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Müllberg in München wird Schigebiet

Wahnsinn! :lol:

Ist faszinierend was die da vorhaben. Anders wo in den Alpen kämpfen Skigebiete ums Überleben, und hier baut man auf dieser Höhe gleich ein neues. Aber Nachfage sollte gut sein, und somit doch realistisch. In Wien gibts ja auch ein Skigebiet, die Hohe Wand Wiese.
Beschneiungsmäßig sehe ichs auch nicht so schlecht. Bei mir im Flachland von Oberösterreich war heuer folgendes: Es gab oft dichten Nebel und somit tagelang Dauerfrost. Bei den kleinen Skigebieten in OÖ auf 800 -1200m schien aber über dem Nebel immer die Sonne, es gab hohe Plusgrade, und das bedeute dort große Probleme. Wäre bei mir ein Skigebiet gewesen, wäre es mit Beschneiung toll gegangen. Ist es beim Müllberg ähnlich, dann wärs sicher nicht so schwierig.
Aber wie wird das alles finanziert?
 
Skifahren in München
Wedeln unterm Windrad

Am Samstag öffnet die Ski-Piste auf dem Fröttmaninger Müllberg - eine Probefahrt von Philipp Crone.

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Auf die Brettl, fertig, los!

Diese seltsamen Blicke. Erst war es der Bäcker an der Ecke, dann der Friseur auf dem Weg zur U-Bahn, jetzt am Sendlinger Tor im Untergeschoss die Leute auf dem Bahnsteig. Es ist Donnerstag, elf Uhr, die Leute tragen Aktentaschen oder Einkaufstüten, nur ein einziger trägt Skier.

Die mit den Aktentaschen und Einkaufstüten blicken den mit den Skiern und in Ski-Klamotten an, zweimal, dreimal, einer schüttelt den Kopf, ein kleines Kind deutet mit dem Finger und schaut danach fragend hoch zur Mama. Wo will der hin? Die U3 fährt ein und weiter zum Einkaufszentrum, zum Skiparadies Fröttmaning geht es erst in zwei Minuten, mit der U6, die Fahrtdauer ist allerdings gleich: je 15 Minuten. Der Weg zum ersten Münchner Skigebiet wird aber noch seltsamer.

Es ist ja nicht weit, nur zwölf Stationen, da kann man mit der Ausrüstung ruhig einen der U-Bahn-Stehplätze direkt neben den Türen besetzen. Da keimen erste Wintersportgefühle auf, zwischen den Haltestellen Alte Heide und Studentenstadt, als die Bahn ins Freie fährt, die Bäume draußen sind weiß vom Reif.

Mit viel Phantasie kann man sich jetzt die Bayerische Oberlandbahn auf dem Weg in die Berge vorstellen, aber nur, wenn nicht gleich wieder eine Häuserwand auftaucht. An den nächsten Haltestellen hängt ein Plakat, das für den "Ski-Winterspaß" im Zillertal wirbt.

Doch das Gute liegt so nah: an der Haltestelle Fröttmaning. Die Kontrolleure der Überwachungskameras wundern sich sicher, was der Typ mit den Skiern da wohl macht. Wo sonst die Fußballfans in Hundertschaften nach links zum Stadion strömen, schleppt nun ein einziger seine Ausrüstung über leere Parkplätze und ohne Schnee vor Augen rechts in Richtung Berg und Windrad. 15 Minuten lang geht es über grauen Beton und grüne Wiesen, dann wird es hinter einer Ecke endlich weiß. Und übersichtlich. Ein Berg, eine Piste, ein Lift. Ein Gag?

Nein. Am Samstag eröffnet hier die Münchner Ski-Arena, eine 160 Meter lange Skipiste mit einem Höhenunterschied von 70 Metern. Hier kann man nun nach der halbstündigen Anreise vor einmaligem Panorama 15 Sekunden lang den Müllberg herunterwedeln. Dann bringt einen der Lift wieder nach oben. In zwei Stunden bei einer Gebühr von zehn Euro schafft man das wohl an die fünfzig Mal, eine Abfahrt kostet also 20 Cent.

Es ist aber noch mehr geboten. Etwa die original Müllberg-Geräuschkulisse, bestehend aus Vogelgezwitscher, dazu das Kratzen der Ski-Kanten auf präpariertem Kunstschnee und im Hintergrund das Lkw- und Pkw-Rauschen auf der A9 und A99. Auch der Blick ist außergewöhnlich: Weiß ist nur die Allianz-Arena, sie liegt links im Panoramabild, der Rest ist grün und grau, dazwischen huschen Autos herum.

