• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Lawinensaison 2011/12

scratch schrieb:
albe schrieb:
das ist gar keine dumme Frage - aber es gibt keine eindeutige Antwort darauf, denn es hängt vom Gebiet ab. In .at habe ich den Eindruck, Routen sind grundsätzlich "gesichert". In Deutschland definitiv nicht -> Dammkar, das wird zwar freigegeben aber ohne Lawinenequipment werd sich das nicht fahren. Selbiges gilt teilweise für die Routen in Frankreich und der Schweiz. Teilweise werd ich da zusaetlich noch Gletscherequipment mitnehmen...

Ok, danke für die Antwort.
D.h. also, es gibt keine definierten Standards, nicht mal für die einzelnen Länder und man muss sich eigentlich immer vor Ort informieren, wie sicher die Routen sind. Da gibt es offensichtlich noch viel Informationsbedarf und wirklich andere Werbung der Skigebiete.
Lernt man in einem Lawinenunterricht die Gegebenheiten besser einzuschätzen bzw. kann man dann Hänge beurteilen, oder sind diese "nur" für das Suchen und Bergen von Verschütteten?

Also ich kenne das so: Skiroute in der Schweiz, z. B. am Gemsstock (gelb) ist vor alpinen Gefahren gesichert. Auch in Österreich habe ich das so kennen gelernt. (rote Raute: gegen alpine Gefahren gesichert.) Das ist rechtlich eigentlich auch gar nicht anders möglich. Denn wenn auf einem Plan eine Linie ist, dann verleitet der Skigebietsbetreiber möglicherweise einen Fahrgast, dort zu fahren. Und damit ist der Skigebietsbetreiber haftbar.
edit: Im Umkehrschluss, keine Linie heisst im Regelfall eher keine Sicherung, es sei denn es wird ausdrücklich mitgeteilt. In Andermatt Felsental, dort wo kürzlich ein Skifahrer in der Lawine umkam, ist zwar eine häufig genutzte Abfahrt, aber ganz eindeutig nicht gesichert. Da ist auch keine Linie im Plan.
 
Foto-Irrer schrieb:
DER HAMMER

Der ultimative Ratgeber zum Verhalten in einer Lawine... in der Bild
http://www.bild.de/reise/2012/lawine/lawinen-ratgeber-22752026.bild.html

z.B. wird http://www.tiscover.at als Lawinenwarndienst genannt!

Es kommt aber noch besser

Wenn eine Flucht nicht möglich ist, die komplette Ausrüstung wegwerfen und Schwimmbewegungen mit dem Lawinenstrom machen. So besteht die Möglichkeit, an der Oberfläche zu bleiben und den Rand zu erreichen.
Bitte nicht vergessen, dass auch der Pieps zur Ausrüstung gehört :D
Den Punkt habe ich woanders aber auch schön gelesen. Ist m.E. Schwachsinn, da alles eigentlich so schnell geht, dass man eh keine Chance mehr auf irgendwas hat ausser vielleicht noch die Reißleine vom Airbag zu ziehen!

Fazit:
Lawinenverdächtiges Gelände am besten komplett meiden.

:lach: :lach: :lach:
Die Hinweise der Bild sind aber leider schon richtig. Schon mal in einer Lawine unterwegs gewesen? :wink: Also ich kann sagen, dass ich schon einmal von einem kleinen Schneebrett mitgerissen wurde. Man muss dann versuchen aufrecht "stehen" zu bleiben, aber man wird ja mitgerissen. Deshalb ist es schwierig das Gleichgewicht zu halten, weiterzufahren und auf den Skiern zu bleiben ist das Ziel. Bei einer kleineren Lawine kann es gelingen seitwärts herauszufahren. Wenn die Lawine grösser ist, und man nicht mehr stehen kann muss man versuchen durch Schwimmbewegungen an der Oberfläche zu bleiben. Ein Lawinenrucksack hat genau diesen beschriebenen Zweck: an der Oberfläche bleiben.
 
schneesucher schrieb:
Foto-Irrer schrieb:
DER HAMMER

Der ultimative Ratgeber zum Verhalten in einer Lawine... in der Bild
http://www.bild.de/reise/2012/lawine/lawinen-ratgeber-22752026.bild.html

z.B. wird http://www.tiscover.at als Lawinenwarndienst genannt!

