• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Mit Doppelmayr in die Höhe

Pauli

Brocken (1142m)
Wolfurt sz Ganz gleich, ob man sommers die Bergstiefel schnürt oder winters nach den Skiern greift: Wer für den Auf- beziehungsweise Abstieg zumindest ein Stück weit die Seilbahn benutzt, stößt darin meist auf einen ganz bestimmten Herstellernachweis. Er lautet Doppelmayr. Weltweit rund 60 Prozent aller Seilbahnen stammen von dieser in Wolfurt ansässigen Firma. In absoluten Zahlen macht dies 14 600 Anlagen in 89 Ländern.


http://www.schwaebische.de/wirtscha...t-Doppelmayr-in-die-Hoehe-_arid,10285451.html
 
Trotz den "teuren" Bahnen obwohl man doch für niedrigere Preise gleich gutes bekommt ^^


Ich finde Doppelmayr hat sich den Markanteil mit 60% auf jedenfall verdient und sich auch selbst dort hin gearbeitet.

Komisch ist aber: Man nehme mal den größten Konkurenten von Doppelmayr, nämlich Leitner und vergleicht das Gründungs Jahr , dann sieht man , dass es Leitner früher gab: 1888
Doppelmayr hingegen wurde 1892 gegründet. Klar das sind "nur" 4 Jahre unterschied aber , dass Doppelmayr einen so großen Marktanteil ist beachtlich. Man sieht halt die Qualität und , dass man überall fast nur DM Bahnen findet

Genau wie Apple vs. Samsung
 
Sein Unternehmen profitiere davon, dass zahlreiche Wintersportregionen ihre Anlagen modernisieren und leistungsfähiger machen würden. Zudem kann Doppelmayr damit kalkulieren, dass nach 25 bis 30 Jahren die Lebensdauer von Seilbahnen abläuft. Ersatz ist dann nötig.

25-30 Jahre Lebensdauer finde ich ganz schön kurz. Klar kann Doppelmayr nur somit in den Alpen noch Seilbahnen bauen. Aber die Frage ist, ob gerade die kleineren Skigebiete bereit sind, nochmal soviel zu investieren. Die Lebensdauer älterer Bahnen, die jetzt ersetzt werden war höher.
 
Wobei die Lebensdauer auch mit der Komplexität der Anlage zusammenhängt.
Eine fixe SB wird technisch sicher lange halten als eine kuppelbare. Was nicht da ist, geht auch nicht kaputt. Vorallem bewegliche Teile verschleißen halt schnell.
Die 3S in Kitzbühel ist für 40 Jahre ausgelegt. Das ist schon ordentlich. (siehe https://www.youtube.com/watch?v=_bjdnuKbhGc&list=PLF9BA52994F9BF544&index=3)

Was die "Großartigkeit" von DM angeht: ja, der Geschäftssinn und deren "Kauflust" anderer Unternehmen spielt da sicher eine wesentliche Rolle. Wobei ich gelesen habe, dass zB. beim Zusammenschluss mit Garaventa ein Familienzwist im Hause Doppelmayr entflammt ist :D (Quelle: http://www.vol.at/familienzwist-im-hause-doppelmayr/vol-migrate-141369)
 
Pauli schrieb:
25-30 Jahre Lebensdauer finde ich ganz schön kurz... Die Lebensdauer älterer Bahnen, die jetzt ersetzt werden war höher.
Mit folgendem Beitrag mache ich mir vermutlich viele Feinde, aber meine Meinung ist, dass die Lebensdauer der alten Anlagen (teilweise 60 Jahre und mehr) deswegen so hoch ist, weil damals auch die Qualität noch höher war. Damals haben die meisten Hersteller keine 100 Anlagen im Jahr irgendwohin geklatscht... Man vergleich z.B. zwei Bahnen im selben Schigebiet: Alte Anlage, Baujahr 1970, 60 Jahre technische Lebensdauer, nach 45 Jahren noch in bestem Zustand vs. neuere Anlage, Baujahr 2005, 30 Jahre technische Lebensdauer, die nach 10 Jahren schon an allen Ecken und Enden rostet...
Auch an den erst seit wenigen Monaten in Betrieb befindlichen Kaiserliften findet man besonders an neuen, verzinkten Teilen sowohl Flugrost als auch wirklich schon arg rostende Stellen (wobei die lackierten Stützenschäfte z.B. deswegen nicht rosten, weil unter dem neuen Lack noch der alte ist, und der sicher einige, heute nicht mehr zulässige Inhaltsstoffe enthält).
Wenn man dann noch die geschraubten und ungeschraubten Rollen miteinbezieht, von denen die geschraubten Rollen in Österreich aus unbekannten Gründen verboten wurden....

EDIT: Was soll überhaupt dieser Spruch
Ersatz ist dann nötig.
??
Wenn die technische Lebensdauer erreicht ist, ist der betreffende Lift noch lange nicht ersatzpflichtig! Wenn ein Schigebiet eine 6er KSB mit 25 Jahren technischer Lebensdauer aufstellt, kann für diese 1 Jahr vor Ablauf dieser Lebensdauer (Auch Konzession genannt) ein Verlängerungsantrag gestellt werden. Wenn dieser bewilligt wird, kann der Lift z.B. noch weitere 15 Jahre fahren....

Traurig wäre es allerdings, wenn DM mit "Lebensdauer" nicht die technische, sondern die tatsächliche Lebensdauer meint, und der Lift dann nach z.B. 25 Jahren kurz vorm auseinanderfallen ist... (Was ich mir durchaus vorstellen kann).
 
Danke Wombat, schon erstaunlich was vorher so kommt in dem Topic, mit der Konzession ist dann der Oberhammer...

