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Liftunfall mit Kind in Frankreich

icedtea

Jungfrau (4161m)
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Komischer Vorfall ???
Der Unfall geschah auf dem Pierre Longue und das Bild im Artikel ist falsch...

Sass das Kind rechts Aussen auf einem der beiden Kinderplätze? Wurde der Kopf von der Durchrutschsicherung runter gedrückt?
Was hätten die Mitfahrer noch tun können wenn sie den Zwischenfall bemerkt hätten? Der Sicherheitsbügel wird während der Fahrt verriegelt.
 
Es liegen widersprüchliche Schilderungen über den Zwischenfall vor. Leider sind Medien eher unzuverlässig, inbes. da die Journalierenden kaum was von Technik verstehen.

Siehe z.B. hier:
https://www.ledauphine.com/haute-savoie/2019/02/22/accident-de-telesiege-a-chatel-la-fillette-toujours-hospitalisee-les-temoins-entendus

Mal abwarten, ob ein Bericht vom STRMTG oder dem BEA-TT erstellt wird. Interessanterweise sind zu den diversen neueren Seilbahnzwischenfällen in Frankreich nur sehr vereinzelt Untersuchungsberichte verfügbar.

Unklar ist mir, wer das Kind begleitete und/oder ob Zeugen im folgenden Sessel nicht was bemerkt haben und Alarm schlugen. Gehe davon aus, dass eine Videoaufzeichnung vorhanden ist. Normalerweise sind die neueren Umlaufbahnen mit Videoüberwachung in den Stationen ausgestattet, was wie genau aufgezeichnet wird, ist jedoch Sache des Betreibers.
Gem. Medien wurde ein Screenshot erstellt wo man die Personen erkennen kann.

Typicherweise integriert der Steuerungshersteller (normalerweise hier Semer, die wie Poma der HTI Gruppe zugehört) die Videoüberwachung die mittels IP Kameras erfolgt und die Videosignale werden dem Betreiber als Ethernet Stream zur Verfügung gestellt. In den Stationen haben die Bediensteten zumindest Zugriff auf die Kamerabilder in Echtzeit (ggf. via Splitter damit mehere Bilder in einem Monitor angezeigt werden können, im selben Bitstream werden die Signale mehrerer IP Kameras codiert damit man in jeder Station auf sämtliche Kameras zurückgreifen kann). Einzelheiten sind kundenwunschabhängig.
Bei den neuen Poma Anlagen ist die Bildqualität bei Tageslicht sehr gut. Die Videodaten werden i.d.R. über getrennte LWL-Paare übertragen (d.h. getrennt von denen, die zur Steuerungskommunikation dienen, hier via Ethernet mit Siemens S7-1500 SPS).
 
Hier noch ein Update (Mainstream Medien, k.A. ob 100 % richtig):
https://www.ledauphine.com/haute-savoie/2019/02/27/accident-de-telesiege-a-chatel-la-petite-fille-s-etait-coincee-le-bras

Mal sehen auch wie sowas rechtlich interpretiert wird. insbes. was eine etwaige Verantwortung von "fremden Begleitpersonen" betrifft. Da verunfallte Kind gehörte eine Skischulgruppe an, war jedoch mit fremden Erwachsenen während der Unfallfahrt unterwegs, .d.h. Fahrgäste, die keine Beziehnung zum diesem Kind oder dessen Gruppe hatten und absolut rein zufällig auf dem gleichen Sessel mitfuhren.

Weiss jemand wie die Verriegelung genau funktioniert? Interessant wären Fotos.

Leider kenn ich diese Vorrichtungen nicht direkt. Ob dazu was spezifisch in den EN vorgeschrieben wird, muss ich zuerst recherchieren.
 
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