Eine ähnliche oder sogar identische Anordnung wurde auch bei der 10-MGD Steinbergbahn in Leogang verbaut, sofern ich das richtig beurteile (ich kenne die betroffene Bahn nicht).
Auch hier treibt eine doppelrillige Antriebsscheibe beide Seilstränge an, die Seilschleifen können somit nicht voneinander getrennt werden.
Soviel ich weiß sind alle Konstruktionen, die eine Seilablenkung bewirken, anfällig für den Verschleiß, der durch den Seildrall bei der Ablenkung ausgelöst wird. Mitunter kann ich mir sogar vorstellen, dass eine Ablenkung durch simple Rollenbatterien an dieser Stelle aufgrund der jeweils geringen Einzelbiegeradien einer Umlenkscheibe weitaus unterlegen ist. Außerdem werden viele Ablenkungen in der Mittelstation notwendig (Ablenkung in der Kuppelstelle, anschließend wieder auf waagrechte, Kurve, Ablenkung Richtung Kuppelstelle, Ablenkung in der Kuppelstelle zur Ausfahrt - macht 5 Ablenkungen je Seite). Somit würde ich vermuten, dass auch bei einem so geringen Ablenkwinkel dieser Grund die einfachen Ablenkrollen ausscheiden lässt. Eine Ablenkung durch eine Umlenkscheibe dürfte aufgrund von Platzproblemen auf der Kurveninnenseite (bedingt durch den geringen Ablenkwinkel) nicht möglich sein. Als Alternative bleiben somit nur zwei getrennte Seilschleifen oder aber die vorliegende Lösung. Welche (Preis-)Vorteile eine doppelrillige Antriebsscheibe gegenüber zwei komplett getrennten Seilschleifen hat, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht zu erwähnen.