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laax . jan12 . fine selection

laax . jan12 . fine selection

Wochentag im Januar, Traumwetter, ideale Schneeverhältnisse (wenn auch kein frischer Neuschnee), ganzes Gebiet geöffnet: Beste Voraussetzungen für einen Besuch in Laax. Laax - ein Skigebiet das polarisiert und deswegen vielen nicht passt. Zweifellos ein In-Gebiet, doch bietet es weitaus mehr als Parks und Monsterpipes. Punkto Abwechslung spielt es in der Top-Liga mit, allerdings auch im Preis. Es sei denn, man fährt mit dem ÖV an. Snow&Rail - 16 sFr. gespart, kein Parkhausgebühr, dank IC-Strecke Zürich-Chur und DIrektcar nach Flims keinen Zeitverlust, stattdessen Zeit zum Schlafen und Arbeiten. Um 8:20 an der Kasse, Skibillet gekauft, KeyCard bezahlt (dass man diese in Laax nicht zurückgeben kann, störte mich diesmal nicht. Warum, wird man am Ende des Berichts feststellen), und ab gings!

Das Skigebiet wird geprägt von endlos weiten Schneewüsten, sowie vom zentralen Kamm zwischen Crap Masegn und Crap Sogn Gion und dem Tal zwischen Fuorcla und Plaun. Das Liftnetz erstreckt sich wie eine Spinne über das Gelände - die meisten Anlagen sind direkte Verbindungen zwischen verschiedener Knotenpunkten. Dadurch ist bereits gegeben, dass es zwischen den Liften viel Platz gibt, wo sich dann auch zahlreiche Hintenrum-Abfahrten finden lassen. Andererseits gibt es viele Ziehwege, die es möglichst zu umfahren gilt, was bei intelligenter "Lift-Kombination" kein Problem ist. Insgesamt ist es ein riesiges Angebot von Pisten aller möglichen Expositionen und Schwierigkeitsgraden, von denen viele eigenständigen Charakter haben.

Pistenplan PDF
Pistenplan JPG

Laax an einem Tag kennenlernen ist unmöglich, geschweige denn während einem Tag abzufahren. Da ich schon verschiedentlich in Laax war, konzentrierte ich mich auf eine Auswahl von Höhepunkten und von Pisten/Routen, welche ich noch nicht kannte. Der Tag wurde so zu einer "BestOf-Runde". Beliebteste Zubringernanlage ist der 1997 gebaute Arena-Express von Flims über Plaun und Scansinas nach Nagens. Wegen den flachen Hängen rund um Flims ist es unumgänglich, dass die Zubringer lange Anlagen sind und es etwas dauert, bis man richtig im Gebiet angekommen ist.

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Bergstation Arena-Express auf Nagens

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nette Piste zum Einfahren - gegenüber der Crap Sogn Gion

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6KSB Mutta Rodunda, ersetzte 4 Schlepplifte

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Bergstation Mutta

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La Siala - Kultobjekt

Die erste richtige Abfahrt war die schwarze Camona an der kultigen 3-KSB La Siala. Wie immer war es dort oben sehr kalt und windig, dafür war die Abfahrt auf der menschenleeren Piste ein Genuss. Die Weite des Gebiets übertrug sich sofort auf die Stimmung, man fühlt sich hier gleich von Beginn an frei und gelöst. Dann weiter zum Vorab - mangels Andrang ist nur der rechte Lift geöffnet, und auch hier gabs mehr als genug Platz. Allerdings wieder mal mit der Feststellung, dass vom ehemals eindrücklichen Gletscher nicht mehr viel übrig geblieben ist.

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Blick hinüber zum Vorab und den Gipfelliften

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Kennzeichen von Laax: weite Schneewüsten - die Vorab-Gondelbahn ist hier schon sehr weit entfernt

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Steilhang der Camona-Piste

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Blick hinunter zum Skigebiet Elm, wo eine Gleitschneelawine die Pleus-Pisten zugeschüttet hat

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Piste Glarner: hintenrum auf direktem Weg zum Vorab

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Vorab-Gletscherlifte, fast bis auf 3000 m.ü.M.

