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Lifte und Landschaft

Turm

Wurmberg (971m)
Ich starte mal eine kleine Diskussionsrunde zum Thema Seilbahnen, und wie sie sich in die Landschaft integrieren, bzw. wie man sie besser ins Landschaftsbild einfügen kann.

Ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass Funitels, vor allem die von Doppelmayr, einen Schlag in die Landschaft darstellen, während beispielsweise große Drahtgittermastern z.B. der neuen 3S-Bahn in Kitzbühl irgendwie gefällig wirken.

Was macht es aus, dass ein Lift nicht zum Schandfleck wird? Sollten wir wieder zum teureren Gittermasten zurückkehren? Sind größere Spannweiten mit wenigen Monsterstützen "schöner" im Landschaftsbild als viele kleine Stützen in geringer Höhe über dem Boden?
Oder verschandeln Seilbahntechnische Aufstiegshilfen generell den Anblick der Natur..?

Ich weiß nicht genau ob diese Diskussion hier schon einmal in dieser Form gelaufen ist, habe leider nichts im Archiv gefunden.
 
auuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuaaaaaaaaaaaaaaaa

die stützen sind FEUERVERZINKT und NICHT (NEIN NEIN NEIN) grau angestrichen.

Angestrichen sind die Stützen zum Beispiel in Salzburg, da sind sie Grün angestrichen!
 
Ganz erlich, ich finde weiß sollte man die nicht streichen!! Im Sommer ist das mit den Liften "schlimmer"! viele fahren zum beispiel nicht nach Ischgl zum Wanderen, weils dort total verbaut ist! Und weiße Stützen fallen im Sommer noch mehr auf!! Und im Winter sind gehören Stützen einfach dazu!! Da findet man bei weißen höchstens den Lift nicht mehr wenns nen bissel nebelig ist :lol:
 
fxgrossrgb schrieb:
Also ich fände, dass man die Stützen net grau sondern weiß anstreichen sollte.
kellyschnauzehalten.gif



Früher hat man sich wohl häufiger den Luxus geleistet die Stützen zu Lackieren anstatt feuerverzinken, dafür dass man sie dann öfters nachstreichen darf.

Gibt es eigentlich mal abgesehen von den Liftstationen so etwas wie einen Landschaftsarchitekten der Sagt: Da bauen wir die Stütze hin, und die soll so aussehen, damit sie nicht so auffällt?


Die Sache mit Ischgl ist echt krass das wird jeder bestätigen, der schon mal im Somer in Ischgl war.
 
In Val Thorens haben einige Lifte weiße Stützen. Zumindest die erste Funitelbahn. Sieht aber auch kacke aus finde ich. Silbrig ist schon in Ordnung.
 
McMaf schrieb:
In Val Thorens haben einige Lifte weiße Stützen.

die spekulieren wohl darauf, dass Val Thorens von der natur zum Gletscherskigebiet erhoben wird,
Im Sommer sieht's sicher scheußlich aus.

Aber was will man an dem Tal landschaftlich überhaupt noch mehr verschandeln...
 
An sich ist das ja eine rein ästhetische Frage und von daher gibts keine allgemeingültigen Antworten. Während einige der Seilbahnfreaks hier aus dem Forum vor Entzücken jauchzen, würden wahrscheinlich beim selben Anblick Naturschützer einen Kollaps kriegen :wink:

Persönlich find ich die klassischen Pendelbahnen teilweise sogar eine ästhetische Bereicherung (ist ähnlich wie ja auch Gebirgsbahnen, Äquadukte etc. einen Reiz an sich haben --> siehe Rhätische Bahn, oder den alten Schillingzwanziger mit der Semmeringbahn), vor allem die alten PBs mit ihren oft eindrucksvollen Stationsbauten üben schon einen gewissen Reiz aus. Standseilbahnen fallen für mich da in die gleiche Kategorie (z.B. die Schlossalmbahn mit dem Tauernbahnäquadukt, das "gehört" einfach zu Hofgastein).

Ästhetisch störend werden Bahnen eigentlich nur, wenn sie so richtig spinnennetzartig die Landschaft überziehen (wie z.B. im erwähnten Ischgl).

Aber grundsätzlich denke ich, dass v.a. der Pistenbau die ästhetische "Faust aufs Aug" ist (natürlich v.a. im Sommer). Bzw. was tw. schon sehr störend und unschön wirkt, sind vielfach die modernen standardisierten Stationen. Die wirken irgendwie so lieblos und unindividuell.

Am liebsten mag ich daher Pisten, die in Geländekammern führen, die abseits des Liftgewirrs gehen (interessanterweise sind das oft auch die am wenigsten frequentiersten, da sie ja meist abgelegen sind).
 
Wie schon erwähnt wurde, ist Ischgl total verbaut. Ich finde auch, dort ist etwas übertrieben worden. (Ich weiß, die Mehrheit hier ist warscheinlich anderer Meinung). Die doppelstöckigen KSB-Stützen sehen wirklich interessant aus, aber in die Landschaft passen die nun wirklich nicht, besonders da es nicht nur eine davon in diesem Gebiet gibt.

Besonders gut hat mir hingegen Grindelwald gefallen. Hier sieht man wenigstens den Berg noch, da nicht alles verbaut wurde.
 
Christoph Nikolai schrieb:
Wie schon erwähnt wurde, ist Ischgl total verbaut. Ich finde auch, dort ist etwas übertrieben worden.

Viele Seilbahnen muss ja nich automatisch beteuten, dass man alles verbaut, das hat ja wie geschrieben was mit Ästhetik zu tun, und die ist scheinbar verloren gegangen.

Und zu der Doppelstöckigen Stütze: Doppelmayr wollte so etwas mal ausprobieren, Ischgl hat's mit sich machen lassen, und da Samnaun und Garaventa auch so etwas wollte, haben sie halt nachgezogen.

Jetzt stellt euch aber mal anstatt der Pendelbahn in Samnaun einen Funitel oder eine EUB vor der ins Skigebiet führt, was verschandelt die Landschaft mehr?

Liegt es vielleicht daran, dass man sich an den Anblick von Gittermasten schon so gewöhnt hat durch die Stromversorgung?
 
Fiss hat auch eine Doppelstock-Stütze, aber halt nur eine. Und ob Ischgl verbaut ist oder nicht, ist ja auch Ansichtssache. Ich stehe zu meiner Meinung, daß es in Ischgl zuviel des guten ist, selbstverständlich akzeptiere ich natürlich auch die anderen Meinungen.
 
Ich glaube der subjektive Eindruck aus vielen Skigebieten dass alles verbaut ist, kommt teilweise auch daher, dass sich viele Skigebiete oberhalb der Baumgrenze befinden.
Ohne Bäume links und rechts sieht jeder Lift irgendwie wahllos in die Landschaft gesetzt aus. Da fallen die Stützen und Gondeln halt viel mehr auf, als innerhalb eines Waldes.
 
Also ich freu mich über jede Station, Stütze etc., das ich mit dem Fernglas erspähen kann - also bin ich extrem gegen solch eine Tarnung ;-)
 
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