Wenn man sich überlegt, wieviele Hühner, Schweine, Kälber und Hasen tagtäglich von uns aufgegessen werden ist es natürlich faszinierend, wie sehr ein personifizierter Hase dann ans Sentiment geht (schließe mich keinesfalls davon aus, gebe gerne zu, daß ich durchaus den Hang zum Vegetarier hätte, wenn ich mein Futter selbst schlachten müßte).
Die Frage, ob das Angebot, einen Hasen NICHT zu essen, um damit Geld zu machen, moralisch verwerflich ist, ist daher eher schwer einseitig zu beantworten.
Dazu fällt mir noch eine Geschichte mit einer (leider unterbundenen) Verdienstmöglichkeit ein, die ich ziemlich genial gefunden habe.
Irgendwann Ende der 70-er oder Anfang der 80-er Jahre kam Papst Johannes Paul II zum ersten Mal nach Wien, was eine ziemliche Hysterie ausgelöst hat. Es gab da eine große Messe auf einer riesigen Wiese und diverse Utensilien für die Pilger wurden verkauft, so gab es (aus festem Karton) eigens gefertigte "Papststockerl" (weiß nicht ob es das Wort auch bei unseren Nachbarn gibt, ein "Stockerl" ist ein kleiner Sessel ohne Lehne), es gab - ebenfalls aus Karton und ein bißchen Glas - das Papaskop, das eigentlich ein Periskop war und den Blick zum Papst aus der Menge heraus ermöglichen sollte, eine linke und daher dem ganzen Rummel sehr kritisch gegenüberstehende Gruppe verteilte das sogenannte "Papaklapp", was eine Brille mit einer Jalousie war, die man runterklappen sollte, wenn der Papst zufällig vorbeikam, um ihn nicht sehen zu müssen.
Die beste Idee hatten aber 2 Wiener, die schon Wochen vor Beginn der Veranstaltung die Holztribüne, auf der der Papst seine Messe lesen sollte, zum Abbruch als Sperrholz gekauft hatten. Sie wollten, wie sich dann herausstellte, die Tribüne in einzelne Späne zerteilen und diese dann als Teil der Papsttribüne verkaufen (und hätten damit sicher einen hübschen Gewinn erzielt). Leider wurde es ihnen dann irgendwie verboten....