Nach 43 Jahren Skifahren in Laax habe ich es heute erstmals geschafft, die Piste 90 nach Ladir zu befahren. Das dokumentiere ich für Nachahmer gerne. Aber Vorsicht: Wegen der zahlreichen Gegensteigungen und flachen Ziehwege muss man genügend Zeit einplanen, um das Postauto, das nur stündlich fährt (an Sonn- und Feiertagen keines um 17 Uhr!), zu erwischen!! In weiser Voraussicht hatten wir dies glücklicherweise gemacht, denn wir brauchten tatsächlich 30min bis Ladir Vitg!
Schnee hat es momentan bis Ladir genügend und die Piste ist in gutem Zustand. Bei hohen Temperaturen würde ich davon abraten. Es ist lustig, sie erstmals zu befahren, gibt tolle Einblicke ins Bündner Oberland und man sieht die Weisse Arena aus ganz anderer Perspektive. Aber Wiederholungsfahrten müsste ich jetzt auch nicht haben...
Wenn Laax in den Dolomiten wäre, würde man hier eine tolle Tour signalisieren: Von Flims über Masegn nach Ladir, denn mit dem Bus rüber nach Surcuolm und zum Piz Mundaun, weiter nach Obersaxen, rüber nach Brigels dort über Dado nach Waltensburg und am Schluss mit dem Bus zurück nach Flims. Alles in einem Ticket, gut ausgeschildert, mit guten Verbindungen und alles dokumentiert. Aber so viel Tourismusverständnis wäre in der Schweiz und in Graubünden zu viel des Guten...

In den Dolomiten Selbstverständlichkeit. zB die Gebirgsjägertour.
Leider sind die Bilder infolge der Wolken nicht sehr kontrastreich:
Zuerst folgt die 90 der Route von Masegn nach Falera, die ich hier auch schon dokumentiert hatte:
Nach zwei Gegensteigungen geht es endlich abwärts:
Aber nur kurz, dann folgt erneut eine Gegensteigung:
Immer mehr öffnet sich der Blick zum Piz Mundaun:
Seitenblick nach Falera und ein knackig steiler Abschnitt (mit Umfahrungsmöglichkeit):
Dann geht es über weite Flächen...
...und später in rascher Folge wechselnd über Waldziehwege und offene Bereiche mit „richtiger“ Piste und häufigem Blick ins Oberland:
Blick nach Falera. Wer Laufen mag, kann einen Wanderweg dorthin zurück nehmen.
Am oberen Dorfrand von Ladir endet die Piste, aber hier kommt kein Postauto vorbei:
Glücklich, wer wie wir genügend Schnee hat, um noch weiter ins Dorf zu fahren:
Vor dem letzten Stall muss man rechts abzweigen, dann kommt man direkt zur Postautohaltestelle:
Ziel erreicht. Lässige Sache!
Jetzt sitzen wir in der 75minütigen Postautofahrt mit 2x Umsteigen zurück nach Flims. Schon etwas aufwändig...
Edit 17.30 Uhr:
Nach der langen Reise gab es dann natürlich noch „Nachtskifahren“ die alte Skiwiese runter:
Heute übrigens mit 11000 Eintritten bisheriger Saisonrekord. Gemerkt hat man davon aber kaum was, speziell im Raum Masegn-Lavadinas war es sehr leer.