Die Verteidigung des angelagten Miki wird auf folgenden 7 Punkten aufgebaut:
1) Ich fahre sehr selten 'Off-Piste', bin eher ein Fan von gut ausgebauten und präparierten Pistenautobahnen. Also braucht mir keiner Egoismus vorzuwerfen!
2) Die 8 angeklagten Boarder kenne ich nicht und eigentlich ist mir Sche***egal wie viel Franken sie dem schweizer Staat als Strafe zahlen werden
3) Ich halte mich an die Spielregeln, erwarte das selbe von den anderen und mag auch nicht, wenn Leute Verbotsschilder ignorieren, Absperrungen überklettern, in Verbotszonen rauchen usw. Aber noch viel weniger mag ich Polizei, Staatsgewalt, Gerichte, Strafen - da bin ich echt allergisch

!! Sollte ich vielleicht einen Psychiater besuchen?
4) Ja, meine Weltanschauung liegt irgendwo zwischen Anarchist und Ultraliberal, aber die will ich hier nicht disskutieren. Mir ist klar das es eine Illusion ist, aber Träume darf man doch noch haben?
5) Mein Avatar? Mein Kater ist durchaus der schlimmere Anarchist von uns beiden. Sich an Regeln halten, zu gehorchen, sich unterzuordnen - das ist dieser Spezies ein Fremdwort. Und deshalb mag ich Katzen. Es ist eh bekannt welche Art von Menschen Katzen und welche Hunde lieber hat

. Übrigens hat er einiges zur Dezimierung des Singvogelbestandes in der Nachbarschaft beigetragen, ich glaube er hat den wildlebenden Tieren schon mehr Schaden angerichter als die 8 Boarder zusammen

...
6) Seid nicht so naiv, Jungs. Es geht hier nicht um das Dilemma egoistische Freerider : armes Wild sondern um das Dilemma egoistische Freerider : egoistische Jäger. Fact ist:
- in der Wäldern Europas gibt es sowieso zu viel Wild
- da es kaum mehr Raubtiere gibt muss der Mensch den Bestand regulieren
- es kann durchaus sein das Tiere, die zu oft durch Freerider zur Flucht gezwungen werden wegen eines übermässigen Kalorienverbrauchs verenden.
- die verendeten Tiere muss der zuständige Jagdverband von seiner Abschussquote abziehen
Ergo: mehr Freerider = mehr verendetes Wild = weniger übrig für die Jäger und nicht mehr Freerider = weniger Wild! Um die Tiere selbst geht es weder den einen noch den anderen. Das sehe ich genau su wie Tyrolens:
...dass Wild heute als Kapital, als Vermögenswert gesehen wird.
@TPD:
Wie willst Du das verhindern
Ein alter Anarchist hat da schon seine Methoden, aber es wäre OT. Nur so viel sei verraten: in keinem zivilisierten Land Europas wirst du erschossen wenn du deine Papiere nicht zeigst und in 90% der Fälle wird man auch nicht in Handschellen zur Polizeistation abgeführt. In totalitaren Staaten wie z. B. Haiti, China oder USA kann man nicht so sicher sein, dort wäre sogar ich brav und 'kooperativ'

.
@Marius:
Wie viele Raubtiere gibt es denn noch in freier Wildbahn in Europa?

, die selbe Frage hat sich mir auch gestellt. In den Alpen wahrscheinlich seehr wenige!
Ich weiss es ist OT, aber trotzdem: in SLO gibt es etwa 400 - 500 Bären, 100 - 150 Wölfe und eine Handvoll Luchse. Bären gab es zwar immer schon, die Population hat aber in den 90ern stark zugenommen, durch die Kriege zuerst in Kroatien und dann in Bosnien kamen sie quasi als als 'Kriegsflüchtlinge' :lol: ! Der Petz mag es offensichtlich nicht wenn im Kugeln und Granaten am Fell vorbei fliegen. Nun ist Slowenien aber relativ klein und die Population zu gross. Es werden etwa 50 pro Jahr abgeschossen um die Population konstant zu halten, den Naturschützern ist es zu viel, den Bauern zu wenig. Vor einigen Jahren wurden einige lebendig in die Pyrenäen gebracht im Ramen eines superteuren internationales Projektes zur Wiedereinsiedelung des Bären in diese Region. Nachdem sie ein Paar Schafe gerissen haben machten die Hirten auf der französichen Seite der Grenze kurzen Prozess und erschossen innerhalb weniger Monate alle - ohne jede Papiere selbstversändlich! Also sind wir am Rande des Balkan den Raubtieren gegenüber noch seehr tollerant im Vergleich zum ach-so-zivilisierten Westeuropa!