Es kommt aber noch besser

Wenn eine Flucht nicht möglich ist, die komplette Ausrüstung wegwerfen und Schwimmbewegungen mit dem Lawinenstrom machen. So besteht die Möglichkeit, an der Oberfläche zu bleiben und den Rand zu erreichen.
Bitte nicht vergessen, dass auch der Pieps zur Ausrüstung gehört :D
Den Punkt habe ich woanders aber auch schön gelesen. Ist m.E. Schwachsinn, da alles eigentlich so schnell geht, dass man eh keine Chance mehr auf irgendwas hat ausser vielleicht noch die Reißleine vom Airbag zu ziehen!

Fazit:
Lawinenverdächtiges Gelände am besten komplett meiden.

:lach: :lach: :lach:

Kommt auf die Lawine an. Manche sind sehr langsam, andere sehr schnell
Die Hinweise der Bild sind aber leider schon richtig. Schon mal in einer Lawine unterwegs gewesen? :wink: Also ich kann sagen, dass ich schon einmal von einem kleinen Schneebrett mitgerissen wurde. Man muss dann versuchen aufrecht "stehen" zu bleiben, aber man wird ja mitgerissen. Deshalb ist es schwierig das Gleichgewicht zu halten, weiterzufahren und auf den Skiern zu bleiben ist das Ziel. Bei einer kleineren Lawine kann es gelingen seitwärts herauszufahren. Wenn die Lawine grösser ist, und man nicht mehr stehen kann muss man versuchen durch Schwimmbewegungen an der Oberfläche zu bleiben. Ein Lawinenrucksack hat genau diesen beschriebenen Zweck: an der Oberfläche bleiben.
 
tom03 schrieb:
hey Rush, wo genau ist denn das ?
Da wo der Pfeil ist ?



rush_dc schrieb:
wieder ein lawine in lech/zürs: http://www.vol.at/eine-verschuettete-person-bei-lawinenabgang-in-zuers/3172403

Bin gerade auch zufällig dorthin gekommen. bin genau am gegenhang wo die piste vom zürsertäli runterkommt oben gestanden und hab eigentlich nur das riesige ding gesehen, hab dann beim genauern hinschauen gesehen dass dort eine spur reingeht, bin dann noch etwas runtergefahrn um zu sehen ob sie auch wieder rausgeht... mir is dann schon a bissl du pumpe gegangen weil ich nur den riesigen schneehaufen im tobel unten gesehen hab aber keine spur raus. auch hab ich im 1. moment keine leute gesehen, wollt auch grad schon das handy rausholen da kam auch schon der heli angeflogen und hat die 1. suchmannschaft gebracht. anscheinend haben von unten aus ein paar leute den lawinenabgang gesehen, musste gerade passiert sein.
ich hoff dass es derjenige doch irgendwie rausgeschafft hat, wenn nicht liegt er unter metern von schnee.
hier nochn bild:

ja, dürfte hinkommen.
 
schneesucher schrieb:
Also ich kenne das so: Skiroute in der Schweiz, z. B. am Gemsstock (gelb) ist vor alpinen Gefahren gesichert. Auch in Österreich habe ich das so kennen gelernt. (rote Raute: gegen alpine Gefahren gesichert.) Das ist rechtlich eigentlich auch gar nicht anders möglich. Denn wenn auf einem Plan eine Linie ist, dann verleitet der Skigebietsbetreiber möglicherweise einen Fahrgast, dort zu fahren. Und damit ist der Skigebietsbetreiber haftbar.

Also am Arlberg ist das im Pistenplan unmißverständlich definiert:

Skirouten (rote Raute und auch rote Raute mit schwarzer Umrandung) "sind markiert und nur vor Lawinengefahren gesichert aber weder präpariert noch kontrolliert".

Hochalpine Tourenabfahrten (gestrichelte Linie ohne Symbol) sind nicht gesichert.

