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Macugnaga, 26.12.2009

Macugnaga, ein Walserdorf an der Ostflanke des Monterosamassifs gelegen, bot sich nach den Schneefällen in einem recht weißen Kleid, wenngleich es dennoch bis etwa 1800m hinauf geregnet hat. Was sich jedoch aufgrund der guten Beschneiungsanlage als völlig belanglos erwiesen hat.
Die Anlagen an Monte Moro Pass wurden erst am 26.12. geöffnet. Somit bot es sich an, den neu gefallenen Pulver anzutesten....

Anfürsich war es ziemlich grausig und vor allem stressig. Hat schon am morgen angefangen, als der shuttlebus von P3 zur talstation derart voll war, dass man erst den einschubwagen abwarten hat müssen. Oben im skigebiet staute sich dann alles an der neuen KSB Espressolandia delle Befane, ein jeder wollte die neue KSB mit kuschelpoheizung und orangegen bubbles als erstes fahren. Die pisten waren viel zu weich beschneit, aber sonst wars super.



Vor dem eingang an der talstation der 160er Pendelbahn sammelte es sich zwar schon früh am morgen kräftig an, aber dank der krassen förderlestung ging es dennoch rasch vorwärts.

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Obwohl 10 Kassen geöffnet waren, bildeten sich bisweilen unangenehme warteschlangen. Die kassiererinnen waren aber total nett und konnten dank NLP-schulung perfekt dauerlächeln. Ich entschloss mich für die grossraumkarte, zumal bei selbiger auch der eintritt im aquadom inbegriffen ist.

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Zuerst mal am Sitour pistenpanorama die offenen lifte und pisten abchecken. Cool, da gibts ja einige anlagen oben, zB. der schlepper Ruppenstein in 2 sektionen. Es blinkt kein lawinenwarnlicht, prima denke ich mir. Die Subarowerbung meint, es gäbe jetzt einen noch besseren 4WD. Das LED gipfelthermometer zeigt -6 grad.

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Blick zur Bergstation. Rechts der Skywalk, ein cooler kühner aussichtssteg mit glasboden. Nichts für mich, ich habe höhenangst.

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Von der Gondel aus ein erster blick ins hauptskigebiet. Links der Ruppenstein schlepper, rechts ein heuer neu gebauter lift der noch nicht im plan eingezeichnet war. Vorbildhaft lückenlos gewalzte pisten.

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An der Bergstation. Rechts das neue "Gamsstübli", ein SB restaurant mit 400 plätzen. Cool, Pommes kosten nur 7.80€. Ketchup für 1.20 ist aber schon eine frechheit.

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Im Hauptteil der Traumpiste (Längste Abfahrt der Alpen, 1600hm). Hier hat lenko die schneeerzeuger falsch eingestellt, der schnee ist zu weich für meine race carver, ich verliere wertvolle sekunden.

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Nochmal ein eindruck von der hauptpiste. Dank der carvingtechnik sind die pisten ziemlich leer. Die gelben schneeerzeuger Lenko Silent Rotz-5000 sind süss, oder?

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Im bereich der mittelstation. Ich finde es schon gut, wenn der gefährliche wald durch fangnetze gesichert ist.

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Die mittelstation. An der aussenwand gut zu erkennen die rolltreppe zum verteilergeschoss. Die 5x8 meter grosse Piz Buin produktinformation animiert mich zum kauf einer sonnencreme. Die UBS empfiehlt professional investment banking. Unter der station werden auch die 15 pistenbullies garagiert. Die bahn wird im durchlaufbetrieb gefahren, zusteigen ist wg. vollen fahrbetriebsmittel ziemlich zwecklos. Also weiter auf der gitschnpiste runter ins tal.

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Auf der talabfahrt. Vorbildhaft gesichert durch kilometerlange fangnetze, hier die drei hauptbefestigungspunkte aus stahl (vor dem felsbrocken).

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Endlich wieder in im tal. Nahtlos geht die Piste ins Kinderparadies über.

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(ah, endlich doch ein fangnetz :-) )

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Übergang vom kinderland zum ortszentrum. Rechts der MacDonalds. Ich finde die preise dort aber eine frechheit.

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Blick aus den Intersport-Arkaden über den geräumten kurpark zur 160er Pendelbahn. Man könnte in der kabine tennis spielen. Cool oder?

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Als mitarbeitermotivation im zeichen zeitgerechter managementmethoden werden in der Hype Alpe Adria filiale die besten mitabeiter bzw. -spekulanten mit foto und blumenwidmung (optional) ausgestellt.

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Weihnachtskrippe

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(Kurzer blick zur Duforspitze, mit 4600m zweithöchster berg der alpen. Übrigens gibts eine ostseitige abfahrt- sie soll nicht mal so schwer sein, mit ortskundigem bergführer eine machbare sache vielleicht)

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Für die kurgäste werden alle wege schwarz geräumt, täglich bei schneefall ab 6 uhr morgens. Lt. Urteil vom soundsovielten darf naemlich aus rein optischen gründen nicht zugunsten eines weissen strassenbildes auf die salzklebrigen schwarzräuming verzichtet werden (eine deutsche touristen hat eine tiroler gemeinde verklagt weil sie zu blöd zum gehen war.....und recht hat sie!)

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Hier gehts zum museum. Das schild alleine ist bereits museal, in dieser form wird es seit den 1980er jahren nicht mehr verwendet. Das ordnungsamt soll das mal updaten.

