HEHE schrieb:
CruisingT schrieb:
....
Ich als Konsument fahr dorthin, im dort mein Geld zu lassen. Ergo sollte es mir überlassen bleiben, wie und wann ich in welcher Art dort hinkomme. Aus und Punkt.
Ich kann deinem Beitrag nur zustimmen.
Auch in der Schweiz ist der Zeitfaktor gerade bei Tagestouristen auch gross.
z.b. an mir:
Anreise Lenzerheide per Auto 1.5h
Anreise Bahn 3.25h
Sorry Lenzerheide, aber so bestraft ihr eure Tagestouristen aus dem Unterland welche Mehheitlich mit dem Auto kommen. Ich werde mir ab sofort 2mal überlegen ob nach lenzerheide oder lieber ein ein kleineres Gebiet mit Gratis Parkplatz und erst noch günstiger Tageskarte.
Lenzerheide, ihr seit mit dem Auto zu gut erschlossen und mit dem ÖV (keine Bahn) sehr schlecht. Der Bus nach Chur steht genau auch im Stau. Anderst sieht es z.b. in Arosa aus. Da parkiere ich lieber in Chur und nehme von dort die Bahn da die Strasse mühsam ist und der Zug direkt bei der Talstation hält.
Wenn alle Stricken reissen haben wir ja immernoch die Vorarlbergerskigebiete
Generell will ich mich eurer Meinung anschließen, dass wir als Touristen kommen und unser Geld dort lassen. Ich glaube auch nicht das Argument der Bergbahen, dass ihnen der Unterhalt der Parkplätze zu teuer wird. Auch bin ich der Meinung, dass die Bergbahnen, wie oben bereits geschrieben, versuchen wollen dem ansteigenden PKW-Verkehr entgegen zu wirken, da es ja gerade bei der Rückreise zwischen 16 und 18 Uhr zu einem erheblichen Verkehrschaos kommt. Um dies zu beseitigen reicht es nicht nur aus Parkgebühren zu verlangen. Man müsste vielmehr viel tiefgreifendere Maßnahmen (aber für die Gäste angenehmere Maßnahmen durchsetzen):
1.) Bau eines kostenlosen und Autobahnnahen Parkhauses in Chur, um den Tagesgästen eine Anreise per Auto zu ermöglichen ohne diese durch Parkgebühren zu verkraulen.
2.) Einrichtung eines kostenlosen und auf den Andrang abgestimmten Shultbusverkehres, zwischen dem benannten Parkhaus in Chur und Valbella, der Zwischenhalte an den Talstationen in Churwalden und Parpan macht. Soll heizen wenn der Bus voll ist fährt er sofort los, ist er nicht voll fährt er zu den angegebenen Abfahrtszeiten
3.) Einrichtung eines sogenannten Rendezvous-Platzes in Valbella an dem sich die Shuttlebusse und die Sportbuslinien treffen und bei denen ein Umsteigen auf die Sportbusse ermöglicht wird.
4.) Beginn des Shuttlebusbetriebes um 7 Uhr. Abfahrtszeiten je nach Andrang, aber spätestens alle 20 min zu den Hauptverkehrszeiten zwischen 7 und 11 Uhr und zwischen 15 und 18 Uhr, sowie spätestens alle 30 Minuten zwischen 11 und 15 Uhr und nach 18 Uhr bis ca. 22 Uhr.
5.) Erhebung von Parkgebühren an den Parkplätzen im Skigebiet, damit auch die Aufenthaltsgäste nicht mit dem eigenen Auto, während ihres Aufenthalts zu den Talstationen fahren sondern den Sportbus nehmen.
6.) Errichtung eines kostenlosen Sportbusverkehrs zwischen 7:30 und 22:00 Uhr, nach dem bekannten Model. Mit über den Tagesverlauf variierenden Abfahrtszeiten:
- zwischen 7:30 Uhr und 9 Uhr und nach 18 Uhr bis 20 Uhr à alle 15 min
- zwischen 9 und 12 Uhr und zwischen 15 Uhr und 18 Uhr à alle 10 min
- zwischen 12 und 15 Uhr à alle 5 min
- nach 20 Uhr à alle 30 min
7.) Erhebung einer Mautgebühr für Durchreisende, die keine Wertschöpfung für die Region erbringen. Für alle die eine Wertschöpfung für die Region erbringen brauchen keine Maut zu zahlen
Ich glaube, wem dieses Maßnahmenpaket nicht gefällt, der hat kein Zeitproblem, sondern dem fehlt die Bereitschaft auf den ÖPNV umzusteigen und das Auto wird nur aus reiner Bequemlichkeit genutzt und nicht aufgrund der Zeit.
