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Lawinensprengung

Tripelmayr schrieb:
GMD schrieb:
In der Schweiz hat man auch mit Minenwerfern (in Deutschland Mörser genannt) Lawinen gesprengt. Ob das heute noch erlaubt ist, weiss ich nicht.
Jedenfalls war es das noch vor zwei Jahren. Habe damals in einem parallel-topic ein entsprechendes Warnschild gepostet: http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=18&t=19911
Also wenn die Verwendung dieser Geraete vollstaendig abgeschafft waere, dann boete der SBS (Verband der Schweizer Seilbahnbranche) auf seiner aktuellen Pisten- und Rettungsdienst-Ausbildungs-Webseite http://www.seilbahnen.org/PRD.html nicht die beiden Kurse:
SBS schrieb:
Minenwerferschiesskurs zur künstlichen Auslösung von Lawinen
Inhalte: u.a. Handhabung der Minenwerfer für das künstliche Auslösen von Lawinen, Lawinentheorie

Raketenrohrschiesskurs zur künstlichen Auslösung von Lawinen
Inhalte: u.a. Handhabung des Raketenrohrs für das künstliche Auslösen von Lawinen, Lawinentheorie.
an.

Einen interessanten Artikel eines SLF-Mitarbeiters zum Thema "Künstliche Lawinenauslösung" findet man auf http://baufachinformation.de/zeitschriftenartikel.jsp?z=2005039001673 (dort "externer Link zum Volltext" anklicken).

Dass man beim Einsatz der Armeewaffen inzwischen etwas zureckhaltender geworden ist, mag auch an der Geschichte vom Lukmanierpass liegen, wo nach einer solchen Lawinensprengung ein paar Hochspannungsmasten beschaedigt wurden, und schliesslich beim nachfolgenden Streit um Schadenersatz die "Eidgenössischen Rekurskommission für die Staatshaftung" die Notwendigkeit dieser Massnahme nicht mehr nachvollziehen wollte. http://www.vpb.admin.ch/deutsch/doc/66/66.51.html
 
Hägar schrieb:
Es ging eine ganze Ladung am Heli los. Die Leine war zum Glück sehr lang (ist vielleicht auch Vorschrift). Der Heli konnte landen, war aber angeblich beschädigt. Nun ist die Beladung der Masten mit Heil bis auf weiteres verboten worden.
Vielleicht noch als spaete Ergaenzung interessant:
Der Schlussbericht Nr. 1863 der Eidg. Flugunfallkommission , in dem auch eine ausfuehrliche Darstellung der Einsatzmoeglichkeiten von Hubschraubern beim Sprengen von Lawinen enthalten ist.
 
GMD schrieb:
In der Schweiz hat man auch mit Minenwerfern (in Deutschland Mörser genannt) Lawinen gesprengt. Ob das heute noch erlaubt ist, weiss ich nicht.
Wird heute immer noch eingesetzt. Bei schlechtem Wetter hast Du wenig andere Möglichkeiten, ausser du hast ein fest installiertes System. Warum man Minenwerfer kaum noch einsetzt, hat auch praktische Gründe. Die Granaten fliegen bis zu 7km hoch, daher muss bei jedem Einsatz der Luftverkehr gesperrt werden.

Was noch vergessen wurde sind Kanonen. In BC haben sie fest installierte Kanonen entlang des Transcanada Highways. Das kanadische Militär stellt sogar jeden Winter einen Zug Kanoniere ab, um den Roger Pass zu sichern.
 
Ich glaub die Gas anlage in Sölden hab ich mal live mitbekommen!
hab mich grad vom Bügel abgestoßen Boooom trotz Helm sehr laut
paar Sekunden dann das Echo
 
Hallo,

ich hoffe ich bin mit meiner Frage hier richtig.
Habe nichts wirklich passendes gefunden.

Wir sind hier in Obertauern und seit letztem Jahr sind hier sehr viele solche Lanzen, Stützen zum Lawinensprengen gebaut worden.
Ich denke das diese zu dem Zweck sind.

Jetzt hat mich meine Frau gefragt wie das geht, nach dem Motto "Immer im Forum rumlesen aber nix wissen" konnt ich Ihr keine Antwort geben.

Wer kann mir helfen.

Danke
Christian
 

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das müssten Gasex Rohre sein. An einer Zentralstelle sind Gasflaschen sowie eine Kontrolleinheit untergebracht, über Rohre/Schläuche wird dieses Gas dann in die Rohre übertragen und dort gezündet. Dadurch löst sich darunter dann eine Lawine/Schneebrett oder zumindest der Oberflächenschnee.
Alternativ könnten es auch Stützen einer kleinen Seilbahn sein, an dieser wird dann an einem Gehänge Sprengstoff befestigt und dann an der richtigen Stelle zur Explosion gebracht.
 
Das sind keine Gasexrohre sondern Lawinensprengmasten der Firma Wyssen. Der Mast steht schräg im Hang. An der Spitze befindet sich ein Trommelmagazin mit Abwurfladungen welche mit einem Reisszünder versehen sind. Ferngesteuert wird die Trommel gedreht und eine Ladung fällt an eine Schnur heraus. Die Schnur ist weniger lang als der Mast und so wird der Zünder (Wie bei einer Handgranate) abgerissen und die Ladung explodiert ca 1m über der Schneeoberfläche. Das Magazin kann per Hubschrauber gewechselt werden. BTW damit kann man sogar Hubschrauber abschiessen. :wink:
http://www.bfu.admin.ch/common/pdf/1863_d.pdf
 
Also meine Freunde,

das sind keine Lawinenlanzen und auch keine Seilbahnstützen.
Das sind Lawinensprengmasten der Fa. Wyssen in der Höhe von 12 Metern mit Podesten zum händischen Nachladen.
Im Magazin befinden sich 12 Sprenglasdungen a 5kg, welche per Funkbefehl einzeln abgesenkt werden können.
Nach einer Zeitverzögerung erfolgt dann die Detonation.

Ich hab die selber Aufgestellt, also glaubt mir

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Die Masten vor und bei der Montage hier bei der Hundskogelbahn in Obertauern
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