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auch hier: traumhafte Pisten

Quert man von der Bergstation Vorab nach links hinüber, kommt man zum Startpunkt der Sattelpiste - eine der schönsten Skipisten überhaupt. Mehr als 10km lang führt sie durch ein einsames, unverbautes Hochtal. Steilhänge, Schussstücke, Wellen, Kurven - alles dabei. Eine richtige Abfahrt zum Geniessen. Ab und zu halte ich an, einfach um die Umgebung zu geniessen. Zeitbegriffe gibts hier nicht, man lässt sich spontan gehen und fühlt sich überhaupt nicht in einem Grossgebiet. Einziges Zeichen von Infrastruktur ist die Vorableitung - Europas höchstgelegene Freileitung.

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Vorab-Sattel - Einfahrt in die weite Geländekammer

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kilometerlang Piste, und sonst nichts

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.. immer weiter...

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gegenüber der Crap Masegn

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wieder etwas weiter unten...

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zum Schluss noch etwas Schieben, im Bild die Starkstromleitung

Nun war es Zeit für einige kürzere Abfahrten, wobei "kürzer" in Laax relativ ist. Gleich eine Direktfahrt an der Alp Ruschein, da sich hier auch unter der Woche gegen Nachmittag hin beträchtliche Wartezeiten ergeben können, da die altehrwürdige Sesselbahn nicht besonders leistungsstark ist. Danach wählte ich die schwarze 41 hinunter zur Station Fuorcla, womit sich ein erstesmal der "Skischaukeleffekt" einstellt. Sowieso fand ich den Crap Masegn wiedermal genial, denn von hier aus gibts in alle möglichen Richtungen interessante Abfahrten.

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Sesselbahn Alp Ruschein

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interessante Trassierung an der Alp Ruschein

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nochmals die 2SB, welche fast 700 Höhenmeter macht

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Crap Masegn von der anderen Seite aus gesehen

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Mittelstation Fuorcla, darüber die charakteristische Schneewüste

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zweite Gondelbahnsektion in Richtung Vorab

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wieder am Crap Masegn

Die Rückseite des zu Beginn angesprochenen Kamms zwischen Crap Masegn und Crap Sogn Gion liegt nachmittags im Schatten, weshalb ich hier noch einige Fahrten unternahm. Z.B. auf der roten 42 "Pulver" von Alp Dado nach Plaun, die ich noch nicht kannte. Als Abfahrt "im Rücken" durchaus ansprechend, aber nicht zu vergleichen mit anderen, wesentlich interessanteren Pisten. Dennoch ging die Zeit wie im Fluge vorbei.

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rote 45 Treis Palas

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Blick zurück, hier steht demnächst eine KSB

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auf der neuen 6KSB Alp Dado - Kindersicherung, Sitzheitzung, etc.

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in Richtung Fuorcla und Vorab

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Piste Pulver, im Hintergrund die Gondelbahn zum Crap Masegn

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Anfahrt nach Plaun

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auf der 6SKB Plaun-Crap

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auch hier eine durchaus nette Piste

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noch ein Blick zurück

...
 
Bei den berichten von der Weissen Arena kommt es immer drauf an auf was beim Fotografieren geachtet wurde. Einmal hat man den Eindruck das gebiet sei nur Gross aber sonst maximal Mittelmass, dann wiederum bekommt man den Eindruck das gebiet sei nicht nur Gross sondern auck sehr Gut.
Bei diesen Bildern trifft zumindest für mich letzteres zu, einfach nur blöd dass ich da im Winter von hier aus nicht schnell genug hinkomme für einen Tagesausflug.
 
Wie immer bei Dir - sehr schöner Bericht mit sehr ansprechendem Bildmaterial. Und das notabene bei nahezu perfekten Bedingungen - was natuerlich den Eindruck eines jeden Skigebiets per se in ein positiveres Licht rückt. Egal...

...Es ist dies aber vor allem der erste Bericht, der das m.E. absolute Alleinstellungsmerkmal von Flims/Laax überzeugend rüberbringt und entsprechend darstellt: Die unendliche Weite der Gegend, dessen faszinierende Vielfältigkeit sowie natürlich die grandiose Landschaft. All' die vielen strittigen Punkte - die zu hundertfach hier und anderswo bereits diskutiert wurden - lassen wir jetzt mal beiseite und geniessen einfach die wunderbaren Eindrücke...
 
Toller Bericht von einem Gebiet, das bei mir ganz oben auf der Liste steht!

Hast du vielleicht auch Bilder von einem der Funparks gemacht oder warst du garnicht da in der Gegend?


Lg
 
...und weiter gehts...

