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Liftbetreiber vs. Tourengehern

ja das hab ich heut im Bayern 1 auch gehört -- also Tourengeher würd ich nicht da zu sagen, das is die Geiz-is-geil Pistengeher Gsellschaft, echte Tourengeher lachen doch über diese Pistengeher.

Und zwegs Parkplätze, die solln an den großen Parkplätzen Schranken aufstellen wie an der `` Olympia Bahn ´` am Patscherkofel auch, zahlende Fahrgäste zahlen nix, und wer sich dort hinstellt um die Bobfahrer zuzusehn der zahlt. Ganz einfach . Ich find das ganze so einen Schmarrn mit dem `´ Recht auf Berge``, da wo nix planiert is kann ma Touren gehn soviel man will, aber gesicherte planierte Pisten gehören nicht zur normalen Bergwelt, da sind Menschen am Werk die nicht umsonst die Pisten herrichten . So würd ich das sehn .
Ich würd das auch so sehn, wenn schon das Tourengehen erlaubt wird, dann nur zu schwachen Zeiten, nicht an Wochenenden und auch net bei Nebel, Schneefall etc. Hab das an der Axamer Abfahrt im Nebel gesehn, da sind n Haufen Leut hochgestiegen ... jaja man muß nur ziemlich nah an denen vorbeigehn, damit s ihnen irgendwann selber zu blöd wird. Und im Nebel fährt sich s halt mal am Pisten ( Wald)rand am Besten wegs Kontraste ... und ich bin der Meinung, eine offizielle Schiabfahrt darf ich auch auf der kompletten Breite benutzen, weil -- eine der Schiregeln besagt dóch, die Piste darf nur für Schifahrer benutzt werden ... und für Rodler und Fußgänger gesperrt und verboten . Und wer raufgeht is nix anderes als n zu Fuß gehender Pistenbenutzer . In der Gegenrichtung -- auf der Autobahn sagt man Geisterfahrer dazua. ( Geistergeher )
 
Also ich bin ja beides Tourengeher und Pistenfahrer. Für mich sind Tourengeher, die die Piste entlang hochlaufen, ein merkwürdiges Rätsel. Gerade in der Zentralschweiz gibt es nun wirklich genug Tourenmöglichkeiten. Warum man dann ausgerechnet der Piste entlang hochlaufen möchte erschliesst sich mir nicht.
 
Alleine diese Aussage:

Robert Herz, der Vorsitzende der "Skitourensportler" hält dagegen: "Ich lasse mir nicht von der BZB erlauben oder verbieten, wie ich auf das Kreuzeck gehe."

zeigt doch ganz gut, dass es hier in erster Linie um verletzten Stolz und um Prinzipien geht. Ich kann den Standpunkt der Bergbahnen gut verstehen, insbesondere, da man den Pistengehern offensichtlich entgegengekommen ist und das dann trotzdem wieder nicht recht ist.
 
Wenn ich in den Bergen wohnen würde wäre das durchaus eine Möglichkeit für mich meinen Sport zu machen!
In den Pistenregeln ist übrigens auch etwas zum aufsteigen drin:

7. Aufstieg und Abstieg

Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

Selbst in Laterns finde ich es nicht störend und da sind ne Menge unterwegs!
Toleranz!
 
Also mich stören die Pistentourengeher nicht wirklich, ich weiß aber nicht wie gefährlich das ist wenns Rushhour auf der Piste hat und dann auch noch Gegenverkehr herrscht.

Warum man als Skitourengeher AUF der Piste geht und nicht in die ruhige Natur ist mir das allergrößte Rätsel. Warum tut man sich das an?
Ich muss auch sagen dass ich noch nie SO VIELE die Piste habe bergauf gehen sehen wie diesen Winter. Boomt das irgendwie? Dieser Schmarrn AUF der Piste zu laufen??
Subjektiver Eindruck...

Also die Geiz-ist-Geil Erklärung lässt sich doch irgendwie ausschließen, die paar Euro für nen Liftpass grad als Einheimischer über die Saison...
 
ich glaube es gibt noch die 4. kategorie:

abends nach der arbeit kurz als sport noch die piste hoch, falls vorhanden oben an einer hütte gemütlich ein weißbier zischen und dann wieder runter ins tal. würde ich auch so machen wenn ich direkt in den bergen wohnen würde. das problem lässt sich aber meines erachtens in den griff bekommen, indem man einfach skitourenabende (1-2 pro woche) ausweist. da freut sich die hütte im skigebiet, für das parken kann man etwas verlangen und den tourengehern passts dann denke ich auch. im berchtesgadener land ist das ganze dann noch unter den liftbetreibern abgesprochen, sodass man jeden wochentag was zum hochlaufen hat... also kein problem wenn alle seiten etwas einsicht zeigen!