Und dann stehen da unten im Auslauf noch eine Kapelle und die Heilig-Kreuz-Kirche. Die Szenerie ähnelt der einer Filmkulisse. Immerhin ist jetzt genug Schnee da. Axel Müller, Vorsitzender des Münchner Skiverbands, sagt: "Der hält jetzt, da kann nichts passieren." Wenn doch, stehen vier gelbe Schneekanonen an der Seite bereit, die jetzt tagelang im Einsatz waren. Am Samstag um neun Uhr können die Münchner kommen.

Was allerdings fehlt, sind die Lokale für den Einkehrschwung, aber die sind ja zum Glück mit der U-Bahn gut zu erreichen. Oder man kehrt am Samstagnachmittag zur Stadionwurst in die Fußball-Arena ein und schaut dann Ribéry und Co. beim Wedeln im Grünen zu.

Um sich wie im Zillertal zu fühlen, darf man beim Abfahren nicht den Blick heben und sollte sich die Ohren zuhalten. Fünf Schwünge sind es, dann muss man wieder anstehen am Lift. Zwei Stunden sind genug. Die Blicke der Mitfahrer in der U-Bahn sind jetzt leichter zu ertragen, der Brettlfreak kennt sie ja nun schon. Allerdings schauen Bäcker und Friseur noch etwas verwunderter als bei der Hinfahrt drein, nach dem Motto: Erst verschläft er, fährt gegen Mittag zum Skifahren los und kommt nach drei Stunden schon wieder zurück. Auf welchem Berg ist der bloß gewesen? Spätestens am Wochenende, wenn die Piste am Müllberg eröffnet, werden es viele Münchner wissen.

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Ab Samstag kann man auf dem Müllberg Skifahren. Foto: Stefan Rumpf

Quelle/Mehr dazu: Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de/muellberg

Edit: Link ausgebessert.
 
Bericht auf Focus Online von heute:

[/quote]München
Skifahren in der Großstadt
Pistengaudi neben Autobahn, Fußballstadion und auf vielen Tonnen Müll: In München eröffnen am Samstag zwei Lifte und eine 400 Meter lange Skipiste.


Die Skiarena München bietet 400 Meter PisteDie Idee, in Fröttmaning Skifahrer den rund 80 Meter hohen Hang hinuntersausen zu lassen, gibt es schon seit einigen Jahren. Die Skiabteilung des TSV 1860 München konnte den damaligen Vereinspräsidenten Karl-Heinz Wildmoser für die Pläne gewinnen, doch als der Bestechungsskandal um das neue Stadion aufgedeckt wurde, geriet das Thema in Vergessenheit. Dann unternahmen der TSV 1860 und der Münchner Skiverband einen neuen Anlauf: Schon im Vorjahr gab es Pläne für das Skivergnügen auf der ehemaligen Deponie, damals fehlten aber Minusgrade und Schnee.

Auch der diesjährige Starttermin im Januar musste aufgrund der milden Temperaturen verschoben werden. Die vergangen Nächte waren aber kalt genug, um eine umfassende Beschneiung durchzuführen. Am Samstag um 9 Uhr fällt der Startschuss für das in deutschen Städten einmalige Projekt. Einen gleichwertigen Ersatz für den ausgiebigen Skitag in den Bergen bietet das Areal am Stadtrand freilich nicht, aber ein bis zwei Stunden Skispaß können die beiden Lifte und die 400 Meter lange Piste durchaus ermöglichen. Zum Après-Ski wartet schließlich ein Kiosk, ein Funpark für Boarder ist für die nächsten Wochen geplant, wenn die Schneeauflage ausreichend ist.

Sechs Wochen Pistenspaß von neun bis neun

„Wir haben diesen Hang schon länger im Visier“, sagt Axel Müller, Chef des Skiverbandes München, der als Veranstalter auftritt. „Es gibt genügend Potenzial an Skifahrern.“ Am Vormittag könnten die Schulen, am Nachmittag Kinder und Jugendliche auf der Großstadtpiste fahren – „und abends gibt es viele Interessierte, die nach der Arbeit schnell die Ski unterschnallen wollen“, glaubt er. Immerhin surren die Lifte durchgehend von 9 bis 21 Uhr.

Dass es sich dabei vorerst nur einfache Seillifte handelt, der nicht im Boden verankert werden muss, hat folgenden Hintergrund. Wegen des Untergrunds der Mülldeponie dürfe nichts in den Boden installiert werden, sagt Müller. Für sechs Wochen habe die Stadt München den Pistenbetrieb in Fröttmaning in Sichtweite zur Allianz Arena und in unmittelbarer Nähe zur Autobahn genehmigt.

Ein Projekt mit Zukunft?

