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Mit Bahn und Flugzeug in den Schnee

kaldini schrieb:
Passt vom Flugpreis. Die Zusatzkosten sind eh bei allen immer extra.
Natürlich werden immer irgendwelche Zuschläge noch angerechnet. Das würde mich ja nicht stören, wenn sie es sagen würden. Aber was steht in der Werbung und den Medienmitteilungen?
Das billigste Ticket zwischen Berlin und Innsbruck kostet 19,99 Euro inklusive Steuern und Gebühren.
Das ist es doch was ich meine! Es wird sehr viel mit sogenannten Lockvogelangeboten gearbeitet, was für mich nahe an Kundentäuschung herankommt!
 
Dass der Flug sowohl schneller als auch billiger als das Auto ist, wird man wohl kaum generell behaupten können.

Ich mach mal ein nicht völlig realitätsfernes Beispiel:

Dabei geh ich mal davon aus, dass unser Berliner wie die meisten Leute nicht neben dem Flughafen wohnt. Er muss also Anfahrt, rechtzeitiges Einchecken, Sicherheitsreserve einplanen und wird höchstwahrscheinlich seine Wohnung schon vor 10 Uhr verlassen. Wenn sein Flugzeug dann pünktlich um 13:10 in Innsbruck landet, wird er den, wenn bei der Gepäckausgabe alles gut geht, gegen 14:00 Uhr verlassen. Da die wenigsten Skifahrer ihr Lager direkt in Innsbruck aufschlagen, muss er jetzt noch in sein Skigebiet kommen. Wenn er Glück hat wartet schon der Shuttleservice seines Hotels. Aber das wird wohl kaum der Regelfall sein. Also wird er schauen müssen, dass er irgendwelche öffentliche Verkehrsmittel bekommt, die auch nicht unbedingt bereits in den Startlöchern stehen. Dann muss noch vom örtlichen Bahnhof im Skigebiet zum Hotel. Vor 16:00 wird er demnach sein Zimmer kaum beziehen. Geb ich jetzt in den Routenplaner eine Autofahrt von Berlin beispielsweise an den Wilden Kaiser ein, bekomme ich eine Fahrtzeit von gut 6 Stunden ausgeworfen. Flug und Auto nehmen sich also in diesem Fall nicht viel. Wenn man beim Autofahrer berücksichtigt, dass er nicht an eine feste Startzeit mitten am Tag gebunden ist, demnach also auch schon morgens früh starten kann, hat er vielleicht sogar die Chance den Tag im Skigebiet noch effektiv zu nutzen.

Vom preislichen her muss der Flug auch nicht günstiger sein. Zunächst wird man zu dem Preis von 108 € noch 50 € für die Mitnahme der Skiausrüstung rechnen müssen. Außerdem kommt noch Transport von und zu den Flughäfen, gegebenenfalls noch die happige Parkgebühr im Flughafenparkhaus. Dem muss man die Autokosten gegenüberstellen. Und da steht und fällt dass ganze natürlich mit 2 grundsätzliche Überlegungen:
1. Welche Kosten nehme ich in die Berechnung mit rein?
2. Wieviele Leute sitzen im Auto?

Zu 1.:
Beliebtes Spiel wenn man zeigen will wie teuer das Auto ist, ist dass man in die Berechnungen sämtliche Kosten einbezieht, unabhängig davon ob sie mit den gefahrenen Kilometern zusammenhängen oder nicht. Da ich aber mein Auto in der Regel nicht abmelde, wenn ich in den Ferienflieger steige, fallen Steuer, Versicherung, ein Teil des Wertverlustes und der Wartungskosten weiterhin an.

Zu 2.:
Fährt einer allein, kann das Flugzeug vielleicht noch mithalten. Ist der Wagen aber mit 4 Leuten besetzt, die alle ein Flugticket kaufen müssten, wird die Rechnung eher zu gunsten des Autos ausfallen.

Ich möchte jetzt keine endlosen Kostenrechnungen durchführen. Aber letzten Endes dürfte deutlich sein, dass der Flug nicht zwingend günstiger ist.

Natürlich habe ich mir mein Beispiel ein wenig zu recht gebastelt, aber ich denke trotzdem, dass man zusammenfassend sagen, dass nicht generell gilt: Billigflug = günstiger und schneller
 
Ganz abgesehen vom Klimaschutz-Aspekt, denn da hauen solche Kurzstrecken ja voll rein. Aber der Gedanke an ein etwas weniger klimaschädliches Reisen ist ja den meisten Forums-Mitgliedern, die so gerne über die schmelzenden Gletscher und warmen Winter jammern, fern.
 
