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lungern Schönbüel Konkurs!??!

Talabfahrt fehlt (warschon immer so) und der letzte Winter war sehr schlecht (schneemäßig) ...war wohl harakiriri...
 
Wenn eine Bergbahngesellschaft dermassen krass von guten Wintern abhängig ist, muss doch schon vorher etwas schief gelaufen sein. Wahrlich ist die Aussicht von Schönbüel schön (wie der Name schon sagt)... wenn ich aber Jahr für Jahr bangen muss, ob ich meine Leasinggebühren zahlen kann oder nicht, dann frage ich mich, ob da nicht Missmanagement oder Naivität im Spiel waren.
Wenn ich als Gesellschaft Kapitalkosten zu tragen habe, die viermal so hoch sind wie in meiner Branche üblich, dann sollte ich mich fragen, ob ich mich nicht vielleicht etwas überschätzt habe. 9 Millionen Eidgenossen für eine Sesselbahn auszugeben ist auch für grosse Gesellschaften eine enorme Investition. Wenn sich Grösstgesellschaften wie die Televerbier nur alle 1 - 2 Jahre neue Anlagen leisten können, dann fragt man sich doch irgendwie, wie eine kleine Gesellschaft überhaupt überleben kann... Sorry, liebe Schönbüeler, aber so funktioniert nun mal die Welt.

Hoffentlich schrillen in der Region Brünig nun die Alarmglocken und die Tourismusdirektoren setzten endlich mal ein gemeinsames Konzept um! An Attraktivität und Attraktionen fehlt es der Region bei weitem nicht. Die Marketingexperten sässen ja in der Region, wenn auch bei einem Stromproduzenten der an dieser Stelle nicht genannt werden soll :?
Das sind die Momente, an welchen ich den schweizer Kantönligeist verfluche! Jeder muss sein eigenes Süppchen kochen und wundert sich dann, wenn er sich verbrennt.
 
corviglia-fan schrieb:

GMD schrieb:
Besonders peinlich: Im ersten Satz habe ich es so erkannt! :oops:

Super Chat hier! ….

Zum Thema:
Ich bin vor zwei Wochen da mal wieder vorbeigefahren, aber mir ist nicht klar wo da nen Talabfahrt runtergehen könnte!? Irgendwie ist das Gelände da ned so geeignet für ne Abfahrt.

Zu der Abschreibung das sehe ich wie Hägar!

Bei dem Betrag fällt mir die Lägerbahn in Grindelwald ein, die hat auch ca 9Mio Franken gekostet, aber 3 Mio davon waren halt zusätzlich weil man verpflichtet wurde Häuser um die Stationen zu bauen. Was haben die denn dann da für ne Luxusbahn? Bei 9Mio Franken? Oder sind da auch so Aufwendige Stionsbauten gefordert gewesen? Wenn ja, dann hat man natürlich einen Finanzschwachen Unternehmen da einen Bärendienst erwiesen ....

Nochwas, so wie ich das verstehe geht es doch "nur" um die Sesselbahn, die Abgebaut wird, oder? Kenne das Gebiet eigentlich kaum ist es ohne die Sesselbahn nicht mehr nutzbar? Kann man da ned ne billige Alternative schaffen? Oder ist ohne die BAhn kein Skibetrieb möglich?
 
Irgendwie sehe ich da keinen Link?

Jakob
 
Jetzt ist er drin. Hab ich wohl vergessen :oops:
 
Ich denke, wenn die Sesselbahn weg ist, dann verliert das Skigebiet extrem an Attraktivität. Der Weg von Turren nach Schönbüel ist ziemlich weit und wie die Leute da nach oben transportiert werden sollen ist mir unklar. Eine Alternative zur KSB sehe ich nicht.

Kommt hinzu... wenn ich als Gesellschaft die 55'000.- CHF Leasinggebühr nicht zahlen kann weil ich zu wenig Liquidität habe, dann kann ich mir auch keine Ersatzanlage leisten. Es kann nicht sein, dass die Gemeinde Lungern alle 7 Jahre ihre Bergbahn mit mehreren Millionen subventioniert, damit diese überleben kann. Das ist ziemlich ineffizient und die Kosten für die Gemeinde dürften einiges höher sein als der direkte Nutzen.
 
...kommt hinzu, dass auch das Sommergeschäft erheblich leiden würde. Ein "Renner" im Gebiet ist nämlich der Höhenwanderweg Brienzer Rothorn - Schönbühl!
 