Doch nach dem Willen des Skiverbandes soll es nicht dabei bleiben. Axel Müller träumt davon, dass in Fröttmaning langfristig ein Trainingszentrum für den alpinen Skisport entstehen kann. Die Piste im Münchner Norden solle kein Schauplatz für Events sein, „der sportliche Charakter steht im Vordergrund“. Für den erstmaligen Betrieb musste seinen Angaben zufolge Material für rund 100 000 Euro anschafft werden. Sponsoren hätten kräftig mitgeholfen. Die übrigen Kosten hofft er, „durch den laufenden Betrieb“ decken zu können. Fünf Euro soll eine Stunde Skifahren am Rande der Großstadt kosten.

Auch wenn das Skiareal Fröttmaninger Berg der Olympia-Bewerbung München für 2018 sicherlich förderlich ist, betont Klaus Rambach, Geschäftsführer des Bayerischen Skiverbandes (BSV): „Es geht hier nicht um Leistungssport, sondern eher darum, Kindern den ersten Kontakt zum Skifahren zu vermitteln.“ Sein Verband startete deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Skiverband (DSV) das Projekt „Bewegte Stadt – Kinderskizirkus in München“. Kinder bis zu fünf Jahren sollen auf der Fröttmaninger Piste nicht nur ihre ersten „Rutschversuche“ auf Schnee unternehmen, sondern auch in dem eigens abgetrennten Areal von Pädagogen und Trainern betreut werden. Dieses Konzept hat auch Oberbürgermeister Christian Ude überzeugt. Er hat die Schirmherrschaft übernommen.
 
hm, für den allgemeinen Alpinformuler ist das natürlich nichts.

Es gibt 2 Gründe dahin zu fahren:

Man hat Familie. Mit Kindern hat man erstens nicht immer Zeit in die Berge zu fahren, außerdem ist es oft einfach zu viel für die Kids. Da langt der Hang lange.

Am Abend schnell mal mit einem Sonnenuntergang im Hintergrund und der beleuchteten Allianzarena im Vordergrund noch ein paar Schwünge machen - wo man eben nicht noch stundenlang rumfahren muss. Da stehe ich dann lieber länger am Lift an, bevor ich lange im Auto sitze.

Wegen dem Schnee mache ich mir eigentlich nicht allzu viele Sorgen:
Am Hocheck oder in Kaltenbach gehts doch auch. Da sagt auch niemand was. Oberaudorf liegt auf 480 m, der Müllberg auf 492m, Kaltenbach etwas höher auf 600m. Dafür ist der Müllberg nordseitig. Also in Oberaudorf macht man sich doch auch keine Gedanken wegen dem Schnee...
 
fettiz schrieb:
Wegen dem Schnee mache ich mir eigentlich nicht allzu viele Sorgen:
Am Hocheck oder in Kaltenbach gehts doch auch. Da sagt auch niemand was. Oberaudorf liegt auf 480 m, der Müllberg auf 492m, Kaltenbach etwas höher auf 600m. Dafür ist der Müllberg nordseitig. Also in Oberaudorf macht man sich doch auch keine Gedanken wegen dem Schnee...

Wie meinst Du das?

... in Oberaudorf macht man sich schon Gedanken wegen dem Schnee. Es wird halt (nach Möglichkeit) soviel produziert, dass auch bei wochenlangen warmen Temperaturen und hässlichem Regen, die Piste bis Saisonende hält. Ohne "vorsorgliche" Beschneiung wäre hier schon ein hohes Risiko geboten, denn das Wetter kann niemand vorraussagen.

Am Müllberg dürfte aber schon noch einiges an Schnee notwendig sein, um die "Saison" zu sichern. Vier Maschinen alleine brauchen schon eine gewisse Zeit. Zudem wird die Piste sicherlich stark frequentiert (Jeder Skifahrer bringt auch einen mehr oder weniger grossen Schneeverlust) und die langen Öffnungszeiten belasten die Piste zusätzlich.

Hoffe ich hab den Punkt getroffen, den Du meintest?
 
