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Lungern-Schönbühl vor dem aus?

Das musste ja so kommen... nach dem was ich dort oben letzten Sommer erlebt habe,
muss ich sagen war es wirklich nur eine Frage der Zeit bis da mal eingegriffen wird.
 
Typisch Niederbergersche Reaktion.
 
Die Webseite wie auch das Panoramabild im Fernsehen vermelden nachwievor offen. :lach:
 
Folgende Meldung im Mountainrider gefunden am 07.04.2013
Zentralschweiz, Lungern Schönbüel
BAV-Beamter nimmt 12-jährige Garaventa-Seilbahn aus dem Markt, Basis summierte Gesamtabrechnung, zweifelhafte Gutachten und Gästestimmen!

Paul Niederberger wird aus dem Verkehr gezogen. Seilbahn-Fachmann-Titel aberkannt. Berechtigte Kritik, Rassismus, Mobbing. Wird ungeliebter Seilbähnler einfach kalt gemacht?

Quelle: M.R. primär
Neue Geschäftsidee am Schönbühl gesucht sowie das benötige Investition Kapital dazu.
 
Gottseidank ist die leidige Geschichte dort endlich erledigt. Meiner Meinung nach gehörte einem Bahnbetreiber wie Niederberger aufgrund seiner Einstellung zur Passagiersicherheit die Staatsbürgerschaft entzogen und er ohne jedwede Personalpapiere irgendwo in Afrika mit nem Fallschirm abgeworfen.
Außerdem frag ich mich was er denn überhaupt verkaufen kann nachdem ja auf der KSB meines Wissens nach noch Garaventa die Hand drauf hält und für den Rest der Anlagen aufgrund Niederberger´s ja mittlerweile hinlänglich bekannten Instandhaltungspolitik kaum Interesse seitens anderer Bahnbetreiber bestehen dürfte.
Wenn er die Bahnen lt. seiner Aussage an nen Inder verkaufen will meint er vielleicht dann großen indischen Stahlkonzern Mittal - aber der nimmt sie dann als Futter für seine Hochöfen...;D
 
In einem anderen Topic zum Unfall der KSB Schönbüel hatte ich Lungern gewünscht, es möge einen Besitzerwechsel geben, bevor alles zu spät ist ... sollte sich dieser Wunsch wirklich erfüllen? Falls ja, hoffe ich, dass das Skigebiet Schönbüel lokale Investoren analog denen des Haldigrats findet. Der Betrieb am Haldigrat wurde damals "fünf vor zwölf" von Kurt und Antoinette Mathis aus Wolfenschiessen gerettet und hält sich seitdem wacker. Dass ein Schweizer Seilbahnbetrieb mit einem indischen Käufer funktioniert, kann ich mir nicht vorstellen. Indische und europäische Kulturen klaffen für gemeinsame Vorstellungen und ein erfolgreiches Miteinander zu weit auseinander ... ich spreche da aus eigener, beruflicher Erfahrung.
 
Stand 11. April 2013:

Der Betrieb der Bahnen der Panoramawelt Lungern ist nach wie vor behördlich ausgesetzt. Ob die Sommersaison zum 11. Mai beginnen kann, ist offen. Nach wie vor werden Verkaufs- und Beteiligungsgespräche geführt.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung Online, 11. April 2013
http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/obwalden/Paul-Niederberger-Ich-bin-am-Kaempfen;art95,252886

Auf der Homepage steht "Der Betrieb ist eingestellt wegen Revisionsarbeiten." Dürfen die bei Fahrverbot durchgeführt werden?

Eine eventuelle Aberkennung des Titels "Seilbahnfachmann" für Paul Niederberger wird in der Presse nicht weiter erwähnt. Diese Info befindet sich nur bei http://www.mountainrider.ch. Dort ist auch von der Aberkennung des Titels für Niederbergers Sohn die Rede. Mit Status 9. April 2013 macht der Mountain Rider allerdings einen Rückzieher und schreibt, diese Maßnahme werde derzeit seitens des BAV lediglich erwogen. Der Mountain Rider beleuchtet ausführlich Alternativen zur Betriebsweiterführung.
 