Szenenwechsel hinauf zur La Siala: Überraschenderweise gab es hier noch immer keine Wartezeiten an der 3er-Sesselbahn, was ich nur selten so erlebt hatte. Dieses Mal war der offizielle Geheimtipp an der Reihe: Die Siala Ost, welche über Grauberg und Startgels, hinunter nach Flims, knapp 1800 Höhenmeter bewältigt. Hier gabs viele interessant trassierte, schmale und weite Abschnitte. Besonders der Abschnitt an der Grauberg-Bahn gefiel mir. Im Übrigen ist dieser als ruhige Ecke ein Geheimtip an Spitzentagen.

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auf der Siala Ost, mit neugierigen Blicken zum Cassonsgrat gegenüber

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sehr schön trassiert, auch dies eine Hintenrum-Piste

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Blick zurück zur Siala Ost

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Grauberg - Bahn

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Genuss-Piste

Vor der Talabfahrt nach Flims gings nochmals mit der Grauberg-Bahn hinauf, da ich die neue Stretg noch nie befahren hatte und dementsprechend kennenlernen wollte. Naja, von einer neuen Talabfahrt für die Massen kann man (im Nachhinein betrachtet) nicht viel mehr erwarten als eine ziemlich stark planierte Piste. Immerhin einige Kurven, und nicht uniformes Gelände, langweilig war sie schon nicht.

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auf der neuen Stretg

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Talstation Flims auf 1100 NN

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Arena-Express 1. Sektion - die ganze Anlage misst 6 Kilometer

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Wechsel zur Liftkette ganz rechts im Gebiet - hier auf der 3KSB Foppa

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nächste Sektion: 4KSB Naraus. Leider beides Anlagen mit Skiköcher, das Snowboard hat nur quer auf dem Sessel Platz

Nächstes Ziel war der Cassons-Grat, ein Kultobjekt, das leider LSAP-gefährdet ist. Die kleine Luftseilbahn fährt im Halbstundentakt hinauf auf den Grat, neben mir hatten sich noch zwei andere Mitzwanziger hierhin verirrt, dazu der Kabinenführer. Nichts für den Mainstream, den oben gilt es zuerst, fünf Minuten hinaufzugehen auf den Gipfel, wo man ein tolles Panorama über die Bündner Alpen geniessen kann. Ach ja, Pisten gibts hier keine. Nur drei Abfahrtsrouten, die es allerdings in sich haben. Der Einstieg gestaltete sich etwas heikel, da fast aller Schnee verweht wurde und bloss ein drei Meter breites Schneeband den steilen Abhang hinunterführte.

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kurz vor der Bergstation Naraus, rechts die Talstation der Cassonsbahn

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Fil de Cassons auf rund 2700 m.ü.M.

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Panorama und Bergstation der Luftseilbahn

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Gipfel-Pano - unten zu sehen Nagens und Co.

Bald schon macht sich aber der ganze Hang auf, und das ist einiges: einen Kilometer breit, ebensoviel hinunter, und man hat das ganze Areal für sich alleine, denn sonst ist hier niemand zu sichten! Leider war der Schnee etwas schwer und schmierig, so dass es kein richtiges Pulverfahren war und die Abfahrt ziemlich in die Beine ging. Ich wählte die mittlere Route hinunter nach Foppa. Minutenlang einen einsamen, kaum endend wollenden hang hinunterkurven. Ein ähnliches Ambiente wie morgens am Vorab Sattel.

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mitten auf der Abfahrtsroute - begleitet von der herrlichen Kulisse

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weiter unten in Richtung Foppa

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Blick zurück auf den breiten Hang, wobei die Steilheit nicht zur Geltung kommt

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wieder im Arena-Express I...

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... kurz vor Plaun

Mittlerweile war es drei Uhr nachmittags, als ich zurück am Crap Sogn Gion war. Letzte Fahrt zum Crap Masegn etwa um 15.45. So blieb die Wahl zwischen der FIS hinunter nach Laax und der blauen Talabfahrt nach Falera. Da ich noch nie nach Falera gefahren war, entschied ich mich für die zweite Variante. Die erste Hälfte bis nach Curnius ging wie im Nu vorbei. Danach erinnerte mich die blaue Talabfahrt im offenen, sonnenüberfluteten Gelände frappant an die Talabfahrt nach Vella im Skigebiet Obersaxen, das hier gleich gegenüber liegt. In schneearmen Wintern sind beide aufgrund der bescheidenen Höhe und Südhanglage Kuntschneebahnen im Grünen.

