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Monte Kaolino

Korrekt, das Ding hat Holzschienen. Die waren wohl mal mit Gummi belegt, oder mit irgendwas eingeschmiert, man sieht nur noch Fetzen davon.
Ob die Holzschienen eine besondere Gefahr in sich bergen, kann ich hier nicht ad hoc beurteilen. Wie steil der Hang ist? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, daß er 120m hoch ist. Ich schätze die Hangneigung auf etwa 30° ein. Das entspräche ~57%.
 
Kein Bahnhersteller schickt unangemeldet einen zur Kontrolle, so gescheit sollten auch die Oberpfälzer sein.
^^Währ mir überhaupt neu das DM überhaupt so was macht! Vor allem sind die Behörden dann selber Schuld wenn halt per zufall glei an dem Tag die Bahn Betriebsferien hat und der Park zu ist! :lol:

Sicher gibt's noch schlimmeres, aber ich muß ja nicht einen Wettbewerb machen, wer die schrottigste Anlage findet.
^^Komm wir machen ne Rangliste! :lol:
Schrottigste Bahnen im Deutschsprachigen Raum!

Spanngewicht könnt man mal wieder Nachstecken. Oder ist die Winde schon voll? Das Gewicht steckt ja im Sand.
 
Meier Michael schrieb:
Spanngewicht könnt man mal wieder Nachstecken. Oder ist die Winde schon voll? Das Gewicht steckt ja im Sand.

Ja, das wäre auch nötig. Unter dem Gewicht sind noch etwa 15cm frei gewesen. Darauf lagen noch drei kleine Betonklötze lose. Anscheinend ist denen die kleine Seilspannung auch schon mal aufgefallen. Die Spannwinde konnte ich nicht sehen, da wurde ein Blechkasten drumherum gebaut. Wahrscheinlich weht es sonst den Sand da recht hinein. Aber ist Dir mal aufgefallen, wo der Spannwagen steht? Bei einem Schlepper würden schon längst die Gehänge am hinteren Stationssteher anschlagen.

Was mich auch noch gewundert hat: Trotz der auch an der Einlaufrollenbatterie der Bergstation vorhandenen Halteeisen für das Seil (siehe Bild von der Niederhaltebatterie) hatte der Niederhaltering der Scheibe an der Bergstation einige deutliche Seilspuren. Anscheinend hat es schon mal viel stärkere Schwingungen gegegeben, als die, die ich gesehen habe. Normalerweise kommt doch das Seil gar nicht an den Niederhaltering, der ist doch eigentlich dazu da, um die Schleppgehänge vor zu starkem Auspendeln zu schützen.
 
Frag mich auch wie das wohl da hochkommt! Muss schon gigantisch schwingen damit das da hochkommt! :lol: Zudem ist ja das Spiel auf der kurzen Seilstrecke zwischen Ring und Rollenbatterie das kann gar nid wirklich so weit raufspringen!
Diese Niederhalter Ringe von Doppelmayr sind nid grad der Bringer! Vor allem die älteren! Ist die Seillage nicht 100% Optimal schleift der Klemmenkopf bei der Scheibenausfahrt an dem Ring was ein Quitschen Verursacht. Das ist vor allem bei diesen kleinen OPF Tellerliften der Fall wel da die Anpresskraft an der Umlenkscheibe fast zu klein ist. Vor allem wenn Leute nicht richtig einsteigen oder den teller spicken lassen kommt es öfters vor das sich die Seillage auf dem Gummifutter verschiebt. Vor allem nach oben. Die neuen Lifte haben jetzt zum Glück unter dem Ring Friktionsplatten aus Kunstoff damits nid so Quitscht! :twisted:
 
Claus schrieb:
Korrekt, das Ding hat Holzschienen. Die waren wohl mal mit Gummi belegt, oder mit irgendwas eingeschmiert, man sieht nur noch Fetzen davon.
Ob die Holzschienen eine besondere Gefahr in sich bergen, kann ich hier nicht ad hoc beurteilen. Wie steil der Hang ist? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, daß er 120m hoch ist. Ich schätze die Hangneigung auf etwa 30° ein. Das entspräche ~57%.

