@davosfan: meine Anlage ist seit längerem aus Platzgründen abgebaut, fährt bzw. fuhr aber Digital. Eingestiegen bin ich mit der Roco LokMaus2, wobei ich Dachstein recht gebe, dass das Teil nichts bzw. nicht viel taugt, war damals schon unzufrieden. Das Dekoderschnittstellenproblem kenne ich aber selbst auch zur Genüge, ich hatte aber bis jetzt noch keine Lok in den Fingern, wo ich den Chip nicht irgendwie reingebastelt bekommen habe. Lustig wirds sowieso dann, wenn man in einem Gehäuse, wo eh schon kein Platz ist auch noch nen Sound und Dampfdekoder unterbringen soll - da darf man sich dann nicht wundern, wenn der Chip kurzerhand im Tender landet
Ansonsten: Die Roco Mulitmaus taugt nur zum Steuern, programmieren will ich damit nichts (dafür gibts nen Computer, der das viel, viel, viel komfortabler erledigen kann). Ich bezweifle übrigens, dass bei einer entsprechend großen Anlage die Kosten der Analogverkabelung kleiner sind als die der Digitalsteuerung. Denn das, was ich für die Decoder ausgebe, die ich mit sehr wenig/kein Kabel ans Gleis bzw. vorhandene Steckplätze in sowieso notwendigen Stellmotoren etc. stecke, gebe ich auf der anderen Seite wieder für die Schalter der Analogsteuerung aus. Insofern kann man nicht sagen, dass eine neue Digitalanlage teurer kommt. Sie bietet nur Vorteile, die eine Analoganlage einfach nicht hat (und auch nie haben wird, Punkt). Auf der anderen Seite sehe ich, dass ich für meine mittlerweile über 10 Jahre alten Loks und mein 10 Jahre altes Equipment noch ohne Probleme DCC-Dekoder bekomme, die damit auch funktionieren. Wieso, zur Hölle, sollte ich da umsteigen? Wenn mich nicht alles täuscht, können meine Chips sogar Railcom. Und dass DCC ausstirbt bezweifle ich ehrlich gesagt sehr stark.
Mein persönlicher Grund, niemals analog fahren zu wollen, liegt aber hauptsächlich darin, dass ich es auf teufel komm raus nicht leiden kann, eine Dampflok gleichschnell wie einen ICE3 zu sehen. Oder wie ein Zug in den Bahnhof fährt und stehen bleibt, als ob er gegen nen Betonblock gefahren wär. Oder Lichter, die mit steigender Fahrgeschwindigkeit heller werden und ganz aus gehen, wenn der Zug in der Station/vor einem Rotsignal steht. Wenn mir jemand erklärt, wie man das Analog automatisch so weit hinbekommt, dass das was gleich schaut, gebe ich mich gerne "geschlagen"
Dachstein schrieb:
(Lenz Gold mini Decoder sind nicht ganz billig!).
Modellbahnbau ist nie billig
Dachstein schrieb:
Eine bereits gebaute Anlage wird aufgrund des enormen Aufwandes, zeitlich, als auch finanziell, nicht mehr umgerüstet.
Wenn ich eine Modellbahn aufbaue, brauch ich was zu basteln, insofern lasse ich das Zeitargument nur begrenzt gelten. Ökonomisch macht das natürlich keinen großen Sinn, es sei denn, man steht sich auf Eigenschaften, die mit einer Analogsteuerung einfach nicht bzw. nicht sehr einfach realisierbar sind. Allerdings will ich über das Geldargument nicht lang diskutieren, da fällt mir dann immer wieder ein, wie viel Geld ich in mein Equipment versenkt hab, dafür, dass es jetzt im Kasten steht und auf einen Raum zum Aufbauen wartet...