Eine Geschichte aus Hamburg:

Skizug-Tickets im Eiltempo ergattern

Von Kerstin Hellberg

Bahnhof Altona, 9. Oktober 2007, neun Uhr, Fahrkartenverkauf der Deutschen Bahn. Uta ist froh, mich zu sehen. Nun muss sie nicht mehr alleine in einer imaginären Schlange an den Schaltern anstehen, was in der Tat komisch aussieht. Menschen, die nicht bedient werden wollen, obwohl sie eigentlich dran sind, sehen zwar auch zu zweit merkwürdig aus, nur erträgt sich geteilter Irrsinn leichter. Zum Glück wissen die freundlichen DB-Mitarbeiter, dass heute ein ganz besonderer Tag im Leben der Hamburger Skiläufer ist und verstehen, dass wir erst um zehn - dafür aber um Punkt zehn - bedient werden wollen.

Wir möchten Skilaufen gehen. Dummerweise in den Frühjahrsferien, wie alle anderen auch. Dass im März Hochsaison ist, die Reisepreise im Zenit stehen und Unterkünfte schwer zu kriegen sind, scheint uns ein vergleichsweise kleines Ärgernis. Das viel größere wäre, heute leer auszugehen.

Dann müssten wir das Auto nehmen, die Kinder nachts aus den Betten reißen, sie zwölf Stunden lang auf die Rückbank zwingen und fürchten, im Stau oder Schnee stecken zu bleiben. Keine schöne Aussicht im Vergleich zu der Möglichkeit, die Strapazen der Anreise im Liegewagen zu verschlafen. Aber die Betonung liegt auf Möglichkeit.

Einmal im Jahr zu einer bestimmten Uhrzeit werden die Ski-Sonderzüge freigeschaltet - und sind nach wenigen Minuten ausverkauft.

Von Hamburg aus verkehrt ein Nachtzug pro Destination pro Ferienwoche. Die wenigen Tickets sind so begehrt, wie es die Aktien, die Bahn-Chef Mehdorn an die Börse bringen will, niemals sein können. Früher hatte Uta vergeblich versucht, die Karten am Telefon oder via Internet zu kaufen - und daraus gelernt: Wer zum Skilaufen will, muss auch so sportlich sein, sich dem Wettbewerb um die Tickets zu stellen. Und zwar persönlich. Am Schalter.

Mittlerweile ringelt sich die Schlange am Altonaer Kartenschalter durch den ganzen Raum. Die, die es nicht auf die Sonderzüge abgesehen haben, lassen wir selbstverständlich vor, trotz der Angst, im entscheidenden Moment könne jemand den Schalter blockieren, weil er eine komplizierte Gruppenreise mit dreimal Umsteigen plant und dazu ganz viele Fragen hat.

Zehn vor zehn. Der Countdown beginnt. Im selben Augenblick ist auch die Zeit der Rücksichtnahme vorbei; Uta und ich besetzen die ersten zwei Schalter, nennen Reisezeit, Reiseziel und Personenzahl und warten nervös auf die Freigabe. Eine Dame, die langsam begreift, dass sie unseretwegen ihren Zug nach Berlin verpassen wird, protestiert, doch keiner beachtet sie. Um zehn sind alle Schalter von Skiläufern okkupiert.

Zehn nach zehn. Geschafft! Ein paar Mitstreiter hatten ebenfalls Erfolg, alle anderen gehen leer aus. Wie Sieger verlassen wir den Raum.

Dabei hat eigentlich nur einer gewonnen: die Bahn eine Menge verärgerter Kunden, die sich fragen, warum es nicht mehr Sonderzüge oder wenigstens kundenfreundlichere Vergabemodalitäten gibt. Und mehr Transparenz bei den Preisen. Warum muss meine Familie trotz zweier Bahnkarten im Viererabteil 556 Euro hin und zurück ausgeben, während Uta dieselbe Reise für einen Erwachsenen und ein Kind für schlappe 138 Euro ergattern konnte? Aber das ist eine andere Geschichte.
Quelle: Hamburger Abendblatt
 
Ich fahr seit Jahren im Dez. f. mm. 2 Wochen nach Z. Vor ein paar Jahren hatte mein Auto 1 Tag vor Abfahrt einen Defekt. Bin mit der Bahn gefahren weil ich das schon lange mal probieren wollte.

