Erdbeben: Saltaus war Epizentrum – Nachbeben möglich
In Meran und Umgebung haben am Montag Abend zahlreiche Menschen deutlich ein leichtes Erdbeben wahrgenommen. Die exakten Daten dazu liefert das Landesamt für Geologie. Demnach hatte das Beben eine Stärke von 2,9 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag unter der Ortschaft Saltaus.
Das Landeserdbebennetz hat das Beben um 20.39 Uhr erfasst. Das Epizentrum konnte in einer Tiefe von 13 Kilometern an der Gemeindegrenze zwischen Riffian und St. Martin i.P. in der Ortschaft Saltaus ermittelt werden. Doch war das Beben im Burggrafenamt genauso spürbar, wie im gesamten Passeiertal. Schäden wurden keine gemeldet.
Die am weitesten vom Epizentrum entfernten Seismographen in Südtirol haben das Beben mit einer Verzögerung von rund zehn Sekunden registriert. Das Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung schließt nicht aus, dass es in den kommenden Tagen zu leichteren Nachbeben kommen könnte.
Die exakte Bestimmung des Epizentrums war nur dank der Daten möglich, die sechs neue Erdbebenmessstationen der Landesämter für Geologie und Baustoffprüfung sowie für Zivilschutz geliefert haben. Die Stationen befinden sich in Aberstückl, auf dem Rosskopf bei Sterzing, in Grossmontoni, Kohlern, Rein in Taufers sowie in Bozen.
Dieses Netz liefert die Daten über eine Funkbrücke direkt und in Echtzeit an die Zentrale in Bozen, wo auch die Daten der angeschlossenen Messstationen in Österreich, der Schweiz und in Friaul zusammenlaufen. Die Daten werden von einem Computerprogramm bearbeitet, das wiederum das genaue Epizentrum des Bebens errechnet. Die Ergebnisse werden danach von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) überprüft.