Hangneigung sind etwa 40% und zu dem Holzschienen muss man sagen: Die Wagen (Boote) rollen nicht auf den Schienen sondern gleiten auf Kufen.
 
also das ding is wirklich schrott, da hat Claus völlig Recht. aktuelle Fotos durft ich keine machen...grrrr :evil: ABER: Diese "Standseilbahn" soll diese oder nächstes Jahr ersetzt werden!
 
zillertalski schrieb:
also das ding is wirklich schrott, da hat Claus völlig Recht.

Warscheinlich hat der TÜV Wind bekommen ;-) ....ich hätte mit diesen unfreundlichen Mitarbeitern kurzen Prozess gemacht. ...Eine E-Mail an den TÜV Süddeutschland... -stell dir mal vor wie freundlich die dann zu dir sind ;-)

Krass, dass es sowas noch gibt... und das in Europa, das erinnert mich eher an ein Entwicklungsland :lol: lol

Gruß -=[Tribal]=-
 
also, sooooo unfreundlich waren die mitarbeiter garnicht; hab auch nicht nach Techn. Daten gefragt :wink: (zumindest der eine). folgendes: mei freund kauft 2 karten für 1x hochfahren; also für ihn und mich. der Liftmann sagt: ihr könnt 2-mal hochfahren! also 2 mal hoch jeder für nur 1 mal zahlen. der war freundlich, muss man schon sagen!
an der Tür zum Motorraum war auch ein vorbildliches Schild: nach betriebsschluss unbedingt Blitzableiter einhängen
 
durch ne Standseilbahn, sovile ich weis. genaues weis ich nicht, habs von nem betreuer vo da wasserwacht erfahren. aber so wies aussieht könnte dass stimmen. Es wird glaub ich auch ein neues Schwimmbad gebaut. da siind schon bagger da und machen was....
 
Hmmm, schade. Wollte da eigentlich auch mal hin, einfach mal so zum fun halt. Aber wenn das da wirklich so marode ist ... :?
 
Eigentlich wollte ichs ins Medien-Topic packen, aber dann hab ich gesehen, dass es zum Monte Kaolino bereits ein Topic gibt, also kommts mal hier rein:

SOMMERSKIBERG MONTE KAOLINO

Wedeln im Sand

Von Martin Cyris

Statt Schnee staubt Sand, statt Pistenraupen stehen Bagger bereit. Skifahrer in Bikini und Badehose wedeln Europas einzigen Sommersandskiberg hinunter. Auf dem Monte Kaolino in Hirschau beginnen heute die Sandski-Europameisterschaften.

Wie eine gewaltige Düne ragt der Monte Kaolino zwischen Maisfeldern und sanften Hügeln hervor. Zu seinen Füßen tummeln sich Skifahrer in Bikini und Badehose. Auf dem steilen Hang steigen rhythmisch hie und da kleine Wolken auf: Ein paar Pistensäue wedeln, dass es nur so staubt. Ein ganz gewöhnlicher Sommertag in Hirschau in der Oberpfalz.

Die Szenerie wirkt unwirklich, der Monte Kaolino wie Falschgeld in einer Landschaft, die geprägt ist von Ackerbau und Viehzucht, Kuhställen und Kirchtürmen. Doch dieser Berg in der ostbayerischen Provinz ist keine Fata Morgana. Wenngleich ganz aus Sand gebaut: Der rund 150 Meter hohe Monte Kaolino besteht aus 32 Millionen Tonnen Sand. Genauer gesagt aus grauweißem Quarzsand. Dieser wird beim Abbau von Kaolin zutage gefördert. Das seltene Mineralgestein kommt als Rohstoff in der Porzellan- und Papierindustrie zum Einsatz.