Entfernung Auto 780km. Bis Täsch (letzte Parkmöglichkeit da Z autofrei) 7 1/2 - 8 1/2 Stunden + ca, 1 Stunde bis Unterkunft.

Bahn: ca. 13 Stunden.

Die längere Bahnfahrt ist mir egal. Bei der weiten Strecke ist der An-Abreisetag eben ein verbrauchter Tag.

Bahnfahrt natürlich teurer, dafür keine Parkplatzgebühr u. Bahnfahrt Lötschberg u.Täsch-Z. Die Vignette rechne ich nicht da ich im Herbst auch immer in die Schweiz zum wandern fahre u. da will ich mein Auto dabei haben. Der Preisunterschied ist nicht gravierend.

Was absolut nervt ist die Umsteigerei mit Gepäck unter äußerstem Zeitdruck (3 - 4 mal umsteigen ohne Täsch/Z)

Deshalb werde ich weiter das Auto benutzen.
 
Wenn sie mal nicht streiken ...

Über Nacht im Zug zum Wintersport

Ausgeschlafen mitten hinein ins Wintermärchen: Der City Night Line fährt von wichtigen deutschen Städten wie Hamburg oder Köln in Richtung traumhafter Wintersportreviere in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Saisonale Verlängerungen führen sogar direkt bis an die Skipiste.

Wintersportfreunde wird es freuen: Rechtzeitig zum Saisonauftakt fährt der City Night Line an den Wochenenden direkt in die Skigebiete von Garmisch-Partenkirchen, Brig und Tirol. So fährt zum Beispiel zwischen dem 21. Dezember und 29. März ein City Night Line jeden Freitag von Amsterdam nach Garmisch-Partenkirchen bzw. ins schweizerische Brig. Reisende können beispielsweise in Oberhausen, Duisburg oder Köln einsteigen. Zwischen dem 4. Januar und 28. März fährt freitags außerdem ein City Night Line von Hamburg ins österreichische Bludenz.

Die Anreise in die verschneite Winterwelt ist somit besonders bequem und stressfrei. Skifahrer, Snowboarder und andere Liebhaber des glitzernden Weiß reisen dabei abends ab, schlafen komfortabel und erreichen morgens ausgeruht ihr Ziel. Auch die Weiterfahrt ist äußerst komfortabel, beispielsweise ins höchstgelegene Skigebiet Deutschlands: Vom Hauptbahnhof Garmisch-Partenkirchen sind es nur ein paar Meter zur Bayerischen Zugspitzbahn, die die Ski- und Snowboardfans direkt auf das Zugspitzplatt bringt. Auch in Tirol ist man schnell in seinem Lieblings-Skigebiet. In Wörgl hält, wer in die Zillertaler Alpen will. Von Innsbruck lassen sich das olympische Axamer Lizum oder das Stubaital einfach erreichen. Wer ins Ötztal möchte, steigt einfach an gleichnamigem Bahnhof aus.

Reisen mit dem City Night Line ist zudem umweltfreundlich und schont die Urlaubskasse: Man spart nicht nur Spritkosten und Mautgebühren, sondern gewinnt auch wertvolle Urlaubstage Sie kommen zeitig am ersten Tag am Urlaubsort an und können auch den letzten Urlaubstag bis zum Abend genießen. Das Skigepäck reist übrigens kostenlos mit ans Urlaubsziel.

Mit den Spar-Night-Angeboten reisen auch Sparfüchse günstig in den Schnee, beispielsweise von Hamburg über München nach Garmisch-Partenkirchen im Sitzwagen schon ab 29 Euro. Die Zugfahrt im komfortablen Liege- oder Schlafwagen kostet ab 49 beziehungsweise ab 69 Euro pro Person und Strecke. Der Skitransport ist kostenlos.

Informationen und Buchung unter www.bahn.de/citynightline, über das Servicetelefon unter (0 18 05) 14 15 14 (0,14 o/Min.) und überall, wo es Fahrkarten gibt.
Quelle: Skipresse
 
Hmm, da muss ich irgendwie an einen bestimmten Forumsuser denken, der mal von Schleswig-Holstein aus eine "Tagesfahrt" mit dem Nachtzug nach Lenzerheide gemacht hat :wink:
 
Urlaubsreisen: Günstig auf die Piste

19. Dezember 2007

Die Chance auf Schnäppchenpreise für Flüge in den Winterurlaub haben vor allem Frühbucher. Bei easyjet zahlte der Reisende am 17. Dezember 25 Euro für den Hinflug von Berlin nach Mailand am 19. Februar 2008. Die Lufthansa verlangte für Hin- und Rückflug immerhin 178 Euro.

