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Lech 27.04.16 - ***Oops I did it again***

Es ist an der Zeit das Arlberg Saison Topic zu eröffnen. Auch dieses Jahr darf ich euch wieder direkt aus Lech berichten. Ich hoffe ich kann wieder den ein oder anderen "neuen" Blick vom bekannten Arlberg liefern. Ich weiß - 3. Jahr in Folge und schon wieder kommt der Typ mit seinem Saisontopic daher - aber wäre doch schade um die schönen Bilder die hier fast täglich entstehen. Zudem habt ihr so wirklich immer die aktuelle Schneesituation im Blick! :wink:

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Saistonstart ist zwar erst am 4. Dezember 2015, es hat aber - anders als die letzten Jahre - endlich zur richtigen Zeit eine gute Ladung Schnee gegeben. Übers letzte Wochenende sind bis ins Tal so um die 50cm gefallen, die jetzt eine super "Grundlage" für die Wintersaison geben sollten. Dazu ist es jetzt zapfig kalt - das Termometer zeigte heute morgen -14 Grad an - so dass alle Beschneiungsanlagen den Tag Vollgas geben können. Einem normal Saisonstart steht so endlich mal nichts im Wege.

Hier ein paar Impressionen vom Wochenende und gestern, inkl. dem Video, das ich schon in aktuelle Schneesituation geteilt habe. Die ersten 5 Bilder sind von Samstag und Sonntag - die Sonnenbilder natürlich von gestern, 23.11.2015. Es ist schon einmalig, den Ort hier noch vor allen anderen für sich haben zu dürfen!

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Und hier noch das Video. Wie schon richtig erkannt wurde, ist es mit der Musikauswahl nicht immer leicht. Das Lied ist Lizenzfrei und kann daher für Youtube verwendet werden.

 
Immer mindestens zu zweit fahren ist doch einfach unrealistisch. Klar kann man sowas für sich selber festsetzen - aber man wird sich damit einfach stark einschränken. Der Usus ist einfach alleine weniger Risiko einzugehen.

Ich bin mit Ski noch nie Kopfüber festgehangen- mit dem Board schon 2-3 mal weil es sich wo eingefädelt hat und ich dann kopfüber runterhing - einmal gut 20min gebraucht um mich zu befreien - da ich so eingeklemmt war dass ich nur einen Arm bewegen konnte, mit dem Board im Baum oberhalb eines 2m Absatzes hing - da musste ich dann schauen dass ich die Bindungen so öffne dass ich gleichzeitig rauskam. Latschen gehen eh noch - gefährlicher sind meist kleine Bäume. Früher hab ich einige Boarder gekannt die daher Step-In gefahren sind - halt um in so einer Situation UND bei Lawinenabgang rauszukommen. Gibts halt inzwischen nicht mehr im Softboot Bereich.


Aber gut dass du rausgekommen bist...

Und wenn man zu zweit wo fährt - findet einen der andere auch nicht unbedingt. Wenn du nachfährst und wo hängenbleibt - dann weiß dein Freund meist auch nicht wo du genau bist - der bekommt halt mit hoppala - der geht mir ab. Wird wohl irgendwo bis max 100HM oder wo auch immer ich ihn zuletzt gesehen hab sein. Oder hat der mich übersehen und ist schon weiter runter? Wenn man da jetzt nichts gefährliches vermutet - wird man kaum sein Pieps anschalten um mal kurz zu suchen - sondern fährt weiter und wartet dann beim Lift (und selbst dann wird man meist nicht gleich einen Einsatz anbringen - sondern einfach mal ein paar weitere Rider fragen mitzukommen und den Hang abzufahren um nach jemanden zu suchen)

Grad mit Kopf unter Schnee wird man nur aus nächster Nähe gehört werden. Bis dann dein Freund wieder von oben kommt - kann schon so einiges an Zeit vergangen sein. Das ganze hängt dabei ja meist von der Lage ab - in einer Rinne oder auf relativ offenem Hang - da fährt man doch meist so dass man in Sichtweite bleibt und mehr checkt - grad wenns objektiv schon etwas gefährlicher wird. Aber im Wald - wo man so gut wie keine Lawinengefahr hat - meist halt auch wenig Platz - da fährt doch meist jeder so seine Linie - und man wartet halt an bestimmten Punkten aufeinander - da ist kein großer Unterschied mehr zum allein fahren. Einzel fahren und auf Sicht - mit überall stehenbleiben ala mit Bergführer ist doch für die meisten Freerider utopisch. Das macht man wirklich nur in gefährdeten Hängen. Wenn man so den ganzen Tag fährt dann bleibt einem nicht viel vom Powder. Und ans Handy kommt man in so einer Situation auch nicht unbedingt.