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4KSB Falera-Curnius, dahinter das Val Lumnezia

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Falera

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4KSB mit Talabfahrt - ebenfalls eine Anlage mit Skiköchern

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weiter oben auf der 4KSB Curnius am Crap Sogn Gion

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Strecke der Luftseilbahn zum Crap Masegn, darunter u.a. der Doppellift Ils Plauns

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Blick aus der Kabine in Richtung Siala und Mutta Rodunda

Crap Masegn, 15.55, soeben mit der letzten Bahn des Tages oben angekommen. Geniessen der Abendsonne, während sich das Skigebiet nach und nach leert, die Gondeln der Vorabbahn eingaragiert werden. Ein toller Tag neigt sich dem Ende zu. Nicht ganz, den noch steht eine Abfahrt an: Bei genügend Schnee wird vom Crap Masegn aus eine Piste zu den weit entfernten Dörfern Ladir und Ruschein präpariert. An der Abendsonne, mit herrlichem Panorama über die Surselva, zweistellige Kilometerzahl - zweifelslos in der Kategorie "schönste Talabfahrten der Alpen". Und wieder stellte sich das Gefühl ein, alle Zeit der Welt zu haben. Für die paar Leute hier traf stets dasselbe zu: Immer wieder für einen Moment anhalten, um die Atmosphäre zu geniessen. Niemanden störte es, dass ab und zu geschoben werden muss. Einfach weiter und weiter hinunter...

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hier wird die Vorab-Bahn bereits eingaragiert

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Start zur Talabfahrt nach Ladir und Ruschein

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kecke, wellige Abschnitte - gegenüber das schattige Obersaxen

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Abendstimmung mit der genialen, kaum enden wollenden Abfahrt

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interessante Steilhänge...

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... und weiter geht's

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Abendstimmung I

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Surselva, rechts Waltensburg mit Skigebiet

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weiter unten dann vorwiegend Weg

Nach etwa 40 Minuten war ich dann unten in Ruschein angekommen - weit weg vom Skigebiet. Erneut ist der Vergleich mit Obersaxen gegenüber unumgänglich - diese Talabfahrt ist das Pendant zur Abfahrt vom Piz Sezner nach Lumbrein oder Vignogn, wobei mir ehrlicherweise jene Talabfahrt in Obersaxen noch ein wenig mehr angesprochen hat. Nun denn, einen kurzen Marsch durchs Dorf zur Bushaltestelle, 15 Minuten warten, und dann gings direkt nach Hause. (Wieder Vorteil ÖV: andere Skifahrer mussten zuerst eine Stunde nach Laax fahren, um dort das Auto "abzuholen").

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Abendstimmung II

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unten angekommen in Ruschein

Fazit: War ein ungemein abwechslungsreicher Besuch. Laax wird mich wiedersehen, auch mit dem Gedanken daran, dass es noch zahlreiche weitere Varianten gäbe, die ich gerne kennenlernen würde, so beispielsweise die Routen Cassons-Segnes, Nagens-Startgels oder Masegn-Falera. Wer das Glas halbleer sieht, der wird in Laax genügend Gründe finden, um sich aufzuregen. Wer es halbvoll sieht, der freut sich schlicht und einfach am abwechlungsreichen Skigebiet.
 
Schöner Bericht.
Viel fällt mir nicht ein, was du an dem Tag nicht gemacht hast. Ich persönlich finde die Schwarze vom Crap Sogn Gion nach Laax noch sehr lohnenswert (1100m Höhenunterschied).
Leider bin ich persönlich dem Gebiet inzwischen etwas negativ eingestellt, da ich mich schon häufiger als Tagesgast abgezockt gefühlt habe... aber dafür können die schön langen Pisten und die weite Landschaft nichts. :)
 
Cooler Bericht, wie immer von Dir! Sieht nach super Pisten aus. Diese ganzen "Hintenrum-Abfahrten" dürften doch selbst in der Hochsaison nicht voll sein?!
Wäre durchaus mal was für eine Woche, mal schauen wann... 8)
 
Toller Bericht der mir einen sehr schönen Eindruck dieses mir unbekannten Gebietes vermittelt hat.
Die Weitläufigkeit begeistert mich! Fast unglaublich, wieviel freie Fläche in den einzelnen Geländekammern noch vorhanden ist.
Bei Schlechtwetter aber wohl nicht so einfach in den baumlosen Weiten die Orientierung zu behalten.
Muss mich doch jetzt glatt mal ins FLF-Topic einlesen. :D
 