Weil die Hirschauer nicht wussten, wohin mit dem ganzen Sand, türmten sie ihn vor über 100 Jahren zu einem Berg auf. Dieser nahm als Abraumhalde im Lauf der Jahrzehnte beträchtliche Ausmaße an. "Bergbau" ist hier also durchaus wörtlich zu nehmen. 1952 schnallte sich ein gewisser Martin Götz aus dem nahen Amberg erstmals Skier unter die Füße und düste mitten im Sommer an der Südseite des Hangs hinunter - der Sandskisport war geboren. Garantiert lawinensicher und Yeti-frei.

Einziger Sommersandskiberg Europas
Noch heute ist der Monte Kaolino der einzige Sommersandskiberg in Europa. Und damit ein El Dorado für zahlreiche Brettl-Fans, die auch im Sommer nicht von ihrem Sport lassen können. Nicht Pulver- oder Pappschnee heißt die Wahl, sondern regennass oder staubtrocken. Tausende Besucher zieht es jährlich zwischen Mai und Oktober nach Hirschau, um auf dem Monte Kaolino abzufahren. Per Skier oder mit dem Sandboard. Kinder rutschen auf Plastikbobs den Hang hinunter. Auch Big Foots sind hier salonfähig. Während in den Wintersportgebieten der Alpen diese tolpatschigen Dinger oftmals belächelt werden, wird am Monte Kaolino eigens eine Meisterschaft für sie ausgerichtet: Am 2. September 2006 ist Big-Foot-Meisterschaft.

Größter Zuschauermagnet aber ist die Sand-Ski-Europameisterschaft: Am kommenden Wochenende treten rund 120 Skifahrer gegeneinander an. Vertreten sind die traditionellen Skifahrernationen: Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich. Doch die meisten Teilnehmer kommen aus Deutschland und dem nahen Tschechien. Das Nachbarland schickt fast 40 Läufer die Piste hinunter. Doch die Veranstaltung rund um die Veranstaltung ist mindestens genauso zugkräftig. Obwohl oder gerade weil die Après-Ski-Partys hier ohne Blödelbeschallung stattfinden.

Anders als der alpine Skisport auf Eis und Schnee ist Sandskifahren relativ ungefährlich. Die häufigste Verletzung nach Stürzen sind Schürfwunden, Knochenbrüche sind so gut wie unbekannt. "In den letzten fünf Jahren hatten wir gerade mal einen Beinbruch", sagt Eduard Pfab, Sportwart des Skiclubs Monte Kaolino Hirschau. Unterschätzen sollte man den Hang dennoch nicht. Mit 35 bis 40 Grad Neigung ist er relativ steil. "Als ich das erste Mal oben stand, musste ich mich schon etwas überwinden", gesteht Maximilian Maier. Der 28-Jährige aus Ingolstadt ist passionierter Skifahrer. Doch Sandskifahren ist auch für ihn neu.

"Weit in Rückenlage, dann läuft der Ski"
Am Monte Kaolino will Maier in flirrender Julihitze nachholen, was er im Winter verpasst hat. Wegen eines Auslandssemesters konnte er in der vergangenen Saison nicht auf seine Skier steigen. "Schnee und Sand sind zwei paar Stiefel", sagt Maier, "aber das passt schon." Etwas gewöhnungsbedürftig sei die Auflage, vergleichbar am ehesten mit gemütlichem Tiefschneefahren. "Weit in Rückenlage, dann läuft der Ski und es macht tierisch Spaß", erklärt er. Badehose als Fahrerkluft - was hier nicht gegen die Kleiderordnung verstoßen hätte - war ihm etwas "zu luftig". Statt dessen griff er zu Unterhemd und einer weiten Leinenhose. Während er abfahrtbereit auf dem Gipfel steht, spielen neben ihm eine Gruppe Kinder im Sand. "Macht's den Mund zu, gleich staubt's wieder", mahnt eine Mutter.

