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M. Zermula, 2143m, 17. 7. 2011: Nebel!

Diesen Bericht wollte ich zuerst gar nicht schreiben, so verärgert war ich nach dieser Tour. Warum, wird jedem klar nachdem er die Fotos gesehen hat :? . Nun, die Wetterprognose für die Südalpen war am vergangenen WE etwas grenzwertig, aber doch nicht total unbrauchbar: am Sa zuerst Wolken und evtl. am Vormittag ein kurzer Schauer, am Nachmittag Sonne. Am So umgekehrt, also vormittags Sonne, am Nachmitag Wolkenaufzug von SW und am Abend erste Schauer. OK, auf jeden Fall also ne Halbtagestour. Schon seit Jahren hatte ich den Mt. Zermula auf meiner 'to - do' Liste, es handelt sich um einen Berg in den Karnischen Alpen, der wenige km südlich des Nassfeldes liegt und z. B. von der Bergstation der Trogkofelbahn gut zu sehen ist. Da der Gipfel nicht im karnischen Hauptkamm liegt, sondern wenig südlich (also komplett auf italienischem Gebiet), versprach ich mir gute Fernsicht. Der Aufstieg ist kurz (600 HM / 2 Stunden), es gibt eine mittelschwere Ferrata für den Aufstieg und einen 'normalen' Weg wo wir absteigen wollten - ideale Halbtagestour also.

Und so fuhren wir am Sonntag in der Früh von Prevalje durch Südkärnten, an den halbwegs sonnigen Karawanken vorbei, Richtung Dreiländerecke konnten wir beobachten wie sich von SW die Wolken an den Julischen Alpen stauen und kurz nach der italienischen Grenze war es dann total bedeckt und immer dunkler. Ach was, das ist nur Hochnebel, der wird sich schon lichten :? . In Tarvis dann runter von der Autobahn, auf der Bundesstrasse bis nach Pontebba, dort aber nicht nach Norden zum Nassfeldpass, sondern in ein enges Seitental, zuerst Richtung NW, danach nach Westen zum 1552m hoch gelegenen Passo del Cason di Lanza. Bereits die Strasse (3-4 nach Denzel) ist ein Erlebnis für sich, zwar asphaltiert, aber sehr schmal mir nur wenigen Ausweichen, gottseidank gab es kaum Verkehr. Aber der Zustand der Strasse ist schon grenzwertig. Auf 2 Stellen wurde sie meterhoch von Muren verlegt und danach halbwegs geräumt ... :
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Richtig interessant wird es dort wo die Strasse abzurutschen droht, da findet man 10 - 15 cm hohe Absätze, wo man nur mit grosser Vorsicht rüberkommen kann. Den ersten habe ich zu spät gesehen :x und meien Auris fast in einen Flieger verwandelt ... :
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Denzel berichtet dass der obere Abschnitt steinschlaggefährdet sei ... kann ich bestätigen:
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Oben war es dann wolkig, windig und mit +13 Grad unangenehm kalt, die Gipfel im Nebel. Aber wenn wir schon mal hier sind, probieren wir es trotzdem. Zurest gert es kurz durch den Wald:
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Danach im offenen Gelände:
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Richtung NW liegt die Trogkofelgruppe und hinter ihr der Nassfeldpass ... irgendwo ... das war einer der nebelfreien Augenblicke:
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Trotz dem unsympatischen Wetter war sogar einiges los:
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Auf etwa 1800m beginnt der eigentliche Spass. Offiziell ist der Klettersteig zwar nur B/C, mir kam er schwieriger vor.Es mag sein dass ich wegen dem oft nassen Fels und dem tristen Gesamteindruck den Weg subjektiv als schwieriger empfunden habe als er in Wirklichkeit ist, keine Ahnung. Ohne Selbtsicherung Hände weg von dieser Ferrata!
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Nach Gipfelfotos / Gipfelpanorama soll mich bitte keiner Fragen, die Antwort könnte ... etwas unfreundlich ausfallen :evil: . Der Abstieg (=normale Gipfelweg) geht entlang der Südflanke Richtung Osten, hier war es bei SW - Wind noch unfreundlicher als auf der nordseitigen Ferrata, kaum Sicht, nasse Grasflaken, ich hatte das Gefühl mich die ganze Zeit im Kreis zu drehen:
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Erst auf etwa 1700m kamen wir aus dem Nebel raus, vor und lag eine herrlich grüne Mulde - in den südlichen Kalkalpen ein eher seltener Anblick:
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Keine Ahnung wie die alle heissen (nicht mal in slowenisch, in deutsch noch weniger :oops: ), aber schön sind sie trotzdem:
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Wieder auf der Passhöhe, vorne in der Malga gibt es köstlichen Käse zu kaufen (den geräucherten Frischkäse haben wir gerade heute zum Frühstück fertig gegessen :P ) und in der Hütte hinten gabs Mittagessen - zu italienischen Preisen. 5 Euro für ne Gemüsesuppe finde ich heftig, dafür kostet ein Glas Rotwein gerade mal 1 Euro! Empfehlenswert: die lokale Gericht Frikka (siehe z. B. hier, in Friaul gibts die 'slowenische' Kartoffel - Variante. Die meisten Autos sind wohl über die Westrampe hinaufgekommen, der Strassenzustand soll angeblich eine Spur besser sein:
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Fazit: nett, bei besserem Wetter kommen wir irgendwann noch einmal. Schon wegen dem Käse lohnt es sich ;D !
 
Nette Passstraße. Zufällig irgendwas LSAP-Verdächtiges da hinten gesehen?
 
Sieht doch ganz cool aus. Interessante Stimmung.

Stell Dir einfach vor, Du hättest die Tour in Norwegen oder Schottland gemacht. :-)
 
@Starli: nein, soweit ich weiss gab es am Pass bzw. in unmittelbarer Umgebung niemals einen Skilift - obwohl, das Gelände vom Pass Richtung österreichische Grenze sieht sehr brauchbar aus :wink: . Die Ecke war wohl zu entlegen um da was zu bauen (die von mir befahrene Strasse war in der Vergangenheit oft gesperrt, auch mehrere Jahre lang, oder auf eigene Verantwortung befahrbar usw., ich weiss nicht ob sie im Winter überhaupt geräumt wird).

In der Umgebung gibt es meines Wissens zwei LSAP - Einzelschlepper (von Talschleppern zu sprechen wäre falsch, das Tal liegt hier zu tief, deshalb wurden diese Lifte irgendwo auf halbem Weg zwischen Tal und Berg gebaut): einen oberhalb Paularo neben der Strasse nach Paluzza (da sind wir schon mal vorbeigefahren) und einen in Studena Alta oberhalb Pontebba, den kenne ich allerdings nur von der Landkarte :oops: .
 
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