Wow, super, danke! Hab da letztes Jahr auf dem Heimweg von Obersaxen für einen Tag vorbei geschaut. Leider wars Mitte Februar proppen voll und mir aus irgend einem Grund hundsübel... Auf jeden Fall hab ich mich damals so an den wichtigsten Stationen des Gebiets vorbei geschleppt, aber auf den Cassons und zur Alp Ruschein hats wegen Schneemangel nicht gereicht.
Habs nicht schlecht gefunden, nach diesem Bericht will ich sofort wieder dahin :wink:

Aber eine echte Revolution am Berg wäre es mal, wenn man diese mühsamen Sessellifte auf Benutzung mit angeschnallten Skiern umrüsten würde... Kein Wunder ist man absolut alleine im Bereich Naraus unterwegs. Die Hänge da wären ja eigentlich noch ganz hübsch. Und wenn die Anlagen Vernünftig in der Landschaft stehen würden, dann wäre das auch noch ein guter Zubringer von Flims zur Grauberg-PB.


Das man solche Hänge freiwillig aufgibt ist mir schon ein Rätsel. Die Marketing-Profis von Laax scheinen an dem Hügel total zu versagen... :wink:
 
Klasse Bericht, vielen Dank dafür :top: Hast du evtl. noch ein paar Bilder der Bergstation des 6-CLD "Mutta Rodunda"? Ware echt nett :D
 
Pistencruiser schrieb:
Bei Schlechtwetter aber wohl nicht so einfach in den baumlosen Weiten die Orientierung zu behalten.
Bei schlechtem Wetter kannst du davon ausgehen, dass die oberen Anlagen (Vorab, La Siala etc.) sowieso nicht geöffnet sind.

Jojo schrieb:
Diese ganzen "Hintenrum-Abfahrten" dürften doch selbst in der Hochsaison nicht voll sein?!
Kommt drauf an. Z.B. die Vorab-Sattel kann schon recht voll sein, wenn nachmittags alle vom Vorab zur Alp Ruschein runter fahren.

intermezzo schrieb:
Wie immer bei Dir - sehr schöner Bericht mit sehr ansprechendem Bildmaterial. Und das notabene bei nahezu perfekten Bedingungen - was natuerlich den Eindruck eines jeden Skigebiets per se in ein positiveres Licht rückt. Egal...
Völlig klar. Zumal man in einem Winter die Tage, an denen das ganze Gebiet offen ist und wenig Leute unterwegs sind an einer Hand abzählen kann. Z.B. am Tag vor meinem Besuch war bei identischen Bedingungen der Cassonsgrat zu.

Aber eine echte Revolution am Berg wäre es mal, wenn man diese mühsamen Sessellifte auf Benutzung mit angeschnallten Skiern umrüsten würde... Kein Wunder ist man absolut alleine im Bereich Naraus unterwegs. Die Hänge da wären ja eigentlich noch ganz hübsch. Und wenn die Anlagen Vernünftig in der Landschaft stehen würden, dann wäre das auch noch ein guter Zubringer von Flims zur Grauberg-PB.
Ski abziehen ist ja das eine, aber dass es nichtmal Köcher fürs Snowboards gab, hat mich schon überrascht.
Vielleicht wären die Naraushänge etwas besser im Skigebiet integriert, wenn man damals den Arena-Express auf der Linie Flims-Foppa-Startgels-Nagens gebaut hätte. Wobei hier jede Variante ihre Vor- und Nachteile hat.
 
super bericht aus einem super skigebiet. wohne ab 30.3. eine woche in euschein, hoffentlich ist die "sackgassen" abfahrt runter dann noch machbar
 
Vielleicht wären die Naraushänge etwas besser im Skigebiet integriert, wenn man damals den Arena-Express auf der Linie Flims-Foppa-Startgels-Nagens gebaut hätte. Wobei hier jede Variante ihre Vor- und Nachteile hat.

Das ist auch sowas, das ich nicht verstanden habe. Die heutige Ausführung hat für mich nur den Vorteil, dass man etwas schneller auf Crap Sogn Gion ist. Selbst die Stretg wäre mit einer direkten Piste besser erschlossen! Für Naraus hätte das aber m.E. nicht viel gebracht. Die bestehenden Lifte stehen halt auch nicht gerade besonders gut in der Landschaft.
 
