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Linearantriebe

Lagorce

Rigi-Kulm (1797m)
Vielleicht könnte ein Moderator dies in ein separates Thema auslagern.

Linearantriebe werden bei Gondlebahnen bereits eingesetzt, soviel ich weiss aber nicht für die eigentliche Beschleunigung, siehe hier (Bilder sind von Funivie):
http://www.remontees-mecaniques.net/forums/index.php?showtopic=4759&st=0&p=56650&#entry56650

Durchaus denkbar wäre ein failsafe Abbremsung mittels Wirbelstrom-Linearbremse. Solche werden mit Erfolg u.a. bei Rollercoasters (grosse Achterbahnen) eingesetzt, dort findet man ebenfalls Hochleistungs-Linearantriebe mit Spitzenleistungen von mehreren MW (die stärksten Rollercoaster-Beschleuniger sind allerdings hydraulisch, made by Intamin mit Getriebe von Kissling).

Vorteile der Wirbestrombremsen liegen auf der Hand: Bremskraft nimmt mit Relativgeschwindigkeit zu, berührungslos (also keine Abnützung) und fehlersicher (benötigt keine Hilfsenergie).

Beschleunigung mit Linearantrieb wäre möglich sofern bei Stromausfall od. Defekt in der Leistungselektronik eine failsage Permanentmagnetbremsung stattfindet (z.B. mit im Normalbetrieb zurückgezogenen (berührungslosen) Permanentmagnetbremzangen. Diese Lösung wird bei Rollercoaster eingesezt, in SIL 3 Kategorie, also denkbar für Seilbahnen.

Soviel ich weiss haben sämtlcihe Magnetschwebahnen Rollen oder Gleitsysteme zur Notführung bei Ausfall der Magnetlagerung da das SIL 3 (nach IEC 61508) Sicherheitslevel mit Arbeitsstromprinzip i.d.R. nicht mit vertretbarem technischen Aufwand erreicht werden kann (Ausnahme: z.B. Flugzeuge).

Über Patente mag ich gar nicht streiten. Oftmals werden ganz banale Ideen Patentiert. Letztendlich ist der finanzielle Aufwand den man für Rechtsstreitereien vetreten kann massgebend. M.E. sind die Mehrheit aller Patente nicht gerechtfertigt und stellen eher eine Bremsung der freien Entwicklung dar. Gewisse gute Ideen git es schon aber z.B. Funitels usw. betrachte ich nicht als patentwürdig.


Nachtrag zum Thema Linearantriebe und Wirbelstrombremsen:
Fa. Instrasys
http://intrasysmuc.com/
 
Danke für die Auslagerung des Themas.

Grundsätzlich gesehen könnte man evaluiren, ob sich Linearantriebe für folgen Einsätze eignen würden:
- Beschleunigung bei Stationsausfahrt;
- Abbremsung bei Stationseinfahrt;
- Schleppfunktion (Stationsbereich, evtl. inkl. Rangierung);
- Schiebetürantrieb.


SCHIEBETÜRANTRIEB

Da sehe ich keine Probleme, allerdings muss eine Stromversorgung vorhanden sein. Denkbar insbes. für Pendelbahnen sowie Standseilbahnen. Hauptvorteil: Vereinfachte Mechanik (keine Zahnriemen, Umlenkrollen, Getriebemotoren usw.) da sich ja nur die Türblätter bewegen.


SCHLEPPFUNKTION IM STATIONSBEREICH

Ebenfalls unproblematisch, da jedoch Spulen entlang der gesamten Länge der Führungsschienen angebracht werden müssen, lohnt es sich u.U. nicht für die Austattung der Rangierzonen. Vorteil: Keine bewegliche Teile (Schleppketten, Reibräder usw.). Bei Gefällen sind besondere Vorrichtungen notwendig um bei Ausfall der Linearantriebe ein Rückrollen zu verhindern.


ABBREMSUNG BEI STATIONSEINFAHRT MITTELS LINEARER WIRBELSTROMBREMSE

Vermutlich möglich, müsste jedoch rechnerisch genauer abgeklärt werden. Eine lineare Wirbelstrombremse ist denkbar einfach aufgebaut: Jedes Fahrbetriebsmittel (Sessel od. Gondel) wird lediglich mit einem sog. Fin (Engl. "Flosse", hier ein einfaches Blech) ausgestattet. Die Bremsstrecke weist Permanentmagnetzangen auf. Es ist keinerlei Energiezufuhr erforderlich und da die Wärme weitgehendst durch die Fins and die Umgebung abgeleitet wird, gibt keine thermische Probleme. Die Bremskraft nimmt mit der Relativgeschwindigkeit zu, allerdings ist die Kurve nicht linear. Eine Auslegung für Normalgeschwidigkeit ist problemlos, abzuklären wäre, wie die Bremswirkung bei kleineren Geschwindigkeiten ausfällt. Bei sehr kleiner Geschwindigkeit ist die Bremskraft gering (gleich null bei Stillstand), d.h. man könnte bei stehender Anlage ohne weiteres von Hand die FBMs durch die Bremszone stossen.
Der Verlauf der Bremswirkung entlang der Bremsstrecke kann durch die Auswahl der Permanentmagnetpaare beeinflusst werden. Zudem ist die Bremswirkung von der Ausfürung der Fins abhängig (u.a. Materialwahl).

Also insgesamt vermute ich, dass eine solche Lösung technisch möglich wäre und zudem auch sehr einfach, da keine bewegliche Teile vorhanden sind und das System wäre auch völlig berührungslos und fehlersicher. Es wird auch keine Hilfsenergie benötigt (eine Rückgewinnung der Energie ist jedoch unmöglich).


BESCHLEUNIGUNG BEI STATIONSAUSFAHRT MITTELS LINEARANTRIEB

(Folgt.)
 
BESCHLEUNIGUNG BEI STATIONSAUSFAHRT MITTELS LINEARANTRIEB

(Folgt.)
Mangels Interesse an technischen Diskussionen sehe ich keinen Grund den obigen Beitrag zu vervollständigen und wie bereits erwähnt werde ich mich prinzipell nicht mehr and diesen abcde-Fragereien beteiligen denn ich betrachte das ganze Vorgehen als lächerlich.

Wenn man vom einem Fachgebiet nix versteht sollte man sich zuerst mal IRL richtig einarbeiten anstelle serienweise Fragen in einem Online-Forum zu stellen und ich zweifle, dass solche Möchtegerne-Öko-Alleswisser sich je da notwendige fachliche Wissen aneignen können.

Über Fachgebiete schreiben die man nicht genügend beherrscht hat übrigens einen Namen: Journalismus.
 
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