Während bei der Kranich-Airline Skifahrer ihre Ausrüstung kostenlos mit an Bord nehmen können, müssen sie bei easyjet dafür noch mal 22,50 Euro drauflegen, wenn sie über Internet buchen. Auf dem Flughafen kostet das Skigepäck dagegen 30 Euro.

Sehr günstig war auch das Angebote von Germanwings: Für den Flug von Köln/Bonn nach Mailand waren 19 Euro fällig. Inzwischen fliegen bereits sechs Billig-Fluggesellschaften von deutschen Städten Alpen-Airports an. Auch Linienflüge mit Austrian Airlines oder Air France können dank eines Spartickets günstig sein.

Teurer mit der Bahn

Falls die Bahn nicht streikt, kommen Wintersportler samt Pkw bequem und ausgeschlafen mit dem Autoreisezug in die Schneeparadiese. Mit Normaltarif ist das aber um einiges teurer als mit dem Billigflieger. Günstige „Tankeschön-Angebote“ verkauft die Bahn immer samstags für bestimmte Termine und Strecken. Der Preisvorteil für Reisende und Auto beträgt dann bis zu 40 Prozent.

Beispiel: Die Fahrt mit dem Autoreisezug gegen 21 Uhr ab Düsseldorf nach Innsbruck am 2. Januar 2008 kostete am 24. November für zwei Erwachsene und zwei Kinder im Liegewagen einschließlich Pkw nur 185,40 Euro. Wer zwei Tage später gebucht hat, musste für die gleiche Strecke rund 119 Euro mehr zahlen. Dafür kann er - anders als beim „Tankeschön-Angebot“ - die Zugfahrt stornieren oder umbuchen.

Im Nachtzug in die Alpen
Auch für den normalen Nachtzug hält die Bahn Sonderangebote bereit: die Spar-Night-Tarife. Schon für den Pauschalpreis von 29 Euro können Nachtfahrer im Ruhesessel ans Ziel gelangen. Ein Liegewagenplatz kostet 49 Euro. Wie beim „Tankeschön-Angebot“ gibt es auch hier nur ein begrenztes Platzkontingent. Die Skiausrüstung verstauen die Zugbegleiter ohne Preisaufschlag in einem Extraabteil.

Mit dem Shuttle ins Hotel
Anschlussverbindungen von den Alpenflughäfen in die Skigebiete sind meist kein Problem. Viele Verkehrsbetriebe haben sich mit Bussen auf die fliegenden Skiurlauber eingestellt. Sehr preiswert ist der österreichische Postbus, der fünfmal täglich vom Salzburger Flughafen nach Saalbach Hinterglemm fährt. Zwei Stunden Fahrzeit ins Skigebiet kosten 11,20 Euro pro Person.

Auch private Anbieter haben Verbindungen eingerichtet, die allerdings etwas mehr kosten. Einige Tourismusverbände wie in Trentino oder in Osttirol haben einen eigenen Busservice in ihre Region organisiert. In der Schweiz lassen sich viele Skigebiete von den Flughäfen Genf, Basel und Zürich bequem mit der Schweizerischen Bundesbahn erreichen.

Der Text und die Tabelle wurden von unserem Kooperationspartner „Stiftung Warentest“ erstellt. Die vollständigen Informationen sind kostenpflichtig unter www.test.de abzurufen.

Text: Finanztest
Quelle: FAZ
 
BigE schrieb:
Ich würde den Zug dem Flugzeug vorziehen.
Und auch die Elektrifizierung von Lindau-München wird nun doch noch realisiert, mit fast 100 Jahren Verspätung.
Geil, da dieselt man immer noch.
Sozusagen der bayrische BER. :lol:
 
:lach:
Aber wenns so weitergeht, wird BER die 100 Jahre auch noch locker schaffen. :D
 
Rüganer schrieb:
Geil, da dieselt man immer noch.
Sozusagen der bayrische BER. :lol:

Naja, dazu muss man erst mal sehen, wie lang die Elektrifizierung tatsächlich dauert und wie hoch die Kostensteigerung sein wird. ;-)

ski-chrigel schrieb:
:lach:
Aber wenns so weitergeht, wird BER die 100 Jahre auch noch locker schaffen. :D

Das hat er doch schon längst wie das einzige seriöse Nachrichtenblatt, Der Postillon, in seiner Chronik darlegt. ;-)
 
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