Toller Bericht, auch dieses Gebiet steht bei meiner Graubünden Tour auf der Liste :) Noch ein paar fragen:

1)Ist es prinzipiell möglich an einen Tag alle Lifte abzufahren? Ist mir schon klar das alle Pisten unmöglich sind!
2)Muss ich am Cassons-Grat zwingend auf den Gipfel gehen oder kann man auch gleich von der Bergstation wieder abfahren? Mit Skischuhen ist das, finde ich, etwas blöd "Bergsteigen" zu gehn ;)
3)Wie genau ist das mit dem Bahn und Liftkarte Kombiticket? Kann ich sowas zB auch am Bahnhof in Chur kaufen? Oder zahlt sich das bei der geringen Entfernung Chur-Flims nicht aus?
4)Muss man sich bei Sesselliften dort die Skier ausziehen? Soetwas hab ich ja noch nie erlebt, außer bei irgendwelchen alten ESL!
 
1. Möglich schon, dazu muss aber auch alles offen sein. Ob es Sinn macht ist die andere Frage....
2. Nein man muss zum Gipfel laufen, was aber nichts mit Bergsteigen zu tun hat. Wenn die 300m zuviel sind, würde ich evtl. Bottrop Laax vorziehen ;)
3. K.A. fahr mitm Auto
 
Danke für die schnelle Antwort!

ChaosB99 schrieb:
2. Nein man muss zum Gipfel laufen, was aber nichts mit Bergsteigen zu tun hat. Wenn die 300m zuviel sind, würde ich evtl. Bottrop Laax vorziehen ;)
*gg* na ich denke 300m werde ich mit meinen 23 Jahren wohl dann doch noch schaffen ;)


ChaosB99 schrieb:
3. K.A. fahr mitm Auto
Werd ich zu 99,9%, so wie immer, eh machen ;) Ich bin ja einer von dehnen die "aus Prinzip mit dem Auto" fahren ;) Warum unbequem wenns bequem auch geht ;)
 
Schwiiiiiz schrieb:
3)Wie genau ist das mit dem Bahn und Liftkarte Kombiticket? Kann ich sowas zB auch am Bahnhof in Chur kaufen? Oder zahlt sich das bei der geringen Entfernung Chur-Flims nicht aus?

Das Angebot heisst Snow'n'Rail. Damit erhältst du 20% auf die Bahnfahrt und 20% auf den Skipass. Ob es sich lohnt, in Chur auf das Postauto zu wechseln, kannst du selber ausrechnen.
 
Schwiiiiiz schrieb:
Toller Bericht, auch dieses Gebiet steht bei meiner Graubünden Tour auf der Liste :) Noch ein paar fragen:

1)Ist es prinzipiell möglich an einen Tag alle Lifte abzufahren? Ist mir schon klar das alle Pisten unmöglich sind!
2)Muss ich am Cassons-Grat zwingend auf den Gipfel gehen oder kann man auch gleich von der Bergstation wieder abfahren? Mit Skischuhen ist das, finde ich, etwas blöd "Bergsteigen" zu gehn ;)
3)Wie genau ist das mit dem Bahn und Liftkarte Kombiticket? Kann ich sowas zB auch am Bahnhof in Chur kaufen? Oder zahlt sich das bei der geringen Entfernung Chur-Flims nicht aus?
4)Muss man sich bei Sesselliften dort die Skier ausziehen? Soetwas hab ich ja noch nie erlebt, außer bei irgendwelchen alten ESL!

2) es gab schon auch Spuren, die direkt rüber querten. Allerdings ziemlich grenzwertig, da der Schnee verblasen ist und es dort apere Stellen hat. Nun, damit geht halt einfach die Gipfel-Impression verloren

3) siehe hier: http://www.sbb.ch/freizeit-ferien/tagesausfluege/snownrail.html
Man braucht eine gewisse Distanz, um das Snow and Rail Kombi zu kaufen (z.B. ab Chur geht nicht, da zu kurz). Man spart dabei am Zugticket und Skipass. Wenn man das GA hat, ist Reise sowieso gratis und man erhält einfach ein günstigeres Billet. Hat in Laax halt die genannten Vorteile: keine Parkgebühr, An- und Abreise von unterschiedlichen Orten möglich, und von Zürich nach Flims kommts zeitlich aufsselbe hinaus

4) Ja. Die Sessel Foppa, Naraus und Falera sind solche, wo man die Skier ausziehen und in die Skiköcher am Sessel legen muss. Manchmal helfen auch die Liftangestellten. Für Snowboarder ists aber sehr unpraktisch, da keine entsprechenden Köcher vorhanden :(
 
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