zu 1.: Gut, ist dann aber eine semiotische Frage, da in unserem Fall die Signifikaten des Signifikanten "Ressentiment" inkongruent sind (deiner ist der ursprünglichen Wortbedeutung näher, meiner der umgangssprachlich verbreiteten). Insofern nicht weiter zu erörtern.
zu 2.: Relevant ist nicht die Einzelerfahrung, sondern die Summe der Einzelerfahrungen. Eine solche ist Grundlage statistischer Erhebungen und gerade auch in Form der Verallgemeinerung, des intelligenten Denkens (Schließen aus Erfahrung auf neue Sachverhalte: z.B. Menschen in der U-Bahn mögen Drängeln nicht -> an der Supermarktkasse würd es wohl ähnlich sein - dazu muss ich es aber nicht dort auch ausprobieren oder jeden einzlenen fragen). Die Gefahr von Verallgemeinerungen liegt in falsch interpretierten Erfahrungen, nicht ausreichenden Erfahrungen und unzulässigen Schlüssen. Deshalb wär sowas wie "alle Polen klauen gern" Schwachsinn, weil in Prämisse und Schluss unzulässig. Jemandem der hingegen fünf Jahre lang in einem 5-Sterne Hotel in St. Anton gearbeitet hat, traue ich durchaus zu, sich eine eigene Meinung über allgemein übliche Verhaltensweisen der deutschen Oberklasse zu bilden.
Ich will das aber hier jetzt nicht vertiefen, auch wenn das an für sich eine sehr interessante Diskussion ist. Veralllgemeinerungen werden oft als etwas Negatives betrachtet, dabei ist es erst ihr Missbrauch, der gefährlich ist.