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Lawinen 2013/14

Wie steil und scheinbar und aufgrund der Lawinenverbauung praktisch unfahrbar der Hang ist, muss ich aber nicht extra erwähnen oder?
 
Ganz heisser Anwärter auf den Darwin-Award. Seine Angehörigen tun mir leid :sniff:
 
@albe: Diese Unfall ist leider typisch und relativ einfach erklärbar: Laut SLF herrschte "Gross" im Gebiet. Dies heisst dass man sich unter keinen Umständen irgendwo aufhalten sollte wo es 30° Hänge hat, da Lawinen spontan abgehen können. Aber auch wenn es "Erheblich" gewesen wäre, kann man per Fernauslösung einen 30° Hang auslösen, auch wenn man selber NICHT im 30° Bereich ist. Ich habe dies selber erlebt und dies wird immer unterschätzt! Falls die Koordinaten stimmen ist der Hergang tragischer weise einfach erklärbar: Die Route verläuft NICHT auf der Strasse, sondern weiter östlich. Vermutlich war der Tourengänger auf der Strasse unterwegs und hat den Hang westlich von ihm ausgelöst. Aber auch wenn er auf der Route war wäre es trotzdem möglich den Hang westlich auszulösen!
Realp.jpg
 
Anmerkung zur Hangneigung: SLF gibt die Neigung des Hangs an der oberen Anrißkante der Lawine an und nicht vom möglichen Standort. Also nicht wundern wenn in vielen Berichten 40° und mehr angegeben werden und man sich fragt: "wie kommt jemand bei den Bedingungen auf die Idee, in so etwas reinzugehen?" Piz Nair war da eine Ausnahme, die Leute hatten bei bestem Wetter einen sauberen Überblick über das Gelände und sind von oben in den Hang rein.

Der Bursche bei Realp dagegen stand mitten auf der ebenen Fläche mit einem Abstand von >50m zum nächsten Hang (der nicht einmal 30° im unteren Bereich hatte - zumindest nicht östlich davon). Irre wie weit die Lawine es in den Talboden rein geschafft hat und umso verwunderlicher noch weil in allernächster Nähe Gebäude stehen. Häuser baut man sehr selten in lawinengefährdete Bereiche bzw. sie überleben in solchen Bereichen kaum ein paar Winter - und die Häuser dort sind nicht neueste Bauart. Soll heißen: eigentlich ein sicherer Platz.
 
Wie nicht anders zu erwarten haben es auch heute wieder einige im Gelände probiert und wie ebenfalls nicht anders zu erwarten ist es leider nicht immer gut gegangen.http://www.1815.ch/
 
@becks0815
Es gibt eben Leute die denken: Wenn es wenig Schnee hat, dann ist auch die Lawinengefahr gering. Dabei kommt es vor allem auf die Beschaffenheit der Schneedecke an.
 
In Tirol herrscht weiter gebietsweise erhebliche Lawinengefahr, also Stufe 3 der fünfteiligen Skala.
Die Lawinengefahr im südlichen Osttirol war laut dem Lawinenwarndienst Tirol während der Nachtstunden auf Sonntag kurz groß, also auf Stufe 4, sank am Sonntagmorgen auf Stufe 3 und könne im Tagesverlauf mit neuerlicher Intensivierung der Neuschneefälle samt dem prognostizierten Temperaturanstieg wiederum groß werden.
http://www.tt.com/panorama/wetter/7...tsweise-erhebliche-lawinengefahr-in-tirol.csp
 
fred-d schrieb:
@albe: Diese Unfall ist leider typisch und relativ einfach erklärbar

Nachdem ich jetzt ein paar weitere Infos dazu bekommen habe kann ich sagen: nein, der Unfall im Witenwassertal war nicht typisch. Anscheinend ist beim Passieren eines kleinen Hangs im Talboden eine Wechte abgebrochen und hat die Person unter sich begraben. Da kam also weder der West- noch der Osthang (wo sich der Sommerweg befindet) zu Besuch oder hat sich der Tourengänger bei schlechter Sicht in einen Hang verirrt.

So etwas kann einem auch innerorts oder beim Schneeschaufeln am Hang daheim passieren.
 
Im Pitztal hatten drei deutsche Urlauber Glück, als sie gegen 10.30 Uhr am Mittagskogel im freien Skiraum eine Lawine auslösten. Einer der Wintersportler wurde von dem Schneebrett etwa 300 Meter weit mitgerissen. Der ABS-Rucksack des Mannes löste allerdings aus, wodurch er nicht verschüttet wurde.
Ein weiteres Schneebrett lösten gegen 11.30 Uhr bisher unbekannte Snowboarder im Bereich des Palinkopfes in Ischgl aus.
http://www.tt.com/panorama/unfall/7...lucht-mehrere-verletzte-auf-tirols-pisten.csp
 
Seit kurz nach 17 Uhr ist im hinteren Stubaital ein Lawineneinsatz angelaufen und um zirka 19 Uhr wieder abgebrochen worden. Der Abgang hat sich im Bereich der Ruderhofspitze im freien Gelände am Stubaier Gletscher ereignet. Eine Frau und ein Mann wurden verschüttet, offenbar Tourengeher. Die Frau hatte sich selbst befreien können und wurde vom Notarzthubschrauber Alpin2 mit dem Tau geborgen. Nach dem Mann wurde bis 19 Uhr intensiv gesucht.
http://www.tt.com/panorama/unfall/7...ch-lawinenabgang-im-stubaital-abgebrochen.csp
 
Die Suche nach einem verschütteten Tourengeher auf der Ruderhofspitze im Gemeindegebiet von Neustift, die am Samstag aufgrund der Dunkelheit abgebrochen werden musste, wurde heute, Sonntag, um 7 Uhr Früh wieder aufgenommen. „Die Einsatzkräfte sind alle auf dem Weg. Derzeit sieht es so aus, als wären die Wetterverhältnisse gut. Wie es allerdings am Berg aussieht, kann man noch nicht abschätzen“
http://www.tt.com/panorama/unfall/7...e-verschüttet-suche-ist-wieder-angelaufen.csp
 
Arlbergfan schrieb:
Wieso ist das Lawinenereignis mit 4 Toten im Wallis eigentlich hier nicht verlinkt? 8O
Weil das hier in den Medien ziemlich breit getreten wurde? :gruebel:
 
Wenigstens gabs mal ein Wochenende ohne dass man alle paar Minuten von einen Lawinenunfall im Radio hören musste. Die Bedingungen waren aber auch zugegebenermassen recht gut. Zumindet im Bedretto-Tal war nichts erkennbar, was auf eine Lawine hinweisen könnte und so ziemlich alles was machbar war wurde auch befahren (da war vielleicht ein Andrang, wow).
 
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