Wie soll man es eigentlich anstellen, dass die Bahn genau nach 25 Jahren auseinanderfällt? 8O
- wer seine Bahn nicht richtig pflegt und wartet wird wahrscheinlich in jeder Qualitätsklasse und herstellerunabhängig schnell einen Schrotthaufen haben und so eine deutlich kürzer Lebensdauer erreichen.
- andersherum sind auch bei den modernen Bahnen und auch hier herstellerunabhängig bei guter Pflege längere Lebensdauern zu erzielen, als die technische Lebensdauer angibt.

Dies ist doch nur ein theoretischer wert, der bei Durchschnittspflege und Durchschnittsgebrauch zu erwarten ist. Des weiteren hängt dieser wert auch mit der zu erwartenden Ersatzteilversorgung usw zusammen.

Wer also eine Bahn bestellt, die für Skibetrieb mit durchschnittlicher Beförderungzahl konzipiert ist, braucht sich nicht wundern, dass ihr Zustand deutlich sinkt wenn er sie das ganze Jahr benutzt und Vollgas dabei gibt. Dafür ist die dann nicht ausgelegt! Hauptsache hier im Forum wird dann von schlechter Qualität gesprochen ...

Außerdem sind es die Endnutzer (sprich Fahrgäste oft identisch mit den Usern hier), die sofort aufschreien, wenn eine Anlage ein beachtliches Alter erreicht. Dann kommt sofort die Forderung nach was neuem. Auch dies sind Faktoren warum Bahnen nicht nur von den Herstellern, sondern auch von den Käufern auf 25 oder 30 Jahre geplant werden.
 
Wombat schrieb:
Philipp2 schrieb:
Lebensdauer (Auch Konzession genannt)
Quatsch. Die Konzession hat mit der Lebensdauer einer Anlage nichts zu tun. Die Konzession ist die behördlich bewilligte Betriebsdauer der Anlage.
https://de.wikipedia.org/wiki/Konzession
Hab das wirklich kompliziert geschrieben, eigentlich war damit gemeit, dass
...mit dem Ende der technischen Lebensdauer auch die Konzession endet, somit gilt die Anlage als betriebsunfähig. Die Konzession kann in diesem Fall in Anbetracht der technischen Lebensdauer verlängert werden, indem ein Jahr vor Ablauf ein Verlängerungsantrag eingereicht wird.....
 
Außerdem sind es die Endnutzer (sprich Fahrgäste oft identisch mit den Usern hier), die sofort aufschreien, wenn eine Anlage ein beachtliches Alter erreicht. Dann kommt sofort die Forderung nach was neuem. Auch dies sind Faktoren warum Bahnen nicht nur von den Herstellern, sondern auch von den Käufern auf 25 oder 30 Jahre geplant werden.

Wichtiger Einwand.
Was bringt es eine Bahn mit einer technischen Lebensdauer von 100 Jahren zu konzipieren, wenn sie nach 25 Jahren eh nicht mehr den Ansprüchen der Gäste genügt.
 
Sucht sich der Hersteller auch nicht unbedingt selber aus.
Aus meinem Bereich kann ich berichten das nach VDS Rauchmelder nach 10 Jahren zu ersetzen sind.
Eine längere Laufzeit sehen die Schadensversicherer für solche Teile nicht vor.
Der Handwerker vor Ort darf dann sehen wie er der (zu Recht) aufgebrachten Kundschaft erklären soll, dass man dabei ist die ehemals um die 50€ teuren Melder, die technisch in Ordnung sind, in die Tonne zu geben.
Zumal man ernstzunehmende Melder auslesen und auch die Verschmutzungsnachführung dokumentieren kann.
Nützt nix- selbst wenn sie technisch in Ordnung sind, nach 10 Jahren sind sie Schrott.
 
m.E. haben die Anlagen früher eine kürzere Lebenszeit gehabt, weil sie durch den technischen Fortschritt (Bequemlichkeit, höhere Auslastung) ersetzt wurden, nicht wg. technischer Probleme. Dieser Fortschritt ist in den letzten 20 Jahren nur noch marginal, dazu kommen die teureren Kosten, daher geh ich davon aus, dass neue Seilbahnen im Allgemeinen heutzutage eine längere Lebenszeit haben werden, solange sie nicht wg. technischer Gebrechen ersetzt werden müssen. (Ähnliches Thema wie bei Computer.)
 
Ich glaube einfach, das die 25-30 Jahre ein Wunschalter von Doppelmayr ist, sonst würden sie irgendwann in den Alpen fast gar keinen Gewinn mehr machen.
 
Ob das ein Wunsch ist?

Ich denke eher das es ein Faktor ist mit dem alle rechnen.

Bahn wird für 20 - 30 Jahre geplant.
In dieser Zeit soll sie auch Gewinn machen.
und am besten nix kaputt gehen. :-)
 
Ram-Brand schrieb:
Bahn wird für 20 - 30 Jahre geplant.
In dieser Zeit soll sie auch Gewinn machen.
und am besten nix kaputt gehen. :-)
Wenn dann nach 5-10 Jahren dauernd irgendwelche Reparaturen, mögen sie auch nur so klein sein, kommen. Dann muss man sich nicht wundern, wenn beim nächsten mal die Konkurrenz zum Zuge kommt. :nixweiss:
 
Bahn wird für 20 - 30 Jahre geplant.
In dieser Zeit soll sie auch Gewinn machen.
und am besten nix kaputt gehen. :-)

Ich denke auch, das heute gebaute Bahnen bis zu 50 Jahre alt werden können, bei entsprechender Wartung und wenn das Skigebiet kein Grund oder Geld hat, die Bahn zu ersetzen.
 
Zurück
Oben