Hier mal eine etwas altere Meldung zu diesem Thema.
http://www.seilbahn.net/newsline/lungern1.htm

Da standen in Lungern zwei betagte Anlagen und man war Pleite.
Da kamen ein Herr von den Titlis Bahnen und sein Kollege und behaupteten 13Mio zu verprassen sei da die beste Lösung.
Nur ist Lungern nicht der Titlis.
Folge davon man ging wieder Pleite. Irgendwie schaffte man es aber wohl am Leben zu bleiben. Man konnte aber da schon sehen das das nur ein Spiel auf Zeit war.
Diesmal scheint es jetzt wohl endgültig zu sein.

Aber so kann es halt gehen wenn man den Service für seinen alten Golf nicht mehr bezahlen kann und dann einen Porsche kauft.
 
Ist eine traurige Sache das Ganze. Aber so hat es kommen müssen. Es wäre durchaus möglich gewesen, die alten Anlagen zu restaurieren. Lieber hat man aber eine gemäss meinen Beobachtungen doch eher selten wirklich ausgelastete Bahn neu gebaut. Ich denke, dass auch wenn jetzt wieder ein paar Milliönchen fliessen bald wieder einmal das selbe Problem auf dem Tisch sein wird...
 
^^
Das die noch das Geld zusammen bekommen ist fraglich. Die Gemeinde Lungern kann sich nicht nochmals die Finger verbrennen, denn sie ist die Höchst verschuldete Gemeinde in OW. Wegen dem ersten Konkurs. Auch ist der Besitzer der Bahn nicht besonders beliebt in Lungern, also sehe ich da auch keine Privaten Gelder. Und an eine Geschichte aus 1000 und einer Nacht glaube ich auch nicht. Anderen Geldgebern wird so eine Investition viel zu riskoreich erscheinen.
 
Die Pendelbahn Lungern-Turren ist auch heute in Betrieb... Von einer Abbruchaktion seitens Garaventa bemerkt man in Lungern bis zum jetztigen Zeitpunkt nichts. Wie man hört sind bis jetzt nur Teile weggebracht worden, die sowieso in Revision gehören.

Hier in Lungern sind Bestrebungen im Gang, die Bahn zu retten, da sie für das Dorf wirtschaftlich von Bedeutung ist. In welcher Form ist offen, wie richtig bemerkt wurde, wird aber auf keinen Fall öffentliches Geld zur Verfügung stehen.

In Anbetracht des stark investitionsbedürftigen Zustandes der Immobilien auf Turren und Schönbühl, sowie der beiden Skilifte kann ich mir nicht vorstellen, dass das GEbiet in der heutigen Form weiterbetrieben wird. Schon eher scheint mir realistisch, dass die Sesselbahn und die Skilifte abgebaut werden und in Zukunft auf Schneeschuhgänger etc. gesetzt wird. Das Berghaus auf Schönbühl könnte mit vernünftigem Aufwand saniert werden und im 'SAC-Hütten-Stil' weiterbetrieben werden. Alle anderen Immobilien (z.B. heutiges SB-Restaurant) gehören entfernt.
 
Um den mechanischen Kuhstall ist es nicht schade, aber um den Rest schon. Die beliebte Höhenwanderung Brienzer Rothorn - Schönbüel würde um ein rechtes Stück länger und würde damit auch über die ominöse 4h-Grenze kommen.
 
Das ist sicher richtig, aber wer soll denn das finanzieren?
Um das alles auf eine wirklich gesunde Basis zu stellen, muss nach meiner Einschätzung (mehrjähriger Saisonkartenbesitzer) ein zweistelliger Millionenbetrag eingeschossen werden.
 
rockworm schrieb:
Das ist sicher richtig, aber wer soll denn das finanzieren?
Um das alles auf eine wirklich gesunde Basis zu stellen, muss nach meiner Einschätzung (mehrjähriger Saisonkartenbesitzer) ein zweistelliger Millionenbetrag eingeschossen werden.
Das ist genau der Punkt, warum ich glaube, dass niemand bereit ist Geld zu investieren, um den Status quo zu halten. Das macht nur Sinn wenn man das Skigebiet erweitert oder irgend etwas spezielles auf die Beine stellt, dass die Anderen nicht haben. Nur sind die guten Ideen inzwischen dünn gesät.
Sollte das Geld zusammen kommt um den Status quo zu halten, wird das Ende nur hinaus gezögert. Der erste Konkurs wurde ja auch,wie der jetzige, durch einen milden Winter verursacht. Und solche Winter werden wohl eher Häufiger. Also wird es kaum möglich sein Reserven zu erwirtschaften um schlechte Winter zu überbrücken. Lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. :nixweiss:
 
Wie ist denn hier jetzt der Stand ist verdammt ruhig geworden und im Netzt finde ich jatzt auch gerade nichts dazu?
 
wie siehts jetzt aus,wird die 4ksb demontiert?
 
Lt. Homepage ist sie zumindest ausser Betrieb und ein Ersatz Busverkehr einerichtet
 
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