Wenn du wirklich sicher gehen willst dann nicht allein fahren und zusätzlich Avalung tragen. Dann hat man für die 30-40min die nicht unrealistisch sind bis man gefunden wird - immerhin genug Luft zum atmen. Wobei ein Todesfall bezüglich ersticken in so einer Situation doch recht unrealistisch ist - denke mal max 1-2 Fälle pro Jahr in AT, eher nur 1-2 Fälle in den Alpen gesamt pro Jahr. In einer Lawine sterben ist doch viel wahrscheinlicher. Also ich würde daher nicht Hänge mit Latschen oder kleinen Bäumen verzichten. Absturz, Verirren, Lawine, Verletzung wegen Fahrfehler oder zuviel Risiko oder anderes ist dann doch gefährlicher. Und bezüglich alleine fahren - mich würde da mal interessieren ob es da Untersuchungen zu gibt ob das wirklich gefährlicher ist! IMHO ist durch das begrenzte Risiko welches man beim alleine fahren eingeht - die insgedamte Gefahr (Tod wie Verletzung) sogar kleiner. Ich könnte mir vorstellen dass bei der Standard 2-4 Personengruppe am meisten passiert. Am sichersten ist es IMHO mit Guide - aber als erfahrener Freerider vergeht einem da ja meist der Spaß da man dort dann halt Speed wie Risiko zu Stark reduziert. Sowas macht man dann wenn nur in fremden Gebieten oder hochalpin/Abfahrten/Touren mit viel Gletschern.
 
Ich möchte mit dem Posting einfach zeigen, dass die Gefahr halt immer mit fährt. Ich hab beim Einfahren in die Latschen in keinem Moment daran gedacht, dort stecken bleiben zu können. Jetzt werd ich das wohl immer mit im Kopf behalten. Bei dem Hang wäre dieser Vorfall übrigens auch in der Gruppe möglich - die Latschen sind so dicht, dass keiner in der gleichen Rinne fährt. Allerdings könnte die Gruppe viel schneller feststellen, dass jemand fehlt. Wie gesagt - es ist zum Glück glimpflich ausgegangen - bei falschen Verhalten in der Situation hätte es aber anders enden können. Falls jemand anderer mal in die Situation geraten sollte: Auf KEINEN Fall Ski abschnallen. Da wäre ein Einsinken unvermeindar. :!:
 
Nochmal sau gehabt, solche laschen können echt fies sein. Bin mal auf einer Tour in eine eingesunken. Gesehen hat man man vorher nur den Wipfel, da denkst auch nix dabei, plötzlich bin ich etwa Bauchtief drinnen gesteckt. War zu zweit schon eine mühsame Angelegenheit, alleine hätt i wahrscheinlich ewig gebraucht.
Aber wer fährt schon immer zu zweit...
 
Wenn man es schafft beide Ski abzubekommen - würde ich das immer bevorzugen! Dann kann man versuchen mit Purzelbaum usw wieder den Kopf rauszubekommen. Wenn du dagegen relativ frei in der Luft an deinen Ski baumelst - kannst duch gar nichts machen. Also das sehe ich anders. Wenn nur ein Ski festhängt - dann den lösen. Bei beiden ist halt die Gefahr - dass es noch schwerer wird sich zu befreien wenn mann nur noch an einem einzigen Ski hängt - dass muss man abwägen, und dann meist mit dem höher hängende Ski beginnen - Ruhe bewarten, versuchen zu erkennen wo die Hangseite bergab ist (Orientierung kann kompliziert sein) - versuchen Luftraum zu schaffen - und halt sich irgendwie befreien. So schnell erstickt man im lockeren Powder ja nicht - mit Avalung könnte man wohl ein paar Stunden atmen - wenn nicht ewig atmen.
Einsinken ist nicth so schlimm - wenn man sich frei bewegen kann.
 
@Arlbergfan war das so in der Art?
 
Nana...so schlimm wars dann zum Glück doch nicht. Ich bin eben zum Glück nicht eingebrochen, es war einfach nur kurz davor. Solche Stellen gibt es im Gelände öfters und sind - wie das Video eindrücklich zeigt - echt zu vermeiden!!
 
@arlbergfan: auch von mir ein Danke für diese ungeschminkte Schilderung des Vorfalls. M.E. ist es einfach besser, beim Alleinfahren Risiko rauszunehmen, denn letztlich kann auch ein "normaler" Sturz zu einer schweren Verletzung führen, und bei fehlender Handy-Netzabdeckung kann man dann auch ohne Lebensgefahr in eine missliche Lage kommen, wenn niemand weiß, wo man eigentlich unterwegs war.
Beim Heli-Skiing in Kanada sind die sog. "Tree-Holes" eine größere Gefahr als Lawinen, man fährt dort durchaus viel und gerne im Wald (Schnee noch höher und weniger windverfrachtet, nette Drops etc.), aber durch die immensen Schneemengen und die weiter auseinanderstehenden Bäume ist ein Sturz in Richtung eines Baums fatal. Der hat nämlich Äste auch unterhalb der Schneedecke mit entsprechenden Hohlräumen, und wenn man da alleine fährt und reinfällt, ist man u.U. auf Nimmerwiedersehen verloren. Deshalb ist beim Tree-Skiing dort die absolute Buddy-Regel Pflicht, d.h. Sicht- oder Rufkontakt (ja, wirklich ständige Lautäußerungen wie Jodeln etc.. :wink: ) zum Partner, und wenn man den nicht mehr hört, dann sofort Stehenbleiben und Suchen. Wenn jemand verloren geht und man merkt es erst nach der Waldpassage oder am Ende des Runs, dann ist wirklich Feuer am Dach!
 
