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Liftbetreiber vs. Tourengehern

Nö, das war nicht ironisch gemeint. Ich sage ja nicht, dass diese fiktiven Aufstiegshilfen marktreif auf der nächsten ISPO stehen werden, aber ein universellerer Ansatz ergibt ja wohl mehr Sinn, als dieser monströse Walzenantrieb, der nur einen einzigen Anwendungsbereich abdeckt und den nicht wirklich überzeugend. Warum muss ich mir krampfhaft einen Ski mit Löchern drin ausdenken, anstatt denselben Walzenantrieb auf Schneeschuhe oder Kurzskier zu konstruieren, sodass ein Nicht-Skifahrer hernach runterrodeln kann? Man muss so was ja nicht nur erfinden, sondern auch verkaufen.
 
Wenn einer schon mal eine Skitour im freien Gelände gemacht hat bei Pulverschnee oder ähnlichem der weiß dass so etwas niemals so funktioniert.
Mehr braucht man dazu eigentlich gar nicht sagen.
 
Das mein ich ja. Das Teil ist, wenn überhaupt, nur für Wege oder Pisten geeignet und limitiert den Käufermarkt trotzdem auf Skifahrer, das ist völliger Nonsens.
 
Dann erkläre du uns doch mal wo du mit den komischen Schuhe hochsteigen willst die du verlinkt hast.
 
Rusty1 schreibt doch nicht, dass es genau diese Schuhe sind. Sondern dass er sich etwas "im Sinne solcher Schuhe" als etwaige Lösung vorstellen kann.

Weder diese Schuhe noch diese Rolle sind natürlich eine Lösung, sondern eher Klamauk. Aber irgendeiner erfindet da in nicht allzuferner Zukunft schon irgendwas (Schuh, Ski, Exoskelett....). Da bin ich sicher.

Und das wird vermutlich auch ein Markt. Es gibt Millionen Skifahrer weltweit. Und Tourengehen hat ja schon die letzten Jahre, ganz ohne "E", geboomt. Wenn das funktioniert und man damit, ähnlich dem E-Bike, nahezu anstrengungslos Berge raufkommt- dann findet das sicher Absatz.
 
Sehe ich anders. Man kann das einfach nicht mit Fahrrädern vergleichen. Man muss auch die notwendige Energie mitnehmen. Beim Rad hängt man die einfach an den Rahmen, das geht hier nicht, egal ob Schuh oder Ski. Am realistischsten ist ein Akku im Rucksack, das ist aber nicht sehr angenehm den auf dem Rücken tragen zu müssen. Und auch der Antrieb selbst muss noch irgendwo hin, der stört mit seinem Gewicht auch mehr als am Rad.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Man muss auch die notwendige Energie mitnehmen.
Ich finde dazu leider keine Dokumentation, ich krame jetzt in meiner persönlichen Erinnerung, aber es gab in den 90ern schon einen ersten Ansatz dazu, hat mich damals extrem fasziniert, damit fuhren die vermutlich testweise in Pfelders rum, da waren kleine Raupenketten als Antrieb im Ski verbaut, die Akkus waren in Form von formangepassten Blei-AGM-Akkus in die Schuhe integriert. Die waren dann natürlich extrem klobig vom Aussehen, vermutlich auch sehr schwer, deshalb wohl nicht weiter verfolgt. Damals gab es ja noch keine Lithiumakkus. Mit den heute verfügbaren Akkutypen könnte ich mir schon ein ähnliches Konzept durchaus vorstellen.
 
Das mitzuschleppende Mehrgewicht muss natürlich durch das "Mehr" an Power (deutlich) überkompensiert werden. Das ist klar.

Beim Akku geht das sicher bald noch leichter. Da wird ja massiv Entwicklungsarbeit für alle möglichen Anwendungen geleistet. Das sähe ich eher unkritisch. Die Antriebseinheit ist der Knackpunkt.
 
don pipone schrieb:
Das mitzuschleppende Mehrgewicht muss natürlich durch das "Mehr" an Power (deutlich) überkompensiert werden. Das ist klar.

Beim Akku geht das sicher bald noch leichter. Da wird ja massiv Entwicklungsarbeit für alle möglichen Anwendungen geleistet.
Da sind "wir" meines Erachtens schon relativ weit am Ende der Fahnenstange.