LG, Tom
 
tom03 schrieb:
Also am Arlberg ist das im Pistenplan unmißverständlich definiert:
In der Tat.
tom03 schrieb:
Skirouten (rote Raute und auch rote Raute mit schwarzer Umrandung) "sind markiert und nur vor Lawinengefahren gesichert aber weder präpariert noch kontrolliert".
Doch was hilft's, wenn es Verhältnisse hat wie Ende Januar/Anfang Februar diesen Jahres. Da war das Steißbachtal aus gutem Grund schon viele Tage lang gesperrt und wer vom Galzig retour wollte nach Anton, musste zwangsläufig die "Kandahar Galzig" runter. Die ist schwarz und für Anfänger und mittelmäßige Fahrer ein Alptraum. Nicht nur der Steilheit und des Eises wegen, sondern auch des Getümmels, das wegen des gesperrten Steißbachtals dort herrschte.
Wozu führte das? Trotz Sperre und obwohl die riesigen Fischmäuler der Gegenhänge zwischen Mattun und Schindler weithin zu sehen waren, fuhren jede Menge Leute die (ebenfalls gesperrten!) Tanzbödenhänge ab, um die Kandahar zu umgehen und im Steißbachtal anzukommen. Die landeten dann auf dem großen Lawinenkegel, mit dem eine saubere Grundlawine oberhalb Steißbach aus dem Mattun die Piste schon 2 Wochen vorher verlegt hatte.
Die Lage war extrem heikel, man konnte die Hänge förmlich "arbeiten hören", wenn man mit der Mattun-4SB und der Kapall-6SB hochfuhr. Dort waren auch immer wieder Gruppen zu sehen, die von der Kapall ins Mattun reinfuhren, obwohl nicht nur die Schilder sondern auch jede Menge Flatterbänder klar machten, dass das Mattun extrem heikel und gesperrt ist. Ich habe Snowboarder gesehen, die offenkundig Spaß daran hatten, die teils meterbreiten Fischmäuler zu überspringen!
Ich habe schließlich an der Kapall mal einen "Offiziellen" gefragt, warum man da nicht eingreift und die Schwachköpfe an der Zammermoss oder der Mattun aus dem Verkehr zieht? Antwort:"Die sind für sich selbst verantwortlich und noch mehr Sperren können wir den Gästen in diesem Winter nicht zumuten". :naja:

K.
 
Gar nichts tun die aber auch nicht! Hab schon selber mitbekommen, dass bei gesperrter Kapall-Mattun die Pistenwacht unten im Steißbachtal stand und Skipässe einkassiert hat!!! Oben war über die ganze Breite zweimal Fladderband und mehrere "Gesperrt"-Schilder und trotzdem sind die durch und runter.
 
Kapi schrieb:
Ich habe schlißelich an der Kapall mal einen "Offiziellen" gefragt, warum man da nicht eingreift und die Schwachköpfe an der Zammermoss oder der Mattun aus dem Verkehr zieht? Antwort:"Die sind für sich selbst verantwortlich und noch mehr Sperren können wir den Gästen in diesem Winter nicht zumuten". :naja:

K.

Der hat gut reden, er muss wahrscheinlich nicht unter Lebensgefahr die Verschütteten augraben :cry:
Dann doch lieber einige wenige mit Sperrungen vergraulen als mit Lawinenunglücken in die Schlagzeilen zu kommen :roll:
 
Ja, die Situation ist sehr prekär.

Am Samstag donnerte in Torgon eine Lawine auf die Piste des Grands-Places
 
Definition Skiroute:
Die Skiroute ist eine allgemeine zugängliche, zur Abfahrt mit Skiern und Snowboard vorgesehene und geeignete Strecke, die markiert und nur vor Lawinengefahr gesichert ist, aber weder präpariert noch kontrolliert wird.

Quelle Bergbahnen Gargellen

Das wird meines Wissens in Österreich generell so gehandhabt.
 
So wird das in der Schweiz auch gehandhabt, so viel ich weiss.
 
Zurück
Oben