Einstieg des kurzen Eisjoch SL zu kommen. Ansonsten erinnere ich mich noch, dass der Gaiskarferner ebenfalls Skibetrieb hatte.
Meine erster Sommerskiversuch endete dann übrigens auch mit einer Innenbandzerrung. :x
 
Immerhin können sie laut Beschilderung technischen Schnee ohne Strom erzeugen.
 
Pistencruiser schrieb:
Grossartige Bilder grotesker Schönheit und perfekt komponiert, so dass es keiner erkärenden Kommentare bedarf....
Ob es den Schaulustigen da oben wohl bewusst ist, wie es dort noch vor wenigen Dekaden ausgesehen hat und was sie verpasst haben?

Mein erster Besuch am Stubaier muss im Sommer 88/89 gewesen sein, eben um diese Zeit herum. Direkt nach dem Austieg aus der Eisgratbahn musste man erst einmal eine mehrere Meter steile Schneeböschung erklimmen um zum Einstieg des kurzen Eisjoch SL zu kommen.

Na die war 1997 schon weg...
 
Ich bin gespannt ab wann die ein Förderband aufstellen müssen, damit man vom Gletscher wieder auf die Höhe von der Eisgratstation kommt. Beim SL haben sie die Trasse wohl schon aufgeschüttet damit man nicht erst bergab fährt.

Alternativ kann man ja den SL dann mal Richtung Eisgrat benutzen.
 
Lord-of-Ski schrieb:
Ich bin gespannt ab wann die ein Förderband aufstellen müssen, damit man vom Gletscher wieder auf die Höhe von der Eisgratstation kommt. Beim SL haben sie die Trasse wohl schon aufgeschüttet damit man nicht erst bergab fährt.
Wobei die im Bild oben aus Erde erscheinende solide Aufschüttung tatsächlich auf Gletschereis "fundiert"...
Übrigens dachte ich stets, dass der Komplex am Eisgrat am Ende einer langezogene Schulter steht, welche noch weitgehend unter Eis wäre, und in etwa entlang der Schlepplifttrasse verläuft. Der Gletscher würde somit beidseitig am Stationskomplex vorbeifliessen. Tatsächlich aber verläuft diese Schulter ganz anders, naemlich ganz bescheiden nach Norden, also Richtung Rotadl Bergstation in etwa. Umd jeder kennt sie, das ist naemlich die Felsbarriere, an dem heute der Gletscher Richtung Gamsgarten endet.
Der Hauptfluss vom Gletscher biegt deshalb entlang dieser Barriere Richtung Süden ab, und fliesst somit von unten betrachtet links vom Eisgratkomplex vorbei. Deshalb können die dort die Eishöhle (noch) erhelten. Kostet 6.50 btw. "but I already bought the cablecar ticket" hört man öfters an der Kassa.

Lord-of-Ski schrieb:
Alternativ kann man ja den SL dann mal Richtung Eisgrat benutzen.
Das haette einen ganz eigenen Charme wenn Väter dann ihren Kindern erzählen "Als ich klein war, fuhr der Lift noch anders herum. Der Geisterlift am Stelvio kônnte das ja jetzt schon.
 
Das die Schulter Richtung Rotadl geht wurde mir vor zwei Jahren schon so bewusst. Die Frage ist nur wie Tief das Becken wird vorm Eisgrat. Irgendwann wir das wahrscheinlich wirklich wie am Stelvio.

Aber das Ausbruchmaterial mal sauber auf den Gletscher kippen um die SL Trasse zu halten nenn ich auch mal zweifelhaft. Wollen sie das jetzt dann jährlichen widerholen. An der Bergstation Schaufeljochen in Richtung Jochdohle schaut dass auch nicht mehr so gut skibar aus. Früher hatte man das Großzüge vermattet.

Die Eishöhle kostet zwar extra, aber uns hat es damals gefallen als wir da waren.
 
Highlander schrieb:
bis 2002 konnte man im Stubai im Sommer noch offiziell skifahren...

Ich habe schon geschaut, Schneeberichte hier im Forum gehen nur bis 2007 zurück,
aber es gibt sicher hier im Forum ein paar Mitglieder die noch Bilder aus dieser Zeit haben... :D

Ja, diese Forumsmitglieder gibt es :D :

aus diesem Bericht hier http://www.sommerschi.com/forum/reportagen-f8/zuckerhuetl-wilder-pfaff-–-august-2002-t4362.html

01-sommerskigebietschkwkf0.jpg


Sommerskilauf am Schaufelferner, 8. August 2002. Ein in vielerlei Hinsicht heute schon historisches Photo. Man sieht klar und deutlich den Skibetrieb, mit vielleicht zwanzig Skifahrern (auch Starli?), entgegen der späteren Aussage der Bergbahnen, dass in diesem Jahr der Sommerskibetrieb eingestellt worden sei. Es gibt noch keine 8-EUB Schaufeljoch, die Verhältnisse schauen für heutige Bedingungen ganz in Ordnung aus, es ist quasi kein Blankeis zu sehen. In diesem Sommer wurde dort auch fast noch durchgefahren, bis auf drei Wochen Ende August, Anfang September

Also fast auf den Tag genau 20 Jahre her... (mein halbes Leben..., ein Wahnsinn)

08-daunkogelundgletscqojfl.jpg


Blick zurück vom Fernauferner zum Skigebiet mit den Bergstationen Eisgrat und Rotadl (4-KSB). Man sieht, dass der Schaufelferner noch ein gutes Stück tiefer als der Eisgrat reicht und, dass die sog. Eisnase am Rotadlkopf noch intakt ist. Heute dort ja keinerlei Eis mehr. Links oben der Daunkogel und darunter die Stützen der SLte Daunferner

@Kris:
Eigentlich wollte ich ja Spuren des allerersten Schleppliftes dort suchen, der ja ursprünglich vom sog. Gamsgarten zum Eisjoch führte. Vom obere Abschnitt stehen, wenn ich nicht irre, noch Teile der Gittermasten, die jetzt eine Stromleitung tragen. Parallel zum noch funktionierenden Schlepplift mit seiner tiefergelegten bergseitigen Umlenkstation.

Nein, die Stromleitung war meines Wissens "immer schon" unabhängig von den Schleppliften. Ich denke, es gibt Bilder, die drei Schlepplifte und die Stromleitung hier parallel zeigen und damit den oberen Schaufelferner ja so richtig vollgestellt haben.
Der "Ur-Schlepplift" Eisjoch, dessen Trasse zeigen deine Bilder doch sehr gut. Warum sollte unterhalb der 6-KSB Trasse das Gelände ansonsten so planiert sein?
 
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