Es gab in den letzten ca. 10Jahren einen enormen Schub, eine weitere (signifikante) Verdichtung der Energiemenge (bei Batterien) ist jedoch aus mehreren Gründen eher unwahrscheinlich.
a) Kosten
b) Risiko
c) Physik

Ich greife mal nur einen Aspekt heraus:
je mehr Ladung auf einem gegebenen Raum gespeichert werden soll, umso höher ist das Risiko, das die trennende Isolation der unterschiedlichen Ladungen durchschlagen wird (=Explosion). Da die Isolatoren immer dünner wurden, sind bereits heute hochwertige Batterien auch gefährlich. Erhöht man die Energiemenge und verringert folglich aufgrund physikalischer Anforderungen auch die Trennschichten, steigt das Risiko für fatale Unfälle (=Explosionen, Brände).
 
biofleisch schrieb:
Da sind "wir" meines Erachtens schon relativ weit am Ende der Fahnenstange.
Es gab in den letzten ca. 10Jahren einen enormen Schub, eine weitere (signifikante) Verdichtung der Energiemenge (bei Batterien) ist jedoch aus mehreren Gründen eher unwahrscheinlich.

a) Kosten
b) Risiko
c) Physik

Ich greife mal nur einen Aspekt heraus:
je mehr Ladung auf einem gegebenen Raum gespeichert werden soll, umso höher ist das Risiko, das die trennende Isolation der unterschiedlichen Ladungen durchschlagen wird (=Explosion). Da die Isolatoren immer dünner wurden, sind bereits heute hochwertige Batterien auch gefährlich. Erhöht man die Energiemenge und verringert folglich aufgrund physikalischer Anforderungen auch die Trennschichten, steigt das Risiko für fatale Unfälle (=Explosionen, Brände).

Seltsam, das sieht die Forschungs & Wissenschaftsgemeinde aktuell ganz anders. Da sind wir eher am Anfang der Reise. Es gibt ja auch viele neue Entwicklungen, wie Polymer oder Feststoffakkus, die gerade erst auf dem Markt erscheinen. Ob man das jetzt unbedingt in Ski braucht ist ja davon unabhängig ;-)
 
Wooly schrieb:
biofleisch schrieb:
je mehr Ladung auf einem gegebenen Raum gespeichert werden soll, umso höher ist das Risiko, das die trennende Isolation der unterschiedlichen Ladungen durchschlagen wird (=Explosion). Da die Isolatoren immer dünner wurden, sind bereits heute hochwertige Batterien auch gefährlich. Erhöht man die Energiemenge und verringert folglich aufgrund physikalischer Anforderungen auch die Trennschichten, steigt das Risiko für fatale Unfälle (=Explosionen, Brände).
Seltsam, das sieht die Forschungs & Wissenschaftsgemeinde aktuell ganz anders. Da sind wir eher am Anfang der Reise. Es gibt ja auch viele neue Entwicklungen, wie Polymer oder Feststoffakkus, die gerade erst auf dem Markt erscheinen. Ob man das jetzt unbedingt in Ski braucht ist ja davon unabhängig ;-)
Seltsam, auf ein physikalisches Argument bringst du eine Platitüde auf Yellowpressniveau ohne auf das Argument einzugehen.

Wir können ja mal Archivieren und in zwei Jahren schauen. Ich würde wetten, dass die Energiedichte je cm^2 bei Batterien sich in den nächsten zwei Jahren - wenn überhaupt maximal um 10% erhöht. Ob der Preis dann trotzdem noch bezahlbar bleibt steht auf einem anderen Blatt.
 
Das war ein hervorragender Anlass, dieses Thema wieder auszugraben. Stark.
 
Ein tödlicher Unfall am Samstag in Maria Alm (Pinzgau), bei dem ein 65-jähriger Pistentourengeher mit einem abfahrenden Skifahrer zusammenstieß, hat die Debatte über das Aufsteigen in Skigebieten neu entfacht. Ein gezieltes Trennen von Tourengehern und Skifahrern wird wieder diskutiert. Es gibt aber funktionierende Beispiele im Bundesland.
Quelle: Sicherheitsdiskussion um Pistentouren
 
Dass dieser eine (natürlich tragische) Unfall das jetzt wieder lostritt war klar. Ich habe auch keine näheren Informationen, ob der nun auf der Aufstiegsroute war und die an der Unglücksstelle wohl vorhandene Umfahrung nur für ungeübte Skifahrer gedacht war. Heute kam mir im Garmisch Classic ein Tourengeher entgegen, relativ weit in der Piste und genau neben der separaten Aufstiegsspur, die an dieser Stelle wirklich tadellos in Schuss war. Für mich völlig unverständlich. In Ehrwald gehen die Tourengeher regelmäßig zu viert nebeneinander. Beides gefährdendes Verhalten, das aber nicht erlaubt, vorgesehen oder üblich ist und wegen solchen Egoisten wird dann sofort wieder das brave, nicht störende Steigen am äußersten Pistenrand diskutiert. Nervt.
 
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