Hier nun wie angekündigt ein wenig Bildmaterial zu den Überresten am Verditz. Viel ist es leider nicht mehr, aber ein paar "Reliqiuien", die auf das einstige Skigebiet verweisen, konnte ich doch noch vor die Linse bekommen...
Abgesehen von der Bergstation der 3. Sektion sind alle ehemaligen Stationen mit dem Auto erreichbar. Bis zur Bergstation von Sektion I ist es noch ein kurzer Spaziergang entlang eines Forstweges, danach stößt man auf eine ziemlich zugewucherte Trafostation.
Hier sind wir richtig!
In diesem Betonsockel war die Bergstation der ersten Sektion verankert. Diese beinhaltete den Antrieb, abgespannt wurde das Förderseil des ESL im Tal.
Nebenan verbirgt sich ein nicht minder zugewachsenen Lifthäusl. Faszinierend zu sehen, wie schnell sich die Natur ihr Territorium zurückholt. Von hier aus eine Trasse zu erkennen, ist nahezu unmöglich.
Folgt man dem Schild (und dem kurzen Forstweg, über den man zur Bergstation gelangt) wieder zurück zum nach wie vor vorhandenen Parkplatz, gelangt man recht schnell zur zweiten Sektion. Die Abfahrt ins Tal lässt sich im Gegensatz zur Trasse aber noch erahnen.
Ein Hinweisschild unweit des Parkplatzes. Man beachte den "Seilbahnbau de Pretis"-Schriftzug unten rechts.
Talstation Sektion II. Sie befindet sich direkt neben einem kleinen Gasthaus und ist sogar zu mieten (was ich fast machen würde, um an den Schriftzug zu gelangen... ;) )
Die Trasse der zweiten Sektion ESL.
Auf dem Weg zur Bergstation von Sektion II kommt man an diesem Skulpturenpark vorbei.
Zumindest ein paar der Sessel haben überlebt...
...wobei ich der Klemme heute kein Vertrauen mehr schenken würde ;)
Eine Stütze "versteckt" sich hier ebenfalls.
Im Hintergrund sieht man noch ein paar ESL-Sessel.
Sogar die Schließbügel sind noch vorhanden.
Weiter geht es zur Bergstation der zweiten Sektion. Direkt daneben befinden sich noch das ehemalige SB-Restaurant, der Speicherteich und die inzwischen abgetragene Talstation der dritten Sektion.
Das Lifthäusl neben der Bergstation.
Auch hier blieben die Fundamente übrig. Die Trasse ist ebenfalls noch gut zu erkennen.
Im Inneren des Lifthäusl sieht es aber aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Was von Wert war, wurde wahrscheinlich schon vor langer Zeit - nennen wir es - "entfernt". Kein Wunder, dass die Toilette samt Schüssel nebenan im Häusl noch vorhanden ist...
Laut den Arbeitern, die für den Abriss der Talstation von Sektion III zuständig waren, bleibt das SB-Restaurant noch stehen.
Terrasse des Restaurants.
Das Restaurant in voller Größe. Die Tür im ersten Stock war zwar geöffnet, aber die Holztreppe und -Terrasse wirkten nicht mehr sehr stabil...
Blick zum Speicherteich ein paar Meter schräg unterhalb der ehemaligen Talstation.
Der Teich wurde gut bewacht :)
Ob hier noch Technik drinsteckt...?
Nun aber zu den für Seilbahnfans wirklich schlimmen Bildern - ich kam laut den Mitarbeitern der Abrissfirma gerade um eine Woche zu spät...
Überreste der Stahlkonstruktion.
Im Hintergrund das vorher erwähnte SB-Restaurant Lärchenboden.
Teile der Umlenkung für die Gewichtsabspannung.
Moment, da verbirgt sich doch noch etwas Seilbahntechnik...
Seitenschließbügel der DSB-Sessel! Ich konnte mir drei Stück davon sichern und auch zwei in dem Haufen verborgene DSB-Klemmen habe ich noch mitnehmen können!
Trasse der dritten und längsten Sektion.
Am Weg Richtung Bergstation der DSB Schwarzsee. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, ob und wenn ja, was am Gipfel noch übrig war...
Die zur dritten Sektion gehörende, ehemalige Skipiste.
Blick Richtung Gipfel.
Die Trasse der DSB Schwarzsee.
Ob das zur ehemaligen Mittelstation der dritten Sektion gehört?
Die Schwarzseehütte, nur ein paar Wanderminuten vom namensgebenden Almsee entfernt.
Sowohl der Schwarzsee als auch die gleichnamige Hütte waren mWn offiziell nie an das Skigebiet angeschlossen. Eine Piste führte laut Pistenplan hier nie vorbei.
Schon schön hier in Kärnten :)
Weiter Richtung Gipfel. Diese Hütte ist alles, was von der Bergstation der DSB übrig blieb.
Direkt dahinter muss sich die Umlenkstation befunden haben.
Zumindest einen Hinweis auf die ehemaligen Seilbahnen konnte ich noch ausmachen.
Nun gut, streng genommen waren es zwei Hinweise ;)
Von hier hat man übrigens eine tolle Aussicht bis zur Gerlitzen...
... und zur Kaiserburgbahn von Bad Kleinkirchheim. Hier hatte der 30x Zoom meiner Handykamera schon ordentlich zu kämpfen.
Die zweite Sektion verfügte übrigens über eine zweite Abfahrt, die hier kurz noch erwähnt und fotografisch festgehalten werden soll. Sie befand sich etwas weiter nördlich im Bereich Schattenberg.
Abschließend noch ein Bild zum genialen Panorama.