In die Tiroler Tageszeitung habe ich auch noch ein Artikel gefunden. Artikel von 8-11-2002.
Muttereralmbahn: Fünf Einsprüche liegen vor
Bis Freitagmittag lagen gegen den geplanten Skipark Mutters fünf Einsprüche vor. Die Bedenken reichen vom Verkehr bis zum Vieh.
INNSBRUCK. "Wir sind nach wie vor optimistisch", meint Christian Girardi. Der Innsbrucker Rechtsanwalt vertritt im laufenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) den Skipark Mutters. Der Jurist muss sich jetzt mit mindestens fünf Einsprüchen auseinander setzen, die sich gegen das 22,3-Millionen-Euro-Projekt richten. Exakt so viele Stellungnahmen lagen Freitag - dem letzten Tag der sechswöchigen Einspruchsfrist - mittags bei der Umweltbehörde vor.
Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch nicht klar, ob es bei dieser Handvoll Bedenkenträgern bleibt. "Wir müssen noch den Postlauf abwarten", erklärt Gerhard Liebl, der im Amt der Landesregierung für den Umweltschutz zuständig ist. Die bisher eingelangten Einwendungen stammen nicht nur aus der Gemeinde Mutters, sondern "kommen auch aus anderen Gemeinden", wie Liebl mitteilt.
Zum Beispiel aus Axams, wo sich jemand Sorgen um das Schneefluchtrecht für das Vieh macht. Den größten Kummer bereitet aber die mit dem Zusammenschluss der Skigebiete Muttereralmbahn und Axamer Lizum erwartete Verkehrsbelastung in Mutters. Das brachte zuletzt Landesamtsdirektor und Mutterer Ex-Bürgermeister Hermann Arnold gegenüber der UVP-Behörde zum Ausdruck.
"Wenn wir Auflagen bekommen, werden wir sie auch erfüllen", stellt Girardi fest. Er verweist auf immer wieder geforderte Busausweichen, Gehsteige und Schutzwege im Gemeindegebiet von Mutters, wo es entlang der Durchzugsstraße einige Engstellen gibt.
Problematisch ist für den Anwalt jedoch die schon bei der öffentlichen Erörterung diskutierte direkte Verbindung der Stubaitalbahn mit der Talstation des Muttereralmjets. Diese Realisierung könnte einerseits mehr als drei Millionen Euro kosten, andererseits steht für Girardi die Zukunft der Stubaitalbahn in den Sternen.
Nicht dort, sondern bei der Umweltbehörde liegt die Entscheidung, wer Parteistellung erhält und wer nicht. Die Projektbetreiber fürchten in dieser Hinsicht vor allem eines: Zeitverzögerung durch Rechtsstreitigkeiten. Bis Redaktionsschluss hatte keine Bürgerinitiative Einwendungen erhoben.