Gewöhnungsbedürftig ist auch die etwas altmodische Skiausrüstung. "Auf dem Sand fahren sich die Kanten schnell ab, da wären teure Skier einfach zu schade", sagt Eduard Pfab. Sein Skiclub verleiht Skistiefel und Skier. Auch sonst gibt es am Monte Kaolino einige Kuriositäten. Statt Pistenraupen stehen Bagger bereit. Hin und wieder müssen herunter gerieselte Sandmengen beiseite geschafft werden. "Doch der Berg ist in sich stabil", versichert Pfab. Man glaubt es ihm, immerhin stehen auf dem Gipfel zwei große Funkantennen. Stramm und kerzengerade.

Freizeitzentrum mit großen Plänen
Statt Sessellift oder Gondel gibt es ein Beförderungsmittel auf den Berg, das an eine Schiffschaukel erinnert. Und statt Schnee und Eis von den Skiern zu klopfen, tauchen die Fahrer im Ziel ihr Sportgerät in eine längliche Wanne, um den Sandstaub abzuwaschen. Nach getanem Vergnügen geht es in die Après-Ski-Hütte, die "Monte Klause". Unter Sonnenschirmen mampfen braungebrannte Skifahrer, nein, nicht etwa Sandwiches, sondern Bratwurstsemmeln. Und statt Jagertee fließt Hefeweizen die staubtrockenen Kehlen hinunter. Die Region ist eine Bierhochburg - das ist keine Überraschung. Vielmehr, dass die Zahl der vielen kleinen Lokalbrauereien, oftmals noch in Familienbesitz, vor Ober- oder Niederbayern rangiert.

Mittlerweile haben auch die Stadtväter Hirschaus erkannt, dass sich vor den Toren der Stadt keine Narbe der Natur auftürmt, sondern ein touristischer Anziehungspunkt. Im kommenden Jahr soll eine Sommerrodelbahn hinzukommen, ein neuer Lift wird gebaut. Der soll dann auch im Winter genutzt werden können. Damit Skifahren auch bei Schnee möglich ist, wird eine Flanke des Monte Kaolino mit Erdreich aufgeschüttet. Das bereits existierende Freizeitzentrum zu Füßen des Monte Kaolino wird außerdem derzeit deutlich erweitert: größerer Campingplatz, größeres Schwimmbad. Auf Wunsch vieler Gäste soll im Freibad neben der Sandliegefläche künftig auch eine Liegewiese entstehen. Aus Gras und nichts als Gras. Manchmal haben die Oberpfälzer dann doch genug von ihrem Sand.

Am 21.07.06 erschienen auf SpiegelOnline

Bilder:

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^^ Monte Kaolino: Die Abraumhalde aus 32 Millionen Tonnen Quarzsand ragt rund 150 Meter hoch aus der ostbayerischen Landschaft

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^^ Skifahrer in Sommerkluft: Der Skilift erinnert an eine Schiffschaukel

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^^ Sandskiwedeln: Die Spuren im Sand verraten den geübten Skifahrer

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^^ Waschgang für die Skier: Der Sand schleift die Kanten schnell ab, daher ist auf dem Monte Kaolino nur altmodische Ausrüstung zu sehen

Weitere Infos unter:

http://www.hirschau.de/rechts/daten/monte/monte.html
http://www.sc-montekaolino.com/
 
Ja, wie steil simmer denn nun ...

Claus schrieb:
Ich schätze die Hangneigung auf etwa 30° ein. Das entspräche ~57%.

OFrank schrieb:
Hangneigung sind etwa 40% und zu dem Holzschienen muss man sagen: Die Wagen (Boote) rollen nicht auf den Schienen sondern gleiten auf Kufen.

Und im oberen Text:
Mit 35 bis 40 Grad Neigung ist er relativ steil.

40 Grad = 83,9% .. leckstdinieder, das ist ja steiler wie die Harakiri!!
 
Moin
Auf jeden Fall bekommt der Monte Kaolino schon einmal einen 975m langen Alpine Coaster von Wiegand. Vielleicht kauft man dann ja auch gleich einen Wieli...

Jakob
 
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