Leute, die es sich nicht zutrauen eigenverantwortlich "auf Tour" zu gehen und daher die gesicherte Umgebung der Pisten nutzen - erschliesst sich mir von der Idee her nicht so richtig, aber soweit ich die Berichte verstehe scheint das die größte Gruppe zu sein.
es gibt glaub auch zum teil auch noch leute die meinen auf skitour zu müssen aber im gelände nicht abfahren können... hab ich zumindest letztens mal mitbekommen :-)
 
Unser Ziel ist es, bayernweit die Belange des vernünftigen Skitourensportlers auf demokratischem, rechtsstaatlichem Wege zu vertreten und die positiven Aspekte dieses naturverträglichen gesunden Sportes, in ein richtiges Licht zu stellen.
Quelle: www.skitourensportler.de

Das wird mir alles irgendwie ein wenig zu hoch gegangen. Besonders mit der Berufung auf die Landesverfassung.
Aber mit dem guten Gewissen im Rücken, (im Gegensatz zu den Skifahrern) "naturverträglich" unterwegs zu sein, kann man in Deutschland immer einen guten Aufriss starten. Die Wutbürger haben die Pisten erreicht.
 
baeckerbursch schrieb:
Besonders mit der Berufung auf die Landesverfassung.

Nein! Genau diese sichert uns allen den freien Zugang zur Natur. Keiner darf irgendwen aussperren. Und das ist damit gemeint.

Nur weil etwas in einer Verfassung steht, heißt das nicht, dass dieses eingeräumte Recht nicht eingeschränkt werden könne. Ich denke das ist ein grundlegendes Misverstädnis das sich der Verein hier zu Nutze machen möchte. Mit dem Vorwurf des Verfassungsbruches lässt sich eben viel mehr Aufheben machen. Selbst unsere wichtigsten Grundrechte wie die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Freiheit der Person oder das Recht auf Gleichheit werden täglich ganz verfassungskonform eingeschränkt.
Will heißen: Ich halte nichts von diesem Rumreiten auf dem Absoluten.
 
schneesucher schrieb:
Also ich bin ja beides Tourengeher und Pistenfahrer.

Dann bin ich alle vier, Tourengeher, Variantenfahrer, Pistengeher und Pistenfahrer.

Es gibt nicht schöneres als bei strahlendem Sonnenschein eine Schitour auf einem einsamen Gipfel zu gehen, meine Pistentage sind mittlerweile sehr dünn gesäht.

Aber: Das Pistengehen hat den Vorteil, dass man auch Abends nochmal die Tourenski anschnallen kann und sich sportlich betätigt.
Geht natürlich im freien Gelände auch, ist aber relativ gefährlich!
Zudem braucht man beim Pistengehen keinerlei Sicherheitsausrüstung (LVS, Sonde, Schaufel usw.), ist durchaus eine Preisfrage.

Und so wie es heuer bis Ende Dezember war, konnte man fast alle Touren im freien Gelände vergessen, weil einfach kein Naturschnee lag.
Auf den weißen Kunstschneebändern in Gurgl waren eine stattliche Anzahl von Leuten bergauf unterwegs.
 
Ausserdem hat man als Abendpistengeher den Vorteil, auf der Abfahrt als erster die frisch präparierten Pisten entjungfern zu können. Ha, andere stehen dafür extra am Morgen früh an der Talstation und zahlen auch noch für einen Skipass, also die sind ja schön deppert! Was, das Walzen kostet Geld? Mir Wurscht, Hauptsache ich habe meinen Spass gratis!
 
Ausserdem hat man als Abendpistengeher den Vorteil, auf der Abfahrt als erster die frisch präparierten Pisten entjungfern zu können. Ha, andere stehen dafür extra am Morgen früh an der Talstation und zahlen auch noch für einen Skipass, also die sind ja schön deppert! Was, das Walzen kostet Geld? Mir Wurscht, Hauptsache ich habe meinen Spass gratis!

Schon etwas weit hergeholt das man am Abend extra auf einen Berg geht nur um eine frisch gewaltzt Piste zu fahren :rolleyes:
 
Ich kann aber diesen teilweise krankhaften Geiz einiger Tourengeher nicht verstehen.
Wenn sie abseits der Pisten aufsteigen, ist doch alles ok.
Aber wenn ich eine mit viel Geld errichtete und gepflegte Infrastruktur wie eine beschneite und gewalzte Piste benutze, dann beteilige ich mich doch freiwillig an den Kosten. und wenn es nur ein Fünfer fürs Parken ist.
Ist das Geld bei euch unten wirklich so knapp ?
 