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Katzenwache. Auch hier wurde sorgfältig bedacht, die treppe vollständig zu räumen. Die Katze kann gewiss nicht ausrutschen. Das geländer (Absturzsicherung) wurde nachträglich in traditioneller bauweise angebracht. Für den privatverbrauch darf (kostenlos) Sand-Salzgemisch aus den hierfür vom gemeindeamt zur verfügung gestellten behältnissen entnommen werden.

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Mit dem Wienerwalzer dampfschiff gehts über den Lago Maggiore. Im souveniershop gibts mozartkugeln, filzhüte und verlängerten kaffe vom vortag. WC benutzung ist für gäste kostenlos, sonst 0.50€

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Truly yours der lump... :-)

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Das sind ja unhaltbare Zustände dort, sowas von gefährlich! Hoffentlich hast du die Carabineri und die Staatsanwaltschaft informiert. Ach was, gleich direkt dem Silvio anrufen, sowas ist Chefsache!
 
:totlach: Klasse Bericht/Text!
 
Gut dass einer da war und die dortigen Zustände aufzeigt.
Haben sie also diesen Sommer wieder nichts fertig gebracht ausser ihren seit Jahren amgekündigten Espressosessel. Wars also wieder nix mit den 2 Funitels hinten runter, kein Wunder ist die 160er PB ständig überlastet.
Ist wenigstens die TBM für den Monter Rosa Valser Express schon eingetroffen oder sind das auch wieder nur leere Versprechungen?

Genug gespottet:
Seien wir froh dass Monte Moro nach dem Zwischenfall im April nicht wegen Geldnot stillgelegt wurde. Was wurde an der PB denn alles gemacht falls man das erkennen konnte? Nur das nötigste, oder doch ein bisschen mehr?
 
Kris schrieb:
KSB Espressolandia delle Befane
:totlach: :totlach: :totlach:
Konnte nicht mehr aufhören zu lachen als ich das gelesen habe :lol:
Schon die Übersetzung "Express" ist zu köstlich und dann noch die Befane dazu :lol:
 
spitzen bericht kris - mit deinem sarkasmus liegst du genau auf meiner wellenlänge! :wink:

*wo sind denn die nacktscanner* :?:
 
@Theo: Man hat an der Moro Bahn umlenkscheibe und zugseil ausgetauscht, das sind die sichtbaren maßnahmen. Desweiteren wurden die kabinen überholt und mit automatischen türen ausgestattet (wozu?).

Was zusätzlich getan wurde weiss ich nicht. Jedenfalls macht die bahn einen guten eindruck, wenn man das unwesentliche ausser acht lässt. Der wohl potentiell gefährliche bruch einer achse kann jedoch zB. auch bei einer nagelneuen garaventa gondelbahn im goms(?) passieren...schutzengel sind doch zum glück ab und an unterwegs...
 
Der begriff sarkasmus bezeichnet eigentlich beißenden, bitteren spott und hohn. Das wollte ich jedenfalls gegenüber Macugnaga nicht ausdrücken. Anfürsich war der grundgedanke der, dass es in Macugnaga letztendlich alles gibt was es zum skifahren am berg braucht:
Nicht mehr und nicht weniger.
Ich habe das in den texten erwähnte "mehr" aufgeführt, jedoch im bild dargelegt, dass ein "weniger" dem eigentlichen wesen der jeweiligen sache näherkommt (seilbahnbeförderung, pistenabfahrt, spazieren gehen usw...also der tag mit all seinen haupt- und nebenaktivitäten als ganzes).

Im Bericht sind Text und Bild jeweils für sich gesprochen im wesentlichen neutral. Die ironie entsteht vielleicht erst im zusammentreffen der beiden, wodurch das "mehr" zum absurden wird- wenn die persönliche einstellung eine derartige betrachtungsweise zulässt.


Wie Theo richtigerweise angedeutet hat, nagt Macugnaga am hungertuch. Sie schaffen es gerademalso eben die anlagen den normen entsprechend zu betreiben. Macugnaga ist so nicht weil sie es bewusst so gestaltet haben, sondern weil schlicht und einfach für "mehr" kein geld da ist (und die Region Piemont interessanterweise im ggs. zu anderen skigebietsinfrastruktur äusserst knausam subventioniert).
Die auswirkungen ziehen sich durchs gesamte tal: Seit den 70er Jahren werden kaum neue immobilien gebaut- weder ferienhäuser, shoppingmalls, freizeitzentren noch hotels. Das bestehende (und nicht bestehende) hinterlässt jedoch einen sehr angenehmen gesamteindruck wie ich meine.

Je nach persönlicher neigung mag man sich nun fragen, ob es nicht anfürsich ein paradoxon sein müsste, dass jene skigebiete die vollends mit touristischen überangeboten überladen sind, eine bessere akzeptanz geniessen, als jene die in ort und piste eine "beschiedene aber rein seele" bieten können....
(Vgl. hierzu auch den Bericht von Mirco über die mit überschaubarem aufwand wiedereröffnete Schatzalp anlagen in Davos, die selbst über die weihnachtsfeiertage kaum frequentiert wurden).
 
ich hatte deine beschreibung auch nicht in den vergleich mit dem skigebiet gestellt, sondern vielmehr auf den mainstream der sonst überall in den alpen unterwegs ist! dann nenn es ironie, mir gefällts trotzdem... :D
 
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