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LEITNER: Neue Standards bei der Einseilumlaufbahn

kaldini schrieb:
was mich nun doch überrascht, dass es innerhalb des HTI Konzern 2 verschiedene neue Systeme weiterhin gibt - LIFER bei Poma und ROPERA bei Leitner. Ich hatte ja eher erwartet, dass es ein gemeinsames System geben würde.
Theo schrieb:
Nun, wir werden sehen was der HTI-Konzern uns in Zukunft alles anbieten wird. Es gibt da ja auch noch die Nordamerikanische Stationsversion und BMF.

In der Pressemitteitung von Leitner zur Einführung von Ropera wird Martin Leitner wie folgt zitiert:
"In die Entwicklung von ROPERA® ist das Know-how von LEITNER, Poma und Bartholet mit eingeflossen und somit schaffen wir es, dem Kunden das Beste aus diesen drei Welten anzubieten.“ ( Pressemitteilung )

Da hatte ich die kurze Hoffnung, dass Leitner / HTI nun auch den Konsolidierungsschritt wie Doppelmayr/Garaventa gegangen ist und sich von 4 Systemen auf eins herunteroptimiert.
Aber vielleicht wird Leitner intern nun die Standard- und Premium-Station konsolidiert. Wirklich durchgesetzt hat sich die Pininfarina Premium Station, auch mit Symphony10 ja nicht wirklich - trotz oder gar wegen der Stützengaragierung?

Marketing-mäßig scheint man sich ebenfalls von der Konkurrenz hat inspirieren lassen, betiteln diese doch ihre D-Line als "Willkommen in der First Class".
 
Stützengaragierung = der Vorfall in Kaltenbach, als mehrere Kabinen an einer Stütze hingen blieben

Ich könnte mir ja vorstellen, dass es in Zukunft 2 Stationen gibt: Die Ropera/Pininfarina und dann als eher Low-Budget das LIFE System (da gibts ja auch einen eher einfach gehaltenen Sessel)
 
Halte nicht viel von all diesen netten 3D Animationen, sowas kann jeder Grafiker erstellen.
Bei etwa 00:01:13 ist übrigens das Förderseil der rechten Spur (links im Video) doch was zu entspannt. :)
Den Rest des Videos sehe ich mir später an.

Bei den Seilbahnherstellern ist seit einigen Jahren das optische Design (nahezu?) wichtiger als eine optimierte praxisgerechte Montage. Bei sämtlichen Herstellern sind kleine störende Konstruktionsfehler vorhanden, die die Montage sowie ggf. auch den Betreib (insbes. Wartung und Reparaturen) unnötig erschweren.
Konstrukteure, die nur über Bildschirmerfahrung (im klimatisiertem Büro arbeitend) verfügen, sollten zuerst mal lernen, wie man Teile fertigt und wie Anlagen montiert und betrieben werden.
Monteure sowie das Betriebspersonal wissen am besten, wie man bestehende Technik verbessern könnte (hier ohne zusätzlichen innovationshemmenden Zulassungspapierkram), nur werden in der Praxis konstruktive Anregungen vom Terrain kaum je berücksichtigt. Auf dem Papier sind Verbesserungsvorgänge bestens umschrieben, in der Praxis fluchen die Monteure dennoch bei der 10. Anlage über dasselbe nie korrigierte Problem.

IMO könnte man bei kuppelbaren Umlaufbahnen locker mehrere % bei den Erstellungskosten sparen, sowohl bei der Teileherstellung, Logistik, Montage, Verkabelung vorort, usw. besteht Optimierungspotenzial. Probleme mit dem Hoch- sowie Tiefbau kommen dann stets noch dazu.
 
Monteure sowie das Betriebspersonal sind halt keine Kaufleute oder Maschinenbauer./Fertigungstechniker... :wink: Auch die haben berechtigte Gründe etwas so zu bauen wie es gebaut wird.
Und verstehe mich bitte nicht falsch. Sicherlich kann man alles noch weiter optimieren und besser machen. Und das oft mit wenig Aufwand und viel Potential für ein besseres Produkt.
Aber dazu muss man es gemeinsam unter Einbeziehung aller Interessengruppen machen. Das ewige Ingenieure/Konstrukteure vs. Kaufleute vs. Anweder/Monteure blame game ist in der Regel zu kurz gedacht, um ein Produkt zu verbessern und hilft keinem weiter.
 
Kennst Du persönlich Seilbahnmontageleiter von Doppelmayr und Leitner oder auf was begründest Du deine Aussage hier jetzt?
Ich habe da nämlich genau bei diesen Firmen andere Erfahrungen gemacht.
 
Lagorce schrieb:
[...] Bei den Seilbahnherstellern ist seit einigen Jahren das optische Design (nahezu?) wichtiger als eine optimierte praxisgerechte Montage. Bei sämtlichen Herstellern sind kleine störende Konstruktionsfehler vorhanden, die die Montage sowie ggf. auch den Betreib (insbes. Wartung und Reparaturen) unnötig erschweren.
Konstrukteure, die nur über Bildschirmerfahrung (im klimatisiertem Büro arbeitend) verfügen, sollten zuerst mal lernen, wie man Teile fertigt und wie Anlagen montiert und betrieben werden.
Monteure sowie das Betriebspersonal wissen am besten, wie man bestehende Technik verbessern könnte (hier ohne zusätzlichen innovationshemmenden Zulassungspapierkram), nur werden in der Praxis konstruktive Anregungen vom Terrain kaum je berücksichtigt. Auf dem Papier sind Verbesserungsvorgänge bestens umschrieben, in der Praxis fluchen die Monteure dennoch bei der 10. Anlage über dasselbe nie korrigierte Problem. [...]

Ziemlich heftige Aussage. Kannst du auch konkrete Beispiele nennen?
Ich bin mir sicher, dass jeder Hersteller Kundenfeedback sammelt und versucht dementsprechende Produkte zu entwickeln. Aber wie so oft in der Produktentwicklung (egal welche Branche) gibt es höchst subjektives Feedback einzelner Personen oder grundlegende Kritik einer größeren Anzahl an Usern an einem bestimmten Feature.
 
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