Die Kinder machten auf mich nicht den Eindruck, daß sie das ungern täten!
Dem Vater als Bergführer traue ich durchaus zu, daß er die Lage unter Kontrolle hat.
Und die Kurzen haben einen besseren und sichereren Tritt als so manche "Alpinisten".
Als Kind zu lernen, sich "im Bühel" zu bewegen, das kann Dir keiner mehr nehmen, das lernst als Erwachsener nimmer!!!!!
Als Kind hatte ich auch einen Schulweg von 3 km ins Tal zu gehen!
Stellt Euch vor, bei Regen haben wir dann einfach einen Lodenjanker, eine Lodenhose und einen breitkrempigen hut angezogen, wie fahrlässig von unseren Eltern!!!
Außerdem fuhren wir manchmal bei irgendwelchen Autofahrern mit!!
Nach der Schule wurden wir nicht abgeholt!! Wahnsinn!
Wir mußten wieder zu Fuß laufen, oder bei "Fremden" mitfahren!!
Im Winter mußten wir rodeln oder schifahren, um in die Schule zu kommen!!
Unvorstellbar, oder?
Und das schlimmste daran - wir waren nicht zu dick!!!
Wir trafen auf dem Weg unsere Freunde und hatten eigentlich sehr viel Spaß auf dem Schulweg, daß es schlimm war, daran kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern!!!!!!!
Wir leben nun mal in den Bergen, da gibt es halt nicht immer Öffis, außerdem gibt es in der Landwirtschaft grad dann viel Arbeit, wenn die Kinder in die Schule müssen.
Ich konnte Auch während meiner Zeit in Frankfurt nie verstehen, daß die Leute vom Bahnhof zur Hauptwache mit der U-Bahn fuhren, zu Fuß war man viel schneller!!
Und wenn man den Weg runter in die Station, und wieder rauf rechnete, dann bin ich mir gar nicht sicher, ob der nicht gleich lang war :lol:
O Tempora, o Mores
edit: Daß die Alten ihre Kinder mit dem Auto in die Schule führen, ist bei uns im Ländle leider eine Modeerscheinung, die nix mit Oberlech zu tun hat.
Mein Sohn hat einen Schulweg von getrödelten 10 - 15 Minuten, sein Klassenkollege, der nur ca 500 Meter entfernt wohnt, wird auch jeden Tag mit dem Auto gebracht, einmal ist es zu kalt, das andere Mal zu nass, und wenn keine Ausrede mehr parat ist, dann "muß ich sowieso nach Bludenz, da kann ich ihn auch gleich mitnehmen.
Ich habe meinen Sohn in seiner dreijährigen Schulkarriere erst dreimal zur Schule gefahren, und das auch nur, weil er eine Fußverletzung hatte.