....Zwei Schlepplifte, die ohne großen Aufwand auf- und abgebaut werden können, werden nun unmittelbar gegenüber der Allianz Arena installiert, einer 148 Meter, der andere 77 Meter lang.....
Aha, 148 u 77m ?! Der Hammer!!!! :roll: :roll:
 
Hi, aufm Müllberg werden 2 Seillifte dafür sorgen, daß so um die 100 Leut pro Stunde auf der Piste sind. Am Hockeck iss ne 4 KSB, die hat ganz andere Kapazitäten. Ausserdem iss die Zufahrt zum Müllberg recht kompliziert, ich weiß net, ob sich die Leut das öfters als einmal antun... Da werden hauptsächlich Kinder fahrn. Schätz ich einfach mal. Und Carver, Boarder und überhaupt Geübte Fahrer, denen wird die Strecke einfach zu kurz sein. Wie gsagt, wenn ich nachts fahren möcht, in 30 Min. wär ich am Ödberg... oder am Streidlift, der iss zwar auch ganz schön flach. Zum Hocheck wärns so a gute Stund... i werd net nach der Arbeit nochmal ans andere End von München rausfahrn, wegs 70 HM. Aber schau mal mal, s wär ja schön, wenns a bisserl was bringt .-- jetz habens aber gsagt, das bald warm werden soll, um die 10 Grad, Regen nicht ausgeschlossen...

Ehrlich gsagt, man hätt doch scho längst auch andere Berge am Ostpark z.B. oder Olympiaberg, beschneien können, da wärn Seen, und die Kinder könnten z Fuß hinlaufen, zum Rodeln oder kurze Schiabfahrten... aber n Berg genau zwischen dem größten Autobahnkreuz weit und breit...
ich war ja da noch nie, aber ich schätz mal, da hörst den ganzen Tag und nacht den Auto und vor allem LKW Lärm. Frag mich wie da die Luft iss...
 
also ich glaub der olympiaberg macht keinen großen sinn, der hat nämlich noch weniger höhenmeter als der müllberg. außerdem würd mir da spontan keine wirklich gute lift bzw pistentrasse einfallen.

ich denke wenn sie in fröttmaning einen guten funpark hinstellen und mit nem shuttle-bus oder so für eine bessere öffentliche anbindung sorgen, dann könnte das für leute die gerne im funpark fahren interessant werden! da reichen 70hm völlig aus.
 
powder-fan schrieb:
ich denke wenn sie in fröttmaning einen guten funpark hinstellen und mit nem shuttle-bus oder so für eine bessere öffentliche anbindung sorgen, dann könnte das für leute die gerne im funpark fahren interessant werden! da reichen 70hm völlig aus.

sehe ich auch so. In München gibt es überdurchschnittlich viele "New School" Wintersportler.
 
wegs Olympiaberg, da war doch sogar mal ein Nachtslalom ( wo dann die Zuschauer aufm See standen, und das Eis fast aufgetaut wär...weils zu warm gworden iss) . Da wär so n Lift bestimmt net schlecht, ich glaub, da gabs sogar mal Pläne, als ich noch n Kind war. Der hätt sogar mehrere Abfahrtsvarianten, da könnt ma sogar ne Schischaukel machen... nee im Ernst, ich dachte da eher an die Kinder zum Rodeln, a bisserl Schnee wär net verkehrt. Der wär halt leichter erreichbar. Da draussen in Fröttmaning, iss halt für die Meisten Münchner scho verdammt weit draussen. Und ein KM von der U Bahn weg, iss scho a Stück. Ich hab jetz was gelesen, daß da nur 2 Stunden Karten verkauft werden, 10 Euro. Und n Guter Fahrer braucht 15 Sek. für die Piste... Und wahrscheinlich 1 Minute mitm Seillift wieder hoch...mich würd ja mal intressiern, ob s da Warteschlangen gibt. Offensichtlich gibts auch über die Freisinger Landstrasse ne Zufahrt, aber da iss NUR Platz für 60 Fahrzeuge am dortigen Parkplatz.
 
Da bin i heut auch dran verbeigfahrn, das ganze war a Satz mit ``X`` ... das war wohl nix. Außerdem, für 170 m Länge iss 10 Euro viel zu teuer ( mind. 2 Std), in Söll kosten 3 Seil / Sesselbahnen für 3 Stunden 20 Euro. Und da hats wirklich Super Abfahrten, hab i neulich ausprobiert. ( Und vergessen einen Bericht zu schreiben... wird noch nachgeholt)

Seillift, neulich am Spitzing -- zwegs da Gaudi mit dem Bayernhanglift gefahren, 180 m Länge. Da meinst oben, ma hat keine Arme nimmer, so sehr zieht der an der Steigung. Und das 2 Stunden... naa.
 
Der Seillift hatte Plastikteile dran, die man sich unter das Gesäß nehmen konnte, so war es kein Problem auch zwanzig mal hochzufahren.
 
Naja, trotzdem -- Seillift iss nix für mi... lieber ne alte steile Schiliftanlage mit Liftomat 2000 ... wie neulich in Rauris.

Aber wegs Müllberg, jetz gehts dann wieder los, wenn alles glatt geht,am Freitag. Nach einer ganzen Woche Stillstand. So stehts in der AZ.
 
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