Den diese Vorschläge würden die Reisezeit wesentlich verkürzen, den es spielt keine Rolle ob ich morgens mit dem Bus nach Lenzerheide fahre (bis aus ca. 15 min. Mehraufwand), aber abends würde die Rückreise sich verkürzen, den es macht schon ein Unterschied ob:
- ein Bus mit 80 Personen fährt oder dementsprechend zwischen 20 und 80 Autos fahren
- oder zwei Busse mit 160 Personen oder dem entsprechend zwischen 40 und 160 Autos fahren
- ...
Ein weiteres Argument für dieses Konzept wäre, dass die Verbindung nach Arosa damit nach altem Konzept realisierbar wäre, da das Haupt Gegenargument der Bevölkerung, nämlich die befürchtete Zunahme des PKW-Verkehrs im Keim erstickt wird. Daher hat die Bergbahnen mit der Idee einer zentralen Sammelstelle gar nicht so falsch gelegen, nur es ist halt die Frage wo diese errichtet wird. Es macht nämlich einen großen Unterschied ob diese sich in Churwalden (Zunahme des PKW-Verkehrs in der Region) oder in Chur (Keine Zunahme sondern eher Abnahme des PKW-Verkehrs in der Region) befindet.
KnM schrieb:
Naja, Fakt ist: die Parkplätze kosten etwas, im Bau wie im Unterhalt. Irgendwie müssen die Bergbahnen diese finanzieren.
Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Finanzierung via Tageskartenpreise (die ggf dazu erhöht werden müssten)
- Erhebung von Parkplatzgebühren
Wählt man Variante 1, bezahlen die Parkplätze alle, sowohl Wochengäste wie auch per ÖV anreisende. Ich sehe keinen Grund, weshalb diese Gruppen die Auto-Tagestouristen quersubventionieren sollten. Ergo plädiere ich für Variante 2.
Ob 5 Fr. oder 3 Fr. ist eine andere Frage, die Gebühr sollte meiner Ansicht nach den Parkplatzbetrieb decken, nicht jedoch zur Goldgrube werden.
Abgesehen davon: In der Regel ist ein Bergbahnbetrieb nicht kostendeckend. Er wird meist durch die Gemeinden unterstützt. Dies bezahlen die einheimischen via Steuern und die Gäste per Kurtaxe. Für den Tagestouristen entfallen diese Beiträge, er wird somit in doppelter Hinsicht subventioniert. Ergo, ich finde, hier wird etwas gar stark gejammert, wegen dieser 'unfairen 5 Franken'.
Nachtrag: Natürlich ist der öffentliche Verkehr langsamer, auch wenn übertrieben wird. Zürich Hauptbahnhof-Lenzerheide ist in zwei Stunden zu schaffen, wenn ein Zürcher da 3.25 Stunden als Grundlage liefert, hiesse das unrealistischerweise, dass die Anreise zum Hauptbahnhof über eine Stunde dauern würde.
Hierzu kann ich nur sagen das jeder Autofahrer mit dem Argument kommen kann, dass er den ÖPNV über seine Steuern quersubventioniert und jeder ÖPNV-Benutzer kann das Argument erbringen, dass er die Straßeninfrastruktur ebenso über die Steuern quersubventioniert. Ich finde Leute ihr dreht euch da wirklich im Kreis, als eine vernünftige Lösung zu erbringen.
Also last es doch bitte sein euch mit der Quersubvensioniererrei, den das ist ein sehr albernes Argument, da ohne sogenannte Subventionen würde wir unsere heutige Infrastruktur und somit unsere Mobilität gar nicht haben, sondern mit der Pferdekutsche in der Gegend herum fahren, was aus Klimasichtspunkten wohl die aller Beste Variante wäre.