Husaberg gehört zu KTM und erhält viele Bauteile aus Mattighofen. Husabergs werden aber immer noch in Schweden zusammengebaut. Die Marke wurde ein wenig sportlicher und kompromissloser als KTM positioniert. Ursprünglich wurde Husaberg von arbeitslos gewordenen Husqvarna-Ingenieuren gegründet, als die Husqvarna-Produktion vor ca. 10 Jahren nach Italien verlegt wurde.
Husqvarna, mittlerweile ein rein italienisches Motorrad, hat in den letzten Jahren in Tests nicht so gut ausgesehen. Zum einen weil die Verarbeitungsqualität weniger gut sein soll, zum anderen weil weniger hochwertige Bauteile (vor allem beim Fahrwerk) als bei der Konkurrenz verbaut werden.
Ich würde zu KTM raten, jedenfalls wenn du ein Moped kaufen willst, das neu oder höchstens 5 Jahre alt ist. Ältere Maschinen würde ich auch nicht kaufen, die sind dann meist ausgelutscht. Grundsätzlich sind die Einzylindermotoren der Enduros (alle Supermotos basieren auf sportlichen Enduros) wartungsintensiv und ziemlich hoch belastet.
Beim Gebrauchtkauf würde ich unbedingt auf die Vorgeschichte achten. Wurde mit einer Enduro Rennen gefahren und diese später zum Supermoto umgebaut, wäre ich sehr vorsichtig. Wenn du allerdings eine umgebaute Enduro kaufst, kriegst du meistens beide Radsätze. Du kannst das Supermoto dann in ein bis zwei Stunden zur Enduro zurückbauen und im Gelände fahren.
Wenn du legal auf der Straße fahren willst, kannst du MotoX-Mopeds vergessen - in Frage kommen nur Enduros oder Supermotos. Mit den Zulassungsvorschriften in Österreich kenne ich mich nicht aus, in Deutschland ist bei sehr sportorientierten Enduros meist ohnehin nur eine Zulassung mit 11 oder 17 kw möglich. Die Eintragung einer höheren Leistung geht dann nur mit Einzelgutachten, oft haben die Motorradhändler aber einen großzügigen TÜV-Ingenieur an der Hand. Ich glaube nicht, dass die Zulassung mit 25 kw ein Problem wäre.