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LSAP in der Schweiz

leider Bezahlschranke.
Gibt es interessante Info, die hier in LSAP noch unbekannt sind oder nur allgemeines Geplänkel?
 
Seit diese Zahl vom deutschen Professor Schuck, dessen Forschungsgruppe hier im Forum auch Infos zusammen gesucht hat, in die Welt gesetzt wurde (Buch "letzte Bergfahrt") wird sie von Journalisten abgeschrieben und mit den immergleichen (seinen) Beispielen garniert. Winterhorn, Super Saint Bernard, Erner Gallen.... Kenne den Spiegelbericht nicht, das Foto ist allerdings wiederum Super Saint Bernard, ich würde wetten ist wiederum der alte aufgewärmte Kaffee. Die 40 Prozent aufgegebenen "Skigebiete" umfassen jeden aufgegebenen Einzellift in irgendwelchen Dörfern. Glaube keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast.....
 
valdebagnes schrieb:
leider Bezahlschranke.
Gibt es interessante Info, die hier in LSAP noch unbekannt sind oder nur allgemeines Geplänkel?

Hab den Artikel gelesen, eher Zweiteres. Er nennt Super Saint-Bernard, und den Furggen zwischen Cervinia und Zermatt als die beeindruckendsten LSAPs. Ansonsten geht es noch um den Gurten bei Bern, San Bernardino und Lungern-Schönbüel.

Neu war für mich das Ergebnis der LSAP Studie, wozu es ja einen separaten Thread hier gibt, den ich aber nicht mitverfolgt habe:

SPIEGEL:
Nach einer aktuellen, noch nicht veröffentlichten Studie der Dortmunder Wissenschaftler Christoph Schuck und Steve Schlegel, die sich mit Lost Ski Area Projects (LSAP) beschäftigen, haben bis zum Wintersaisonende 2022 mehr als 42 Prozent der in der Schweiz dokumentierten 545 Skigebiete ihren Betrieb eingestellt. Was bedeutet das für die Schweizer und Schweizerinnen selbst?

Anker:
Es sind ja viele Dorf- und Tallifte weg, an denen sich die Bevölkerung etwa an Nachmittagen während der Woche zum Skifahren traf, und wo die Kinder Skifahren lernten. Diese Skikultur, dieser skitouristische gesellschaftliche Zusammenhalt, ist verschwunden. Jetzt kann man natürlich eine Skitour machen, aber da geht man allein oder mit seinen Freunden. Das ist nicht mehr das Gleiche wie früher das Treffen am Lift. Und wenn man nur noch einmal im Jahr vielleicht für eine Woche zum Skilaufen in größere Gebiete fährt - dann ist Skifahren im Alltag auch nicht mehr so wichtig, nicht wahr?
 
Es sind sicher sehr viele Einzellifte verschwunden, was bedauerlich ist. Zudem wurden wiederholt aus wirtschaftlichen Gründen in noch existierenden Skigebieten Lifte abgebaut (zum Teil mit, zum Teil ohne Verlust von Pistenfläche). Aber Skigebiete mit >3 Liften, die komplett geschlossen haben, kann man whs. an einer Hand abzählen.

Und ob damit eine Kultur verloren gegangen ist weiss ich auch nicht. Viele dieser Lifte wurden in der Euphorie der 1960er Jahre gebaut und waren bereits Ende 1980er Jahre wieder stillgelegt. Für mich ist eher die Kultur in den noch bestehenden Skigebieten verloren gegangen. Heute gibt es überall hochgezüchtete Infrastruktur und alles ist professionalisiert. Als Kind habe ich Skigebiete noch viel ländlicher und urtümlicher erlebt, mit bärtigem Bergbauern an der Talstation, Ländler-Musik und Ziegen im Dorf. Wobei das natürlich auch damals bereits am Aussterben war (heute gibts aber solche Orte fast gar nicht mehr).
 
Pilatus schrieb:
Aber Skigebiete mit >3 Liften, die komplett geschlossen haben, kann man whs. an einer Hand abzählen.
Ich weis ja nicht wie viele Finger deine Hand hat, aber allein im Tessin sind es deren 3 Skigebiete mit >3 Anlagen. Nimmt man noch die 2 Skigebiete am Regulastein (Ebnat und Gommiswald) dazu wird es bei meiner Hand schon eng. ;-)
Würde sagen so ein Dutzend könnte man schon zusammenbringen.
 
Ich habe bewusst >3 und nicht >=3 geschrieben… :wink:

Und klar gabs da auch ein paar, aber von deinen 17 sind sicher viele mit 3 Anlagen bzw. Grenzfälle mit Parallelanlagen (z.B. Rellerli).
 
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