Gott sei Dank hat nicht jeder diese "Geiz ist geil" Mentalität ! :?

Es zeugt auch nicht gerade von allzu viel Intelligenz, diejenigen die durch den Kauf Ihrer Skipässe das Präparieren von Pisten ermöglichen, als "deppert" darzustellen.

GMD schrieb:
Ausserdem hat man als Abendpistengeher den Vorteil, auf der Abfahrt als erster die frisch präparierten Pisten entjungfern zu können. Ha, andere stehen dafür extra am Morgen früh an der Talstation und zahlen auch noch für einen Skipass, also die sind ja schön deppert! Was, das Walzen kostet Geld? Mir Wurscht, Hauptsache ich habe meinen Spass gratis!
 
Mich wundert schon lange nicht mehr, aber ab und an muss ich mich schon fragen wie egozentrisch und verbissen bis in den Schließmuskel der 08/15 Pistenfahrer ist.

Den wenigsten Pistengehern gehts um "Geiz" und abends die erste Spur in eine frisch präparierte Piste zu legen mag zwar schön sein, aber deshalb extra schweißtreibend Aufsteigen? Fragt euch doch selber, wäre euch das der Aufstieg wert? Wenn ja dürft Ihr ja auch gerne! Eine schöne tourenausrüstung kostet auch richtig Geld, mehr jedenfalls als eine 08/15 Skiausrüstung.

Und einige Gebiete können sehr wohl mit den Tourgengehern und haben daraus schon ein Geschäft gemacht, was ja völlig ok ist. Da gibt es extra Tourengeherparkplatze die was kosten (ich finde die üblichen 2,- ja fast noch zu billig) und die BB verdient am Gipfelbier im Resti auch noch was mit. Beispiele gibt es im Bayrischen Voralpenland genügend: Blomberg, Brauneck, Spitzing, Kampenwand usw...... Und deise Angebote werden auch angenommen!

Ich kann auch die Garmischer Kollegen verstehen die seit jeher im Winter auf den Hausberg gehen (im Einklang mit den FIS Regeln), aber plötzlich das nur noch auf einer genehmigten Ausfstiegsspur dürfen.

Meine eigene Therie ist ja, das fast alle lässigen, coolen Skifahrer von früher dem ganzen Skischaukelwahnsinn und den Metrosexuellen Pisten überdrüssig geworden sind (abfahren ist ja kein "Sport" mehr) und deshalb zum Tourengehen übergelaufen sind. Auf Tour triffst du immer nette Leute, in Schlagen am Lift herrscht schon fast Faustrecht. Für die verbleibende Masse werden jetzt die letzten Buckel auch noch aus den Pisten planiert und Popowärmer im Lift installiert.

Jetzt dürft ihr mich schlagen :D
 
Paradebeispiel hier, dort gibt es eine sogenannte Tourengeherregelung seit rund 7 Jahren, nur es interessiert einfach keinen.

http://www.bgland24.de/schoeau-am-koenigssee/snowboarder-stuerzt-ueber-seilwinde-bgland24-1578112.html

Dann hat das die tolle DAV community aufgeschnappt:

http://www.dav-community.de/invisionboard/lofiversion/index.php/t40714.html

Zitat aus einem der posts in Bezug auf den Tourengeherabend (Donnerstags): "Ich vermut, dass an dem Tag mehr Leute Abends ohne Bahn dort waren als den gasamten Tag zusammen mit der Seilbahnnutzung. Wäre es daher nicht vielleicht sogar angebracht, dass sich der Alpenverein dafür einsetzen sollte, Pistenpräparieung mit Seilwinde bei Dunkelheit ganz zu verbieten?
"

Allein dieser Satz zeugt von der Einstellung und der geistigen Reife mancher Nachtbesucher.
Mein Vorschlag: Abschaffen, einfach verbieten und aus. Dazu kommt in diesem Fall dass die meisten Tourengeher aus dem benachbarten Salzburger Land kommen, da es ja dort das 'freie Betretungsrecht' in dieser Form nicht gibt (Verfassung) und wenn dort eine Bergbahn die Piste sperrt ist zu. Also kommen sie hier her, können nicht lesen, interessieren sich nicht für Absperrungen, nur rauf auf die Hütte, dann mit 3promill wieder auf die Ski, durch unterm seil aufs frisch präparierte und ab ins Tal.
Als auch Tourengeher für mich nicht nachvollziehbar dieses Verhalten.
 
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