In dem Artikel stand noch mehr:
Zeitgleich mit dem vorübergehenden Entzug der Betriebsbewilligung stand Paul Niederberger eine Grosskontrolle
ins Haus. Dabei habe es sich um eine längerfristig und gut geplante Aktion gehandelt, meint Marco Niederberger,
Leiter Verkehrs- und Sicherheitspolizei.
Man habe in den letzten Jahren festgestellt, das verschiedene Amtsstellen immer wieder bei der Panoramawelt
Kontrollen durchführten und zum Teilaufgrund festgestellter Mängel Auflagen erlassen hätten.

«Das habe ich mir schon gedacht», meint Paul Niederberger dazu, «das ist alles Mobbing. Ich will nicht länger Opfer der Öffentlichkeit sein und für diejenigen, die ständig schlecht über die Firma und mich reden.» Wegen fehlenden Brandschutzes habe man alle seine Zimmer geschlossen. Ebenfalls habe man nach Schwarzarbeitern gesucht. Zudem soll er Pistenfahrzeuge mit Heizöl betrieben haben, weiss Niederberger selbst um die Vorwürfe.

Und zur Bahn:
«Uns sind weder Angebote von Paul Niederberger bekannt, noch haben wir je eine Schliessung angedroht», sagt Istvan Szalai, Direktor Garaventa AG. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf ausstehende Leasing-Zahlungen, die Niederberger nie erbracht habe. «Wir sind nach wie vor offen für Lösungen. An unserer Haltung werden wir nichts ändern», signalisiert Szalai.
 
Der ganze Betrieb ist für Paul Niederberger seit Jahren ein Defizitgeschäft. Warum macht er das überhaupt? Woher nimmt er die jährlichen paar 100.000 Franken, die ihm das Ganze kostet?

Danke ATV für den Unfallbereicht, sehr aufschlussreich. So ganz schwarz-weiss wie hier im Forum gezeichnet ist die Sache nun doch nicht...
 
Rückwirkend betrachtet ist doch das Gebiet schon seit 2001 klinisch tot, als die Vorgängergesellschaft pleite ging.
Oder weshalb konnte der Vorgänger nicht gerettet werden und die Infrastruktur wurde ausgerechnet an P.N. verscherbelt ?
Dies lässt den bitteren Schluss zu, dass das Gebiet schon dazumal nicht mehr zu retten war.
 
Da hast Du wohl Recht. Und trotzdem setzten unverständlicherweise alle die Hoffnung auf Niederberger...
 
Und trotzdem setzten unverständlicherweise alle die Hoffnung auf Niederberger...
Ich denke mangels Alternativen (2.5 Mio. oder Totalschaden) blieb den Gläubigern gar nichts anderes übrig als die Infrastruktur an P.N zu verschachern.
Es ist eher erstaunlich dass man da überhaupt einen Investor gefunden hat, der bereit war auf diesen Deal einzusteigen.
 
Ich denke Niederberger glaubte, mit äußerster Sparsamkeit noch eine schwarze Null erwirtschaften zu können. Das dieser Schuß nach hinten losging war mir ab dem Zeitpunkt klar als Kollege ATV sein Gebietsberichtsvideo veröffentlichte wo bei der Sesselbahn Mängel zu erkennen waren die allein schon meiner Meinung nach eine sofortige Betriebseinstellung und einen Konzessionsentzug zur Folge hätten haben müssen weil Niederberger die Bahn in dem Zustand von Gefahr in Verzug (defektes Stützenrollenlager) überhaupt noch laufen ließ.
Einen Hauptfehler seh ich in der Vergangenheit auch schon im Bau der KSB denn wenn ohnehin die Kohle knapp ist stell ich ne fixe schnellaufende SB mit Förderband hin aber sicher nicht ne wartungsintensive KSB.
Mit Interesse seh ich auch dem Ausgang des Stützenschadenverfahren entgegen denn einerseits wurde eindeutig beim Fundamentbau gepfuscht und außerdem für die konkrete Stütze keine Schneeräumanweisung seitens der Aufsichtsbehörde erlassen - könnte noch interessant werden.
 
Petz schrieb:
Einen Hauptfehler seh ich in der Vergangenheit auch schon im Bau der KSB denn wenn ohnehin die Kohle knapp ist stell ich ne fixe schnellaufende SB mit Förderband hin aber sicher nicht ne wartungsintensive KSB.
Im Prinzip schon richtig, nur blöd, dass das Teil hier eine Länge von über 2km hat.
 
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