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Links oder Rechtsdrehende Lifte

GIFWilli59 schrieb:
Den Ansatz kann ich jetzt auch nicht so ganz nachvollziehen, klar, wenn der Wind von rechts kommt, fährt man besser rechts hoch, damit die durchschnittlich schwereren FBMs (=weniger windanfällig) mehr dem Wind ausgesetzt sind. Das Problem ist aber, dass dann wirklich alle FBMs besetzt werden müssen, denn ein leeres würde ja dann bei starkem Wind gegen die Stütze fahren. Gleichzeitig würden die leeren FBMs auf der anderen Seite ja wahrscheinlich auch irgendwann mal zurückpendeln (es sei denn, die Windgeschwindigkeit wäre konstant), von daher ist die Theorie mMn Quatsch.

"Quatsch"...

ski-chrigel schrieb:
Diese Erklärung halte ich auch für völlig absurd, zumal ja im Sturm abgelenkte Winde von allen Seiten auf leere und vollbesetzte Sessel stossen.

..."absurd"

ihr seid aber auch immer gleich extrem. Ich bin ja nur ein Talfahrtspezialist und kein Bergfahrtspezialist :wink:
 
Betrieb im Uhrzeiger- oder Gegenuhrzeigersinn sollte alleinig als Faktor eigentlich keinen Unterschied im Preis verursachen, Bauteile sind für beide Varianten vorhanden und zahlreiche Teile sind Drehrichtungsunabhängig (und ansonsten meist einfach spiegelbildlich ausgeführt, ob dann allerdings bei den chinesischen Billigkopien linksgewinde zu Einsatz kommen weiss ich jedoch nicht :) ).
Seile werden onehin auftragsspezifisch hergestellt.

Kunde entscheidet sich aufgrund der vorliegenden Gegebenheiten (Platzverhältnisse, usw., siehe diverse Posts weiter oben).


Wo die Antriebsstation bzgl. wo die Spannstation angeordnet wird ist wiederum ein ganz anderes Thema.
Da spielen etliche Faktoren eine Rolle, sowohl die Energiezuführung, Zugang, usw. sind zu berücksichtigen, insbes. auch die Baulogistik, die die Kosten recht stark beeinfliessen kann, in gewissen Fällen könnte man durch bessere Koordination und Organisation einiges einsparen, meinte mal über EUR 100'000 für eine typische CLD oder MGD (auf Näheres trete ich hier diesbzgl. nicht ein).

Rein seilbahntechnisch betrachtet ist bei üblichem Längsprofil Abspannung talseitig und Antrieb bergseitig die weitaus sinnvollste Variante. Selbst bei der Eibsee-Zugspitze 120-ATW hätten man IMO so ausführen sollen, trotz den Herausforderungen im Bereiche des Hoch- und Tiefbaus. Bei solch extremem Längsprofil ist ein Antrieb in der Talstation sehr nachteilig und diese Wahl hat dann auch entsprechend die Bahntechnik besonders komplex werden lassen. was sich auf die gesamte Lebensdauer der Anlage negativ niederschlagen wird.
 
gerrit schrieb:
Wobei ich schon die Frage aufwerfen möchte, ob es bei den Herstellern eine "Standarddrehrichtung" gibt, die im Normalfall gebaut wird bzw. ob für die Änderung der Drehrichtung ein Aufpreis verlangt wird, oder ob man sich die Drehrichtung frei und ohne zusätzliche Kosten aussuchen kann. Zugegebenermaßen beschäftigt mich diese Frage eigentlich nicht wirklich, aber zum Thema hier passt sie schon.... :wink:

Das ist völlig preisunabhängig ... die meisten Teile sind ja absolut symetrisch aufgebaut ... sogar die Montagemöglichkeiten für beidseitigen Betrieb (Blenden, beros) sind oft vorhanden.

Entscheidend sind alleine die Platzverhältnisse bzw. der Wunsch des Kunden - nur bei Kurvenliften siehts natürlich anders aus.

Früher wars übrigens so, dass man probiert hat Linkslifte zu bauen, da das am einfachsten und auch günstigsten zu bekommende Seil Gleichschlag rechts war und man die Prämisse hatte das Seil zur Stütze hindrehen zu lassen.
 
Das herstellerspezifische Baulastensystem für moderne kuppelbare Einseilumlaufbahnen (hier CLD (Sessellbahnen) und MGD (Gondelbahnen) gemeint) kann soweit gehen, dass sogar zahlreiche Strukturteile sämtlicher Stationen (Antriebs-, Zwischen-, Umlenk- sowie Fest- oder Spannstation) gemeinsam sind, dies kann soweit gehen, dass z.T. eigentich erstaunlich komplex gefertigte Teile anstelle einfacher RHS-Balken eingesetzt werden, wobei dann zahlreiche Anschweissteile gar nicht benötigt werden, die Hersteller werden da jedoch ihre Kostenrechnung machen und entsprechend konstruieren und fertigen).

Gesamthaft betrachtet gibt es allerdings je nach Modell und Hersteller schon noch was Opmitimierungsspielraum, während bei der Mechanik der Vorschriftenkram Anpassungen erschweren kann, hat man im elektrischen Bereich mehr Speilraum. Auf spezifischere Einzelheiten gehe ich hier nicht ein (als aussenstehende Person sieht man manchmal gewisse Einzelheiten etwas anders als der Seilbahnsteuerungshersteller selbst).
 
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