Möchte doch trotz dem Zwischenfall euch noch ein Paar Bilder zeigen, die von unserer Fotografin Lisa Fail am Montag gemacht wurden. Sie zeigen etwas andere Perspektiven als sonst und betonen einmal mehr die besonderen Ausblicke in diesem Skigebiet:

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Echt tolle Bilder von deiner Kollegin! Und Respekt, dass Du deine Geschichte erzählt hast, zum Glück bist du gesund zurück gekommen :-)
 
Da kann jemand richtig gut fotografieren und hat dazu noch eine hervorragende Kamera dabei! Top. Traumhaft.

Nochmal zu Stürzen in Löchern und zum Fahren in tiefem Schnee oder im Wald (sei es auf der Piste / Route oder abseits).
Für mich gilt hier ganz klar: Ab zwei Personen. Wie beim Tourengehen selbstverständlich auch.

Der Buddy kann zwar schon weiter sein oder den Sichtkontakt verloren haben. Er ist aber dann hoffentlich noch in der Lage ggf. die Bergrettung anzurufen oder anderweitig Hilfe zu organisieren. Ist man alleine und könnte man sich nicht mehr helfen siehts evtl. schlecht aus. Z. B. bewegungsunfähig und somit auch kein Smartphoneeinsatz möglich usw. LVS ist zudem sowieso aktiviert im tiefen Schnee - also kann man die Person auch orten - einziges Problem im Schnee zu ersticken scheint mir relativ unwahrscheinlich - sofern keine Lawine ausgelöst wird.
 
Vielen Dank für deine Schilderung. Ich bin die Route letzte Saison auch gefahren und hab auch die kleinen "Latschen" gesehen. Muss sagen diese Gefahr war mir bisher so nicht bewusst und ich konnte mir unter Latschen auch nicht so viel vorstellen. Das Video bzw. die Beschreibung von Gerrit (Tree-Holen) hat mich jetzt aber auch sensibilisiert.
 
Diese Woche darf man wohl ziemlich als perfect week bezeichnen. Klar war es am Dienstag/Mittwoch nicht 100%ig schön, aber Montag, Donnerstag und Freitag dürfte die beste Abseitswoche der Saison gewesen sein. Derart perfekte Bedingungen neben der Piste mit unglaublich guten Schnee und dazu Bluebird findet man wirklich nur im Jänner. Hammer Woche. Ich habe euch noch ein paar Bilder von gestern und heute mitgebracht. Surfing on a big white wave again... :-)







































 
Phantastisch!
Zum Wochenende leider Erwärmung bis auf Nullgrad auf 2200-2500m.
Dann ist es leider vorbei. Nächste Woche dann wohl noch milder :nein:
 
Nach der Woche macht mir das eigentlich nichts aus - die Woche muss man erst mal haben. Alle diejenigen, die diese Woche hier waren, werden es nie vergessen! ;D
 
Schön der Klassiker unterm Rüfi. Was man sich mit ein paar Minuten Aufstieg dann doch noch rausholen kann immer wieder sensationell am Arlberg. Vergangenes Jahr hatten wir auch ne Woche Schlecht-Wetter mit sehr viel Schnee Anfang Februar, wobei folgende schöne Bildet entstanden sind.
Besonders das Landschaftsbild zeigt nochmal deutlich die Schönheit und Weitläufigkeit des Gebiets:
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Was für ein komischer Winter! Da haut es Ende November locker einen Meter besten Champagne Powder raus, zu der Zeit wo noch keiner da ist...dann kommt der trockene Dezember mit fast null Niederschlag und mit dem Glück, dass es hier echt am meisten Naturschnee hingeworfen hat - dann ein Jänner mit Anfangs schwierigen Schneebedingungen aber dann dem entsprechenden Naturschnee ala one week deep snow und jetzt Warm mit einer eingelagerten mächtigen Kaltfront die zunächst fast einen Meter Neuschnee bringt und dann Regen bis fast 2.200m hoch. Das soll mal einer verstehen.

Ich bringe euch heute Bilder von "Dem Tag danach" mit - der eindrücklich zeigt, was Lawinengefahrenstufe 4 heißt: Nassschneelawinen, die in ihrer Anrissmächtigkeit durchaus 1m und mehr haben und eine Bahn der Verwüstung nach sich ziehen. Noch dazu eindrücklich die Regenrinnen auf Neuschnee. Selten so tiefe Furchen gesehen. Auch spannend: Die steilen Nordhänge halten das eher aus als sonnenbeschienene Südhänge.

Und wenn noch jemand mal fragen sollte, wann denn am Arlberg nicht alle Hänge befahren werden? Heute war so ein Tag!

























 
Das macht besonders viel Spaß, in den Rillen zu fahren, wenn die über Nacht